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TGD Newsletter - Februar 2017
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Liebe Leserinnen und liebe Leser,
wir freuen uns, Sie zu der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters begrüßen zu können. In diesem Newsletter möchten wir Sie über aktuelle Aktivitäten unseres Verbandes sowie über relevante Ausschreibungen im integrationspolitischen Kontext informieren. Anregungen und Kommentare sind stets willkommen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Inhaltsverzeichnis
Bundesvorstand
Mitgliedsverbände
Bundesgeschäftsstelle
Förderprogramme
Bundesvorstand

NEIN zur Verfassungsänderung in der Türkei

Die Türkische Gemeinde in Deutschland wendet sich scharf gegen die geplante Verfassungsänderung in der Türkei, über die in einem Referendum am 16. April in der Türkei entschieden wird. Wir setzen uns ohne parteipolitische Ambitionen für eine demokratische und pluralistische Zukunft der Türkei ein. Die vorgesehenen Verfassungsänderungen in der Türkei, über die auch Türkeistämmige in Europa mitentscheiden können, sehen wir als eine fatale Entwicklung, die die Türkei von jeglichen demokratischen Grundsätzen entfernen würde. Deshalb lehnen wir sämtliche Verfassungsänderungen ab, die das Land in ein Ein-Mann-Regime bzw. in eine Autokratie führen. Das gesamte Positionspapier der TGD zum Referendum in der Türkei finden Sie hier.

Ausblick: 11. Bundeskongress der Türkischen Gemeinde in Deutschland 

Vom 9. bis 11. Juni 2017 veranstaltet die Türkische Gemeinde in Deutschland ihren 11. Bundeskongress in Berlin unter dem Motto „Vielfalt leben – Deutschland gemeinsam gestalten“ als klares Bekenntnis zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft und zur eigenen Verantwortung, diese mitzugestalten. Das Motto weist auf den eindrucksvollen und erfolgreichen Einsatz von Migrantinnen und Migranten und ihren Organisationen hin, deren Partizipation und Engagement seit Jahren das gesellschaftliche und politische Leben in Deutschland prägen und mitgestalten. 
Auf dem Bundeskongress kommen alle Landesverbände und Mitgliedsvereine der TGD zusammen, um gemeinsam einen neuen Bundesvorstand zu wählen.

Ein Leitbild für die Einwanderungsgesellschaft Deutschland

Miteinander in Vielfalt - so lautet der Titel des Leitbildes für Deutschland, das eine Kommission aus vielfältigen Expertinnen und Experten aus den Medien, aus Politik, Verwaltung, Religionsgemeinden und der Wissenschaft entwickelt hat. Auch die Türkische Gemeinde in Deutschland ist in der Kommission vertreten: Wir freuen uns sehr, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung die Initiative für eine solche Kommission übernommen hat“, so Dr. Aysun Aydemir, Bundesvorsitzende der TGD. Es war ein sehr partizipativer Prozess, auch wenn wir manchmal sehr kontrovers diskutiert haben - aber auch das gehört zum Verhandlungsprozess in Einwanderungsgesellschaften dazu. Am Ende steht ein Leitbild, das alle einlädt und mitnimmt, das sich zur Vielfalt in Deutschland bekennt und diese aktiv gestalten will.“
Hier finden Sie das Leitbild inkl. Erläuterungen und der Agenda der Kommission mit konkreten Vorschlägen zur politischen Umsetzung.

Neujahrsempfang im Justizministerium

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Yasemin Jesse nahm Ende Januar am Neujahrsempfang des Bundesjustizministers Heiko Maas teil. Neben Prominenz aus Politik und Verwaltung war Can Dündar, der ehemalige Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet, als Festredner geladen. 

