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Liebe Reikianer, liebe Reiki-Interessierte!

Lang ist es her, dass ich einen detaillierten Newsletter geschrieben habe. Mein zweites Unternehmen und ebenfalls Herzensangelegenheit – neben meiner Familie und Reiki – hält mich auf Trab: meine mittlerweile 8 Lamas und Alpakas und mit ihnen unzählige Wanderungen, Kindergeburtstage, Schul- und Firmenausflüge sowie Fördermaßnahmen.

Dennoch ist Reiki immer noch so sehr Teil meines Lebens und ich verdanke Mikao Usui sehr viel.

Obrige Aussage finde ich wunderschön. Man kommt bereits vollkommen als Diamant auf die Welt. Während unseres Lebens haben uns die umfangreichen Erfahrungen, zu dem gemacht, was wir jetzt sind. Sie schleifen uns ab und bringen unser Leuchten zum Vorschein. Es gab sicher viele glückliche Momente, in denen du strahlen konntest. Doch manchmal ist dieses Schleifen auch unangenehm. Rückwirkend sehen wir aber oft, dass wir gelernt haben, gereift sind und dass wir strahlen, wo wir uns früher verbissen verteidigt haben oder uns in unser Schneckenhaus zurückgezogen haben.

Zu jeder – egal ob positiv oder negativ empfundenen - Zeit haben mir die Lebensregeln von Mikao Usui sehr geholfen mit dem Leben zurecht zu kommen und als angenehmer Nebeneffekt meine Träume zu erfüllen. Denn je mehr ich nach innen geschaut habe und auch unangenehmen Gefühlen und Erinnerungen Raum zur Heilung gab, umso leichter war es auf mein Herz zu hören.

Begonnen hatte ich meine spirituelle Reise mit positivem Denken, welches sicher einiges einfacher gemacht hat. Ich war erstaunt, was ich erschaffen konnte, habe aber ebenso oft erkannt, dass ich auf vieles im Leben eben keinen Einfluss habe. Das verursachte in mir ein Gefühl der Ohnmacht. Und erst als die Ohnmacht überhand nahm, und ich das Gefühl hatte vollkommen stillzustehen, konnten die Worte von weisen Menschen bei mir auf fruchtbaren Boden fallen.

Mir wurde bewusst, dass es der Widerstand ist - gegen das was ist - , der mein Leid erzeugt und nicht die Situation selbst. Ich erkannte, dass Trauer für mich zwar keine angenehme Erfahrung ist, aber indem ich die Trauer trotzdem ganz zuließ, erfuhr ich auch ihre einzigartige Schönheit, Tiefe, Intensität, aber auch ihre Kürze.

Schuldgefühle, Wut und Opfermentalität hingegen sind meiner Beobachtung nach Erzeugnisse des Verstandes. Der Verstand kann mit Gefühlen nicht umgehen, er versucht sie unterdrücken, sucht nach Erklärungen, die seinen Vorstellungen entsprechen und macht es dadurch nur schlimmer; indem das Leid oftmals über Jahre, manchmal auch über Jahrzehnte hinweg, verlängert wird. Das Herz kann ganz gut mit Trauer umgehen, wenn es den Kopf mal ignoriert. Das Herz ist die Transformationsebene von Reiki.

1. Reiki Grad am 8. & 9. Oktober in Maria Anzbach
2. Reiki Grad am 22. & 23. Oktober in Wien 7
1. Reiki Grad am 19. & 20. November in Wien 7
Eine sehr wichtige Erkenntnis für mich war zu sehen, dass ich nicht meine Gedanken bin und die Gedanken auch nicht aus mir kommen. So wie der Körper unwillkürlich atmet, sendet der Verstand unwillkürlich Gedanken aus. Gedanken, die schon Millionen Menschen vor uns hatten. Auf manche „springe ich auf“, andere nehme ich nicht mal wahr. Ob ich – unbewusst – aufspringe, hängt von der Stärke der Gefühle ab, die diese Gedanken in mir auslösen. Gedanken der Schuld und der Ungerechtigkeit sind meist mit stark negativ-bewerteten Gefühlen (Schuldgefühl, Wut, Opferrolle) verknüpft; Gedanken der Liebe und Freude mit stark positiven. Je mehr ich „meine“ Gedanken beobachten konnte, als etwas von mir getrenntes, und je mehr ich das Karussell meiner Gefühle beobachtet habe, welche durch Gedanken ausgelöst wurden, erkannte ich, dass das Ego eine Vorstellung des Verstandes ist; eine ziemlich verwobene Geschichte im Kopf: Gedanken und Gefühle, aus denen sich Geschichten spinnen.

Als sensibles und feinfühliges Kind erschien mir„das Leben oft als "untragbar“. Mit hohem Fieber hatte ich als Kind einmal den Wahn, dass ich alles tragen musste, was um mich herum war. Das war mir aber nicht möglich, und es schien mich regelrecht zu erdrücken. Ich wachte schreiend auf bereits umringt von meinen Eltern, die mir zusicherten, nichts tragen zu müssen. Das Leben schien mich zu überfordern. Ähnlich erging es mir als ich in die Arbeitswelt eintauchte: schlafen, Geld verdienen, essen, schlafen, Geld verdienen, essen, schlafen… Das soll mein Leben sein?? Bis zur Pension?? Und dann? Es folgte die Kündigung und viele Reisen in ferne Länder und immer die Suche nach dem... Glücklichsein. Das war mein innerster Wunsch. In Kontakt mit spirituellen Büchern dachte ich lange Zeit die Erleuchtung sei das ultimative Ziel, denn ich hatte die unsinnige Vorstellung, dass Erleuchtung Wolke 7 bedeutet, in der man unberührt vom Schmerz des Lebens ist.

