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TGD Newsletter - März 2018
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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

wir befinden uns in Zeiten starker politischer und sozialer Veränderungen, die uns alle vor neue Herausforderungen stellen. Die TGD und ihre Mitgliedsverbände werden von der Politik, der Öffentlichkeit und von anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen als Impulsgeberinnen unserer Einwanderungsgesellschaft wahrgenommen. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst. In diesen Zeiten ist es daher umso wichtiger, unsere Arbeit und unser Engagement sichtbar zu machen und unsere Geschichten zu erzählen. Die vielen Tätigkeiten der Mitgliedsverbände sind ein Zeichen dafür, dass wir die Zukunft unseres Landes bereits mitgestalten. Im folgenden Newsletter können Sie sich einen Überblick über die laufenden Projekte und unsere Aktivitäten verschaffen. Viel Spaß beim Lesen!
Inhaltsverzeichnis
Bundesvorstand
Mitgliedsverbände
Bundesgeschäftsstelle
Förderprogramme
Bundesvorstand
Save the Date – 2. Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen in Berlin
 

Die zweite Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen wird am 4. und 5. Juni 2018 im Refugio in Berlin Neukölln stattfinden. Neben den Themen politische Bildung, politische Partizipation und Anti-Rassismus wird die zukünftige Struktur der Bundeskonferenz auf der Tagesordnung stehen. Die Konferenz wird von mehreren Migrantenorganisationen gemeinsam geplant und koordiniert. Die Einladung mit Programm wird Mitte April verschickt.
Ein Jahr Leitbild: Miteinander in Vielfalt

Am 27. Februar 2018 fand in Berlin die Fachveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Leitbild für die Einwanderungsgesellschaft statt. Das Leitbild war ein Jahr zuvor von einer Expert*innenkommission unter dem Vorsitz von Staatsministerin Aydan Özoğuz erarbeitet worden.
Auf der Podiumsdiskussion diskutierten neben der Staatsministerin der Vorsitzende der TGD, Gökay Sofuoğlu, Farhad Dilmaghani von DeutschPlus, Vera Egenberger vom DGB und Brigitte Döcker vom AWO-Bundesverband über die Frage, wie das Miteinander in Vielfalt gelingen kann. Sofuoğlu betonte dabei die mangelnde Repräsentanz von Menschen mit Migrationsgeschichte in der Politik und in den Inhalten des Koalitionsvertrages der Großen Koalition. 
Podiumsdiskussion zu Diskriminierung von Minderheiten in Deutschland

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes veranstaltete am 20. März in Berlin eine Podiumsdiskussion zur EU-weiten Erhebung von Diskriminierungserfahrungen verschiedener Zuwanderergruppen und ethnischer Minderheiten mit besonderem Blick auf die Lage der Betroffenen in Deutschland. Die Studie war von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) durchgeführt worden.
Auf der Veranstaltung diskutierten nach der Vorstellung der Ergebnisse der Studie Atila Karabörklü, der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Daniel Bartel vom Antidiskriminierungsverband Deutschland, Ulrich Weinbrenner von der Stabstelle Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Integration im Bundesministerium des Innern, Sybille Röseler vom Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und Karen Taylor von Each One Teach One und dem European Network Against Racism über die Handlungsbedarfe, die sich aus der Studie für die Politik ergeben.
Gökay Sofuoğlu im Landesbeirat für Integration

Gökay Sofuoğlu wurde von Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, in den Landesbeirat berufen. Minister Lucha beschreibt den Beirat als „(…) Scharnier zwischen Politik, den integrationspolitischen Akteurinnen und Akteuren sowie den Menschen vor Ort. Ich freue mich, dass wir Beiratsmitglieder aus ganz verschiedenen Bereichen und mit ganz verschiedenen Blickwinkeln auf das Thema für den Beirat gewinnen konnten. Sie sind Berater und Beraterinnen sowie Impulsgeber für neue Initiativen und Ideen für die Integrationspolitik.“  Mehr Informationen über den Landesbeirat finden Sie hier.
(Bild: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg)
Eine Übersicht der neuesten Pressemitteilungen unseres Verbandes finden Sie hier.
Mitgliedsverbände