Bildungsmesse in Stuttgart

Am 15. Februar nahmen die Bundesvorsitzenden Dr. Aysun Aydemir und Gökay Sofuoğlu an einem Gespräch der Kultus-ministerkonferenz zum Thema Darstellung von kultureller Viel-falt, Integration und Migration in Bildungsmedien am Rande der Bildungsmesse DIDACTA teil. Teilgenommen haben Vertreter*in-nen von Bildungsverlagen, der Kultusministerkonferenz sowie von Migrantenorganisationen. Zuvor hatte im Oktober das jährliche Gespräch der Kultusministerkonferenz mit Vertreter*innen von Migrantenorganisationen zu bildungspolitischen Themen in Bremen stattgefunden.

Transfertagung: Integration braucht Teilhabe

Über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen im Dezember 2016 bei der Transfertagung der Türkischen Gemeinde in Deutschland „Integration braucht Teilhabe. Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit – Potentiale und Gelingensbedingungen“ zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und die Arbeit der Türkischen Gemeinde in Deutschland mit Fluchtbezug kennenzulernen. An zwei Tagen präsentierten sich die Projekte der Türkischen Gemeinde in Deutschland mit Fluchtbezug, stellten ihre Arbeit vor und führten Praxisworkshops durch.
Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Grußworten der Leiterin der Stabsstelle Flüchtlingspolitik im Bundesfamilienministerium, Frau Miriam Saati, der Leiterin des Referats Gesellschaftliche Integration bei der Bundesintegrationsbeauftragten im Bundeskanzleramt, Frau Honey Deihimi, sowie von Gökay Sofuoğlu, Bundesvorsitzender der TGD. Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Eine Übersicht der neuesten Pressemitteilungen unseres Verbandes finden Sie hier.
Mitgliedsverbände

25 Jahre Türkischer Bund Berlin-Brandenburg

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens lud der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg am 20. Januar zu seiner Jubiläumsfeier ins Rote Rathaus ein. Vorstandssprecherin Ayşe Demir skizzierte die Entwicklung des TBB hin zu einer Menschenrechtsorganisation. Grußworte wurden von Staatsministerin Aydan Özöğuz (wurde verlesen), der Senatorin Elke Breitenbach, dem stellv. Generalkonsul der Türkei in Berlin, Ahmet Davaz, und dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu, gehalten.
Bevor Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, seine kraftvolle Rede hielt, wurde den Gästen ein Kurzfilm zur Entwicklung des TBB gezeigt. Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung des Künstlers und Literaten Şinasi Dikmen.
Weitere Meldungen und Pressemitteilungen des TBB finden Sie hier.

TGBW: Diskussionsveranstaltung zu 5 Jahre nach Aufdeckung des NSU

Fünf Jahre nach der Aufdeckung der NSU-Morde lud „LEUCHTLINIE“, die von der TGBW getragene Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt, am 22.11.2016  zu einer öffentlichen Diskussion nach Stuttgart ein. Der Leiter der Opferberatungsstelle, Heval Demirdögen, wertete die Diskussionsveranstaltung als ein „starkes Zeichen der Solidarität mit den Opfern“. Auch fünf Jahre nach Bekanntwerden des NSU sei es im Sinne einer offenen und vielfältigen Gesellschaft notwendig, dieses Thema in der öffentlichen Wahrnehmung zu erhalten, um Rassismus und Diskriminierung weiterhin aktiv entgegenzutreten. „Der NSU geht alle Menschen an, die sich mit dieser Demokratie identifizieren – ob persönlich betroffen oder nicht, das spielt keine Rolle“, so Demirdögen.
Einen ausführlichen Bericht mit Fotos von der Veranstaltung finden Sie auf der Homepage von LEUCHTLINIE.

