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Neuigkeiten und Termine von hallo in sülz

An alle interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürger in Sülz und Klettenberg,

auch im Frühjahr 2018 zeichnet sich ab, dass wir nicht nachlassen dürfen in dem Bemühen um Integration der zu uns Geflohenen und dem Engagement für Frieden, Freiheit und Demokratie. Viele Menschen in Deutschland setzen sich für die Geflüchteten ein – das ist ein ermutigendes Zeichen der Solidarität. Doch es fehlt an der breiten politischen Debatte über die Gründe für die Kriege, den Terror und die Fluchtbewegungen und was die Politik in unserem Land und in Europa vielleicht dazu beiträgt. Stattdessen werden Asylgesetze verschärft, Abschiebungen zahlreicher und die Gelder für sinnvolle Integrationsmaßnahmen gekürzt.

Deshalb starten wir dieses Mal unseren Newsletter mit einem Zitat von Navid Kermani, der 2015 in Köln sagte:
„Der Kampf gegen Unfreiheit und Gewalt findet nicht nur in Kobane oder Aleppo statt, nicht nur am 11. September 2001 in New York oder am 7. Januar 2015 in Paris. Wir müssen für die Ideale der Gerechtigkeit, der Friedfertigkeit und der Toleranz jeden Tag eintreten, im Alltag, im eigenen Bekanntenkreis, am Arbeitsplatz oder in der Schule, in den Parteien, Gewerkschaften, Vereinen oder religiösen Gemeinden, und auch –das schätzen viele von uns leider zu gering – an den Wahlurnen…“

Außerdem gibt es auch in dieser Ausgabe wieder Interessantes aus der Arbeit von hallo in sülz zu berichten. Wir freuen uns über Rückmeldungen und grüßen Sie herzlich

Für das Newsletter-Team
Hannelore Ruppert, Klaus Hartzheim und Dorothee Mennicken

Weiter wachsam wachsen

Fünfzehn Mitglieder der Willkommensinitiative „Hallo in Sülz“ trafen sich Ende Januar 2018 zu einem Workshop. Sie schauten selbstkritisch auf ihre erfolgreiche Arbeit. Zugleich ging es darum, die veränderten Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten zu reflektieren. So stellen die Helferinnen und Helfer fest, dass bei manchen der Frauen und Kinder, die jetzt schon fast zwei Jahre in der Unterkunft wohnen, sich große Frustration ausbreitet, weil sie noch immer keine Aussicht auf eine Wohnung haben. Damit ist nicht immer leicht umzugehen. Auch unter den Engagierten gab und gibt es immer wieder einmal unterschiedliche Auffassungen über den richtigen Weg bei einzelnen Projekten, aber auch persönliche Enttäuschungen und Befindlichkeiten, die verarbeitet werden müssen.

Amelie Funcke moderierte diesen Tag und schenkte der Initiative diese professionelle Unterstützung als ihren Beitrag zur Willkommensarbeit. Spielerisch und kreativ lernte man sich (noch) besser kennen, entdeckte Gemeinsamkeiten und schärfte den Blick für unterschiedliche Wahrnehmungen und Wünsche. Alte und neue Ideen fanden Platz auf Wandzeitungen. Stolpersteine und verschiedene Auffassungen in der Arbeit mit Geflüchteten und Ehrenamtlichen konnten angesprochen werden. Die alle verbindenden Ziele rückten wieder deutlich ins Blickfeld und die gemeinsame Arbeit wurde durch neue Vorschläge nachjustiert. Die teilnehmerorientierte Moderation erleichterte dieses Weiterdenken und mehrere sagten am Ende: „Ein solches Treffen sollten wir bald fortführen und uns (und allen Aktiven) die Zeit für Reflexionen immer wieder nehmen“. Zum Ausklang gab es einen leckeren Abendimbiss aus der libanesischen Küche von El Habab in der Luxemburger Straße. Diesen hatte eine Förderin von hallo in sülz als Anerkennung gespendet.

Veranstaltungshinweis


„RETTEN STATT REDEN“
Infoabend zu Sea-Watch (Seenotrettung im Mittelmeer)
mit anschließendem Benefizkonzert
am 10.3.18, 19 Uhr in der Johanneskirche, Nonnenwerthstr. 78
Eintritt frei


Die 23-jährige Studentin Maria Drenk ist in Sülz-Klettenberg aufgewachsen und arbeitet seit letztem Sommer für Sea-Watch. Sie war im Sommer 2017 sowohl auf dem Schiff "Sea-Watch 3", als auch im Flieger "Moonbird" an der Seenotrettung auf dem Mittelmeer beteiligt. An diesem Abend möchte sie ihre Eindrücke mit euch teilen und eure Fragen beantworten. Was macht Sea-Watch eigentlich genau? Wie ist die Situation in Libyen und warum fliehen Leute von dort? Wer mischt sonst noch mit auf dem Mittelmeer?

Eintritt frei!
Spenden für Sea-Watch in jeglicher Höhe erlaubt!


Links:
Statement von Maria bei ihrem Einsatz (auf YouTube)
Einladungsflyer
Mehr Informationen

Kochen als Begegnung zwischen den Kulturen

Immer der Nase nach – einen anderen Wegweiser braucht es an diesem Sonntag (18.2.2018) nicht, um die „hallo-in-sülz“-Kochgruppe im Untergeschoss der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) zu finden. Ursprung des leckeren Duftes ist eine kleine Küche, in der zwei Frauen zwischen den Töpfen auf dem Herd und den Schüsseln auf dem Tisch wirbeln. „Es ist gleich fertig“, versichern sie mir lächelnd. Sie häufen den gelben und weißen Reis im Zickzack-Muster auf einen großen Teller und verzieren ihn liebevoll mit einem roten Gemüse – welch ein Kunstwerk! Die kleinen roten Stückchen seien Berberitzen, erklären sie mir – die wachsen auch hier wild im Park, in Nordsyrien sind die leicht säuerlichen Beeren Gewürz für viele Gerichte. Weiterlesen auf halloinsuelz.de
TERMINE
hallo in sülz-Treff
Immer donnerstags, 17-19 Uhr im
Café Leselampe
der KHG in der
Berrenrather Str. 127

Für alle Sülz Klettenberger und Geflohenen
SPENDEN

Konto: Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
IBAN DE: 78 3705 0198 0002 0020 61
BIC-SWIFT: COLSDE33
Sparkasse KölnBonn

Bitte Verwendungszweck „hallo in sülz“ verwenden!

Spendenbescheinigung möglich
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Unsere Adresse:
hallo in sülz - Willkommensinitiative Sülz & Klettenberg
c/o Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Emmastr. 6
50937 Köln

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