Projekt "DISSkriminierung" startet in Schleswig-Holstein

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein startete im Oktober letzten Jahres das Projekt „DISSkriminierung“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms Demkratie Leben gefördert wird.
Ziel des Projektes ist, eine Plattform zu schaffen, auf der von Diskriminierung Betroffene Anerkennung erfahren und erleben, dass ihre Ausgrenzungserfahrungen ernst genommen und nicht negativ bewertet werden, sich Wissen über gesellschaftliche Prozesse von Ausgrenzung, Rassismus sowie rechtliche Rahmenbedingungen aneignen und konkrete Handlungsoptionen erarbeiten und erproben können.
Zehn Jugendliche, die (potentiell) selbst von Diskriminierung betroffen sind, werden bis zum Ende der Projektlaufzeit zu Multiplikator*innen ausgebildet, um landesweit weitere Workshops und Miniprojekte umzusetzen, an denen weitere Jugendliche teilnehmen.
Am 15. März stellte die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein das Projekt „DISSkriminierung“ im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ und in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat der Stadt Pinneberg in Pinneberg vor.
Gründung Türkischer Elternbund in Hessen

Die Türkische Gemeinde Hessen hat die Gründung des Bildungsvereins „Türkischer Elternbund in Hessen (TEB Hessen)“ in Frankfurt am Main in den Räumlichkeiten der deutsch-türkischen Kita Dostluk-Freundschaft der AWO begleitet.
Der Türkische Elternbund in Hessen ist Mitgliedsorganisation der Türkischen Gemeinde Hessen und Landesvertretung der Türkischen Elternföderation in Deutschland.
Der NSU-Prozess und die Folgen: Gespräch mit Mehmet Daimagüler und Clemens Binninger

In Stuttgart fand am 2. März eine Lesung vor rund 200 Besucher*innen mit dem NSU-Opferanwalt Mehmet Daimagüler statt. Mit Auszügen aus seinem Plädoyer als Vertreter der Nebenklage machte er seine Position deutlich und stellte auch für das Ende des Prozesses klar: „Wir werden nicht erlauben, dass ein Schlussstrich gezogen wird“. Im Anschluss diskutierte Mehmet Daimagüler auf dem Podium mit Clemens Binninger, der als Mitglied des Bundestages im Untersuchungsausschuss „Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund“ Obmann in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war. Das Gespräch moderierte Peter Schwarz, Redakteur der Waiblinger Kreiszeitung.
Die Veranstaltung, die auch als Live-Übertragung auf Facebook zu erleben war, wurde gemeinsam von der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg, der Betroffenenberatungsstelle LEUCHTLINIE, dem Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart, dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart e.V. und der Initiative HEIMAT – Internationale Wochen gegen Rassismus durchgeführt.
Jahresabschlussfeier der Türkischen Gemeinde Hessen

Die Türkische Gemeinde Hessen veranstaltete im Dezember 2017 ihre Jahresabschlussfeier, in der sie ihre Projekte präsentierten. Nach einer musikalischen Eröffnung von Shahram Nouribaksh, einem der Geflüchteten mit dem in einem Projekt zusammengearbeitet wurde, hielt Landes- und Bundesvorsitzender Atila Karabörklü die Eröffnungsrede. Oberbürgermeister Peter Feldmann, der türkische Generalkonsul in Frankfurt Burak Karartı und der Abteilungsleiter für Asyl und Integration beim Ministerium für Soziales und Integration Stefan Sydow sowie AWO Frankfurt Geschäftsführer Dr. Jürgen Richter haben auf der Bühne wertvolle Beitrage und Reden zu der Wichtigkeit der Bestrebungen der TG-Hessen geliefert. M. Esad Sahin und Berrin Nakipoğlu-Schimang führten durch einen Abend voller Projektpräsentationen wie das Projekt "Gemeinsam Schaffen", welches in Frankfurt am Main, im Odenwaldkreis und in Hanau stattgefunden hat.
Eine aktuelle Übersicht über die Mitglieder unseres Verbandes erhalten Sie hier.
Bundesgeschäftsstelle

Wir sind’s – die Zukunft! Sommerakademie der TGD
 
Die Türkische Gemeinde in Deutschland veranstaltet vom 30. Juli bis 3. August 2018 erstmals die fünftägige Sommerakademie „Wir sind’s – die Zukunft!“ für engagierte Studierende unterschiedlichster Herkunft. Neben Workshops zu Diversity und politischer Lobbyarbeit sind Gespräche mit Politiker*innen, Leitungskräften aus der Verwaltung und Medienschaffenden geplant. Open Space für die eigenen Themen und Kultur- und Freizeitprogramm ergänzen das Wochenprogramm.
 