Feuerwehrprojekt „Mehr WIR in der Wehr“

Im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministerium des Innern führt die TGS-H seit Oktober 2016 das Feuerwehrprojekt „Mehr WIR in der Wehr“ durch. Ziel des landesweiten Modellprojektes ist es, Maßnahmen und Angebote zu entwickeln, mit denen der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in den Freiwilligen Feuerwehren erhöht und interkulturelle Kompetenzen und Öffnungsprozesse bei den Feuerwehren unterstützt werden können. Das Erklärvideo zur Vorstellung des Projektes von der Eröffnungsveranstaltung am 11. Januar 2017, an der auch der schleswig-holsteinische Innenminister Stefan Studt und der Kooperationspartner des Landesfeuerwehrverbands teilnahmen, finden Sie hier.

Kampagne: Muttersprache - Grundstein des Lebens

Pünktlich zum Tag der Muttersprache am 21. Februar 2017 haben der FÖTEV-NRW, der Türkische Lehrerverein Ruhr, der Türkische Lehrerverband NRW, die Erziehungsbeauftragte des Türkischen Generalkonsulats Düsseldorf und andere zivilgesellschaftliche Vereinigungen mit einer Pressekonferenz die Kampagne Anadili - hayatin temel tasi / Grundstein des Lebens - Muttersprache ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist der Ausbau der muttersprachlichen Ausbildung besonders bei Kindern mit Migrationshintergrund sowie die Förderung der Akzeptanz von Mehrsprachigkeit. 

TGS-H: HEDEF und SELMA

Seit Jahresbeginn 2017 fördert die TGS-H mit dem neuen Projekt „HEDEF – Neue Ziele und Perspektiven für zugewanderte Menschen aus Rumänien und Bulgarien“ und der Fortführung des Projekts „SELMA – Stärkung und Eingliederung von Langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt“ die Arbeitsmarktintegration von Neuzugewanderten aus Rumänien und Bulgarien bzw. von Langzeitarbeitslosen.
Durch individuelle und bedarfsspezifische sowie niedrigschwellige Angebote aus den Bereichen Beratung, Betreuung und Förderung mit dem Ziel der Stärkung der Schlüsselkompetenzen soll die Arbeitsmarktpartizipation der beiden Zielgruppen erhöht und das Verharren in Langzeitarbeitslosigkeit und Abhängigkeit von Sozialleistungen verringert werden.

TGBW: Seminarreihe zur Qualifizierung von Inklusionsbotschafter*innen

Die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg hat im Rahmen des Projektes „Mittendrin statt nur dabei“ eine Seminarreihe zur Qualifizierung von Inklusionsbotschater*innen in Kooperation mit „Tempo Pro Ausbildung Plus“ gestartet. 
Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt in der Qualifizierung von ehrenamtlichen Inklusionsbotschafter-*innen, die für Familien mit Migrationshintergrund, die Kinder oder Angehörige mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen haben, als erste Ansprechpartner und Anlaufstellen dienen. Sie sollen die betroffenen Familien über Hilfsmöglichkeiten und -angebote informieren und sie bei deren Inanspruch-nahme unterstützen. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

KAUSA Servicestelle Kiel

Im Bereich der Ausbildungsförderung wurde bei der TGS-H im Sommer 2016 die „KAUSA Servicestelle Kiel – Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration“ eingerichtet, um die Vernetzung bereits vorhandener Akteur*innen und Angebote zugunsten junger Menschen mit Migrationshintergrund zu stärken.
Seit Anfang des Jahres beschreitet KAUSA, die auch als Erstanlaufstelle für junge Geflüchtete dient, dabei ganz neue Wege: die gemeinsame Informationsveranstaltung mit der neu gegründeten Syrischen Gemeinde in Kiel und Umgebung zum dualen Ausbildungssystem wurde nicht nur in verschiedene Sprachen übersetzt, sondern aufgrund hoher Nachfrage mehrfach wiederholt und über Facebook als Livestream übertragen – bis dato wurde dieser Livestream bereits mehr als 2000 Mal aufgerufen. Hier finden Sie das Video.

