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Es ist einfach nur zum Schämen – Wolf in Salzburg zum Abschuss freigegeben!
Es ist einfach nur unfassbar – ein Wolf - Artenschutzgesetze hin oder her– wurde im Salzburger Pongau zur ‚Entnahme‘ freigegeben; die Bauernschaft freut’s, gerade die, die sich erst vor kurzem als ‚Artenvielfalts-Sicherer‘ in den Schlagzeilen der Zeitungen feiern ließ, hatte das Unfassbare angestrebt. Und schämt sich nicht einmal angesichts der eigenen Bewusstseinsspaltung; nein, vielmehr stellt damit einmal mehr unter Beweis: wir haben aus der Vergangenheit wirklich ganz und gar nichts gelernt. Es treibt die Zornesröte ins Gesicht.
Auf ORF-at lesen wir dazu: ‚Die BH kommt zu dem Schluss, dass der Erhaltungszustand des Wolfes in der betroffenen Region durch einen Abschuss – im Amts- bzw. Jägerdeutsch: „Entnahme“ – nicht weiter verschlechtert wird. Eine zumutbare andere Lösung – etwa Maßnahmen zum Herdenschutz – habe es nicht gegeben oder würde nur mit „intensivem“ Geld- und Personaleinsatz „vielleicht eine Wirkung“ zeigen.‘
Wie immer, einmal mehr, in einem System, in welchem alles der Wirtschaft untergeordnet wird, scheint also wieder einmal ein solcher ‚Geld- und Personaleinsatz‘ völlig undenkbar (warum, so die Frage, funktioniert das überall anders – siehe Schweiz, Rumänien, Italien,…). Man greift lieber zum Gewehr, wie es die letzten Jahrhunderte getan wurde. Ja, wir reden gerne von Artenschutz, doch nie soll dieser vor unserer Haustüre stattfinden. Wir wollen nix ‚Wildes‘, da loben wir uns doch die vielgepriesene Kulturlandschaft, und die LandwirtInnen sollen auch noch extra belohnt werden, weil sie die ja so selbstlos pflegen. Die Frage ist nur, wofür dann eigentlich? Ist nicht alleine die Frage nach einer solchen ‚Prämie‘ schon beschämend? Tun sie die Arbeit für ’uns‘, oder doch nur für sich selbst? Würde eine Hand auch nur gehoben werden, wenn es nicht für eigene Zwecke passiert? Die Antwort ist keine schwierige. Nicht für ‚uns‘ wird eine Konservierung der Kulturlandschaft betrieben, so viel steht fest. Und niemals ist diese selbstlos! Was glauben Sie, wie viele Menschen in diesem Land wollen lieber Natur als Kultur, dann, wenn es die Landschaft betrifft?! Ganz bestimmt sehr viele; und da wir noch immer in einer Demokratie leben, sollten auch deren Stimmen einmal gehört werden!
Foto: aus einer Auslandsjagd-'Werbebroschüre' auf der Hohen Jagd in Salzburg - lassen wir so etwas 'bei uns' nicht mehr zu!
Aber Landwirtschaft, das ist der heilige Gral. Da wird kein Umdenken forciert, viel lieber wird gejammert, weil es zu wenig regnet, dann zu viel, weil es heiß ist und dann zu wenig heiß, weil Wind aufkommt, und dann wieder, weil es sowieso ein schlechtes Jahr ist. Selbst bei Rekordernten hört das Gezeter nicht auf, dann muss der Preis gestützt werden, weil es ja ein Überangebot gibt. Milchseen? Kein Problem – durch staatliche Förderung wird ein längst irrwitziges System immer weiter am Leben erhalten. Und dann der