Der erste Reiki Grad ließ mich alles hinterfragen: Welche Rollen spiele ich im Leben? Und wer ist das hinter diesen Rollen? Brauche ich die Anerkennung andere Menschen und was muss geschehen, dass ich mich anerkannt fühle? Tue ich das alles, um geliebt zu werden? All das hat mir Aufschluss über meine Persona (Maske) und meine Mangelvorstellungen gegeben. Ich habe gesehen, was ich nicht bin, habe großteils abgelegt, was von anderen kam und was mir nicht entsprach.

Im zweiten Reiki Grad ging es weiter mit dem individuellen Unbewussten und zwar in Form von Erwartungen und Vorstellungen sowie dem Aussteigen aus der Opferrolle. Was erwarte ich von anderen? Was erwarte ich von mir? Was kann ich für mich tun? Alles wurde hinterfragt, vieles wurde mir im täglichen Leben gespiegelt und alles was auftauchte, durfte und darf sich energetisch auflösen. Gerade Reiki und die Lebensregeln vom Mikao Usui haben mir auch nach dem zweiten Reiki Grad beim disziplinierten „Schleifen des Rohdiamanten“ sehr geholfen.

Und es hat wirklich dazu geführt, dass ich heute ein sehr glückliches Leben führe. Es gehört Mut dazu nach innen zu schauen, es ist nicht immer einfach oder angenehm und man muss sich vieles selbst eingestehen, aber es zahlt sich aus. Meine Träume haben sich erfüllt und noch vieles mehr, womit ich mir nicht gerechnet hätte.

Würde ich heute sterben, hätte ich nichts verpasst, abgesehen davon meinen Sohn aufwachsen zu sehen. Aber sein Aufwachsen ist Zukunftsmusik und nur existent in meinem Kopf als Gedanke. Alles was es gibt, ist jetzt. In diesem Moment. Keine Vergangenheit und keine Zukunft. Der Verstand denkt linear, aber Gedanken sind einfach Gehirnströme im Jetzt, nicht mehr und nicht weniger. Sie tauchen im Jetzt auf und verschwinden wieder im Jetzt.

So positiv dieses disziplinierte An-sich-arbeiten sich auswirkte, irgendwann wurde mir aber bewusst, dass die Motivation dahinter ein Gefühl des „Nicht-genug-seins“ war. Und mir war klar, dass solange diese Motivation da ist, es in mir immer ein Gefühl von Mangel geben wird.

Der Aufgabenbereich des dritten Reiki Grades ist, u.a. das Leben so zu nehmen wie es ist. Lange habe ich versucht Sachen, die geschehen, zu akzeptieren. Heute finde ich die Vorstellung, dass ich etwas zu akzeptieren habe, sehr lustig. Das Ego hat wohl maßlose Vorstellungen von sich selber ;-) und als Grundlage bedient es sich der Trennung. Das Leben und ich erscheinen als 2 verschiedene Sachen, aber dem ist nicht so. Und das Leben benötigt nicht die Anerkennung eines Egos, welches in ihm stattfindet.

Ob ich nun an den Geschehnissen gefallen finde oder nicht, ob ich sie akzeptiere oder nicht, ändert am Verlauf des Lebens gar nichts. Aber innerlich bringt es Frieden, wenn das Leben "so sein darf" wie es ist.

Aber je öfter ich mich meinen Ängsten gestellt habe, umso mehr habe ich erkannt, dass sie wesentlich weniger bedrohlich sind als angenommen. Je öfter ich mir meine Wut angeschaut habe, umso mehr konnte ich die Verletztheit darunter erkennen, die ich lieben gelernt habe, weil sie mich ausmacht. Man kann sich vorm Leben nicht verstecken, auch wenn unser Verstand uns das gerne mit Trennung, Abwehrstrategien, Verdrängung und anderem weis machen will. Aber auch das geschieht: Vogel-Strauß-Politik oder sich im Bett einrollen und gehört genauso zum Leben.

Unlängst las ich auf facebook "Lasse kein Trauer in meinem Herzen sein, kein Ärger in meinen Armen, kein Konflikt in meinen Augen. Lass meine Seele mit Freude und Frieden gesegnet sein". In solchen Worten nehme ich viel Schmerz wahr, denn es enthält die Angst vor dem "negativen" Erlebnissen. Meiner Erfahrung nach gehören Trauer, Ärger, Konflikt genauso dazu wie Freude, Leichtigkeit und Frieden. Keine Wolke 7 und Unnahbarkeit, sondern Leben pur und direkt.

Leben ist bedingungslos. Da ist kein Ich, welches auf Leben schaut, was sich schützen oder nicht schützen kann. Es braucht keine Erleuchtung. Es erfährt sich in dir, durch dich und als du. Ob du dir dessen bewusst bist oder nicht.

Du bist von Anfang an ein Diamant, du kannst gar nichts anderes sein, aber dein Verstand, der im Jetzt als Gedanke auftaucht, zeigt dir deine vermeintlichen Fehler, plüstert sich auf und behauptet, dass du noch nicht angekommen bist. Und noch glaubst du ihn. Aber wie lange noch?

Alles Liebe
Astrid

Mag.Astrid Herler
www.reiki-licht.at, info@reiki-licht.at,
www.lama-lady.at, Tel 0676 5391012

 
Suche das Licht nicht im Außen, finde das Licht in dir,
und lasse es aus deinem Herzen strahlen. (Rumi)
Copyright © 2016 Mag. Astrid Herler - Usui Reiki Ryoho, All rights reserved.


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