TGBW für Rosa Detlef 2016 nominiert

Wegen ihres Engagements und ihrer praktischen Arbeit für die Gleichheit und Gleichberechtigung von LSBTTIQ wurde die TGBW als Organisation für den Preis „Rosa Detlef“ 2016 nominiert. Insbesondere die Teilnahme der TGBW beim Christopher Street Day 2016 wurde durch die Nominierung wertschätzend anerkannt.
Die Stuttgarter Gemeinde „MCC Salz der Erde“  verleiht den „Rosa Detlef“ jährlich an Menschen, Gruppen oder Organisationen, die sich um die LSBTTIQ-Gemeinschaft verdient gemacht haben. MCC ist die größte Organisation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender weltweit, ohne auf diese Gruppen von Menschen beschränkt zu sein.

Stellenausschreibung der TGBW

Die TGBW und das Büro und Aktionsnetzwerk der Vielfalt suchen für ihr Projekt LEUCHTLINIE am Standort Stuttgart eine/n neue/n Mitarbeiter/in. Finden Sie hier die aktuelle Stellenausschreibung. 
Eine aktuelle Übersicht über die Mitglieder unseres Verbandes erhalten Sie hier.
Bundesgeschäftsstelle

Stabsstelle "Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Integration" des Bundesministerium des Innern zu Besuch bei der TGD

Am 9. Februar 2017 empfing die TGD den Leiter der Stabsstelle Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Integration des Bundesministerium des Innern, Ulrich Weinbrenner, mit seiner Refereratsleiterin für Rechtsangelegenheiten und Maßnahmen der Integration, Dr. Juliane Rapp-Lücke, sowie den Mitarbeiter*innen Anja Hecht und Matthias Burkhardt. Gemeinsam mit der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Yasemin Jesse wurde über die Organisationsentwicklung und das Profil der TGD, ihre Rolle und die von Migrantenorganisationen in Bezug auf Islam und Flucht sowie die notwendigen strukturellen Voraussetzungen von engagierten Migrantenorganisationen in diesem Bereich gesprochen. Besonders hervorgehoben wurde in dem Gespräch das vom Bundesinnenministerium geförderte Projekt der TGD Heimat teilen - Teilhabe durch Orientierung, das in vier Landesverbänden umgesetzt wird. Hier können Sie auf die Präsentation der TGD und ihrer Projekte zugreifen.
Erste Anträge im Rahmen des Präventionsnetzwerkes gestellt

Als Maßnahme ihrer Empowermentstrategie berät und begleitet die TGD die Mitglieder des „Präventionsnetzwerks gegen religiös begründeten Extremismus bei der Antragstellung für eigene Präventionsprojekte. Nun sind die ersten Anträge bei verschiedenen Fördermittelgebern eingereicht worden. Mit den beantragten Mitteln sollen die Verbände in die Lage versetzt werden, eigene religions- und kultursensible Projekte gegen religiös begründeten Extremismus ins Leben zu rufen und auszubauen.
 

Das Patenschaftsprogramm geht in die nächste Runde

Das Patenschaftsprogramm der TGD hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten Programms wurden gemeinsam mit 12 bundesweiten Vereinen im Jahr 2016 1.590 Patenschaften initiiert.
Durch Coaching-/Supervisions-Angebote, Fortbildungen, Seminare und gemeinsame Aktivitäten zwischen Geflüchteten und Einheimischen wurde so nicht nur das Ankommen der Geflüchteten erleichtert, sondern den Partnerorganisationen durch das Programm auch die Möglichkeit gegeben, sich als Akteure in der Flüchtlingsarbeit vor Ort zu etablieren und ihre Fähigkeiten und ihr Potential unter Beweis zu stellen.
Im Förderzeitraum  2017 ist es unser Ziel, an 11 Standorten 1.610  Patenschaften zu fördern, die längerfristige Gestaltung der vielfältigen Freundschaften zu betreuen und uns weiterhin für den Abbau alltäglicher Vorurteile in der Gesellschaft zu engagieren.