Die Akademie wird gemeinsam von der TGD, von Young Voice TGD, Young Voice Hessen, FraTÖP, der TGBW und der TD-Plattform vorbereitet und durchgeführt.
Bewerbungen für die Akademie sind ab dem 15. April über die Webseite der TGD möglich.

Dokumentation des Fachtags „Angekommen - in Sicherheit?“

Viele LSBTTIQ Geflüchtete haben in ihrem Herkunftsland und während ihrer Flucht Ausgrenzung, Gewalt und Verfolgung erlebt. Und auch hier in Deutschland sind nicht alle Mitarbeiter*innen in der Geflüchtetenarbeit, in Behörden, Dolmetscher*innen, Ehrenamtliche oder auch andere Geflüchtete aufgeschlossen und informiert. Es kommt auch hier zu Ausgrenzungen, Diskriminierungen, bis hin zu massiver Gewalt.
Zur Umsetzung des besonderen Schutzbedarfs von LSBTTIQ Geflüchteten hatten die Türkische Gemeinde in Deutschland, die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg und das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg am 2. Juni 2017 im Hospitalhof in Stuttgart einen Fachtag durchgeführt. Die Tagung wurde gefördert vom BMFSFJ und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg. Jetzt ist eine umfangreiche Dokumentation dieser Veranstaltung erschienen, die für Haupt- und Ehrenamtliche wichtige Informationen und Hintergründe sowie auch hilfreiche Adressen bietet.

Patenschaftsprogramm Gemeinsam.Schaffen geht in die nächste Runde

Das Patenschaftsprogramm der TGD hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich: 2017 wurden im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten Projekts gemeinsam mit bundesweit 11 Migrantenorganisationen insgesamt über 1.700 Patenschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten gefördert.
Die gemeinsamen Aktivitäten mit Pat*innen, die oft selbst eine Migrationsgeschichte haben, erleichtern Geflüchteten das Ankommen in der deutschen Gesellschaft. Ehrenamtliche erhalten Unterstützung durch Fortbildungen und Beratungsangebote. Zugleich werden Migrantenorganisationen als zivilgesellschaftliche Akteure gestärkt.
Für 2018 ist es unser Ziel, an 11 Standorten insgesamt 1.610 Patenschaften zu fördern und auf diese Weise weiter Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Infos zum Förderprogramm MeinLand – Zeit für Zukunft in Lübbenau

Im Februar und März veranstalten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Servicestellen von Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung Infotage, um Bündnispartner und Multiplikator*innen zu mobilisieren und Einblick in das Förderprogramm zu geben. Die TGD war mit MeinLand – Zeit für Zukunft am 27. Februar in Hamburg, am 9. März in Erfurt sowie am 15. März in Nürnberg vertreten und wird am 22. März in Lübbenau (10.00-16.00 Uhr, Kulturzentrum Lübbenau, Güterbahnhofstraße 57, 03222 Lübbenau/Spreewald) dabei sein.
Weitere Infos zum Förderprogramm der TGD finden Sie auf der Projektseite.

Eine Übersicht der Projekte unseres Verbandes finden Sie hier.
Förderprogramme

Charlottenburg-Wilmersdorf sucht...

für das Jugendamt Sozialarbeiter*innen/Sozialpädagog*innen (BA oder Dipl.) mit staatl. Anerkennung. Hier finden Sie die Stellenausschreibung.

Förderdatenbank des Bundes

Mit der Förderdatenbank des Bundes gibt die Bundesregierung einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

Förderprogramme zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung

Eine äußerst hilfreiche Sammlung von Förderprogrammen zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung bietet das Netzwerk Stiftungen und Bildung hier.

Recherchetool der Bundeszentrale für politische Bildung

Eine weitere gute Recherchemöglichkeit für Fördermittel von Bund, Ländern und der EU ist die Seite Fördermittel für Flüchtlings- und Integrationsprojekte der Bundeszentrale für politische Bildung.
Unterstützen Sie die Arbeit der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V.

Deutsche Bank Hamburg
IBAN: DE82 2007 0024 0651 6710 00
BIC: DEUTDEDBHAM

Die TGD ist als gemeinnützige Organisation anerkannt.
Auf Wunsch wird Ihnen eine Spendenquittung ausgestellt.

 
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