Heimat teilen erfolgreich abgeschlossen - jetzt folgt Heimat teilen PLUS

Knapp 100 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen, die in vier Landesverbänden der TGD (TGBW, TGHessen, TBNRW, TGS-H) im Rahmen des Projektes „Heimat teilen - Teilhabe durch Orientierung“ geschult wurden, haben nach Abschluss der Qualifikationsmaßnahmen ihre Zertifikate erhalten.
Der Stuttgarter Regionalkoordinator Efe Ural resümiert die Entwicklung positiv und betont, dass „die ehrenamtlichen Geflüchtetenhelferinnen und -helfer der TGBW nun gestärkt mit solidem Wissen ihre Arbeit mit hier neuangekommenen Menschen fortsetzen“ können. „Daher sind wir besonders froh, dass auch im Jahr 2017 dieses Projektvorhaben weitergeführt werden kann!“ Das Projekt wird unter dem Namen „Heimat teilen PLUS“ im Jahr 2017 neu aufgelegt. Bisher waren im Rahmen des Projektes ca. 1200 Geflüchtete erreicht worden.

Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug: BUND und TGD bilanzieren einjährige Zusammenarbeit

Trotz bürokratischer Hindernisse ziehen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die TGD eine positive Bilanz aus ihrer einjährigen Zusammenarbeit beim „Bundesfreiwilligendienst (BFD) mit Flüchtlingsbezug“. Am 24. November 2015 startete das Sonderprogramm mit dem Ziel, auch Geflüchteten Möglichkeiten zu bieten, sich im Rahmen des BFD ehrenamtlich zu engagieren, Kontakte zu knüpfen und sich beruflich zu orientieren. Die TGD fungiert als Dachorganisation für interessierte Migrantenorganisationen und muslimische Gemeinden. Bisher konnten im Rahmen des Projektes knapp 100 Freiwillige ihren Dienst antreten. Die Pressemitteilung zur Bilanztagung finden Sie hier

Bei Interesse, Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst zu werden, wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpartnerin Berna Althoff. 

Teilhabe gestalten, Bildung stärken. Diversität, Empowerment und Best practice

Unter diesem Motto fand im November 2016 die jährliche Fachveranstaltung von MeinLand – Zeit für Zukunft statt. Über 40 Aktive aus den lokalen Bündnissen für Bildung kamen aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands in Berlin zusammen, um sich auszutauschen und Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis zu präsentieren und zu diskutieren.
In dem eineinhalbtägigen Programm standen die Teilnehmer*innen selbst im Vordergrund: Sie präsen-tierten ihre Projekte auf der Bühne und erstellten zum Tagesausklang gemeinsam eine Ausstellung. Diese veranschaulichte die Vielfältigkeit, Kreativität und Qualität der Workshops bzw. der Arbeit der Jugendlichen. Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.
Das Programm MeinLand – Zeit für Zukunft startet 2017 ins letzte der insgesamt fünf Förderjahre. Inzwi-schen blicken wir auf 113 Bündnisse in 13 Bundesländern, die lokal Workshops mit und für bildungsbe-nachteiligte Jugendliche durchgeführt haben bzw. durchführen.

Trägerförderung

Die Türkische Gemeinde in Deutschland setzt im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! in der Säule C der Förderung - Aufbau zum Bundeszentralen Träger - das Strukturfeld Empowerment von Migrantenorganisationen um. Ein zentrales Element ist die Beratung und Begleitung von Migranten-organisationen bei der Akquise von Fördermöglichkeiten. Dies beinhaltet sowohl Unterstützung bei dem Herausarbeiten einer Strategie gegenüber Fördermittelgebern als auch praktische Beratung bei der Antragsstellung. Zurzeit werden mehrere Migrantenorganisationen bundesweit bei der Fördermittel-akquise unterstützt. Der Fokus der Beratung liegt auf den Neuausschreibungen innerhalb des Bundes-programms Demokratie leben! und die im Frühjahr erwartete Neuauflage der Strukturförderung von Migrantenorganisationen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

E(ngagement)–CREW

Jugendliche, die aus verschiedenen türkischen und arabischen Communities stammen, werden noch immer Diskriminierungen ausgesetzt. Sie werden häufig wahrgenommen als „Kriminelle“, „Frauenunterdrücker“ und „Dschihadisten“; oder als integra-tionsverweigernde, rückständige „Kopftuchmädchen“. Die Jugend möchte nicht mehr, dass über sie gesprochen wird – sie möchten mitreden! Unsere Antwort darauf lautet Empowerment im Dreischritt: Austausch von Diskriminierungserfahrungen, Auseinandersetzung mit der Entstehung von Vorurteilen, Entwicklung von Handlungsoptionen gegen Diskriminierungen.
2017 ist nun das 3. Jahr, in das wir mit unserem E-Crew Projekt starten. Auf der Agenda stehen wie immer Aktionstage, Trainings und ein Open Space Kongress.

MeinLand – für junge geflüchtete Erwachsene

Seit September 2016 bietet die TGD unter dem Titel „MeinLand – Zeit für Zukunft/JEF“ auch kulturelle Bildungsangebote für junge geflüchtete Erwachsene von 18 bis 26 Jahren an. Bislang haben 15 Bündnisse in ganz Deutschland mit ihren Projekten gestartet.
Eines dieser Bündnisse ist „Filming Encounters“ des Vereins zur Jugendförderung des DGB, der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen und dem AWO Kreisverband Berlin-Mitte. In mehrtätigen Workshops lernen junge Erwachsene, die in der zentralen Erstaufnahme in Spandau oder in anderen Flüchtlingsunterkünften wohnen, selbst Filme drehen und schneiden zu können. Sie haben dabei Raum, ihre Lebenssituation zu reflektieren sowie Erwartungen an die Zukunft und Perspektiven auf das Leben in Deutschland zu entwickeln – die Bandbreite reicht von Alltagsgeschichten bis hin zu politischen Forderungen. Ein Kurzfilm thematisiert bspw. Rassismus in den USA.

Stellenausschreibung der TGD

Die Bundesgeschäftsstelle der TGD sucht ein/e Projektkoordinator*in im Rahmen des Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ für das TGD-Projekt „MeinLand – Zeit für Zukunft“. Die Stellenausschreibung und das Formular zum anonymisierten Bewerbungsverfahren finden Sie hier.
Förderprogramme

Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)

Das Bundesministerium des Innern unterstützt die Durchführung einer Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer. Weitere Informationen finden Sie hier.

Förderung von Maßnahmen zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderern

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium des Innern unterstützen Maßnahmen zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von jugendlichen und erwachsenen Zuwanderern mit dauerhafter Bleibeperspektive. Weitere Informationen finden Sie hier

Demokratie leben!

Informationen zu laufenden Interessenbekundungsverfahren in den Programmbereichen „Modellprojekte zur Radikalisierungsprävention“, „Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger“ und „Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe“ des Bundesprogramms Demokratie leben! finden Sie unter www.demokratie-leben.de.

Handreichung Förderprogramme zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung

Eine äußerst hilfreiche Sammlung von Förderprogrammen zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung bietet das Netzwerk Stiftungen und Bildung hier.

Recherchetool der Bundeszentrale für politische Bildung

Eine weitere gute Recherchemöglichkeit für Fördermittel von Bund, Ländern und der EU ist die Seite Fördermittel für Flüchtlings- und Integrationsprojekte der Bundeszentrale für politische Bildung.

MeinLand - Zeit für Zukunft

Das Projekt „MeinLand – Zeit für Zukunft“ wird noch bis Ende 2017 fortgeführt. Aktuell steht kein Ausschreibungstermin fest. Allerdings sind Bewerbungen um Fördermittel aus folgenden Bundesländern grundsätzlich möglich: Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Informieren Sie sich hier und rufen Sie anschließend an – wir beraten Sie gerne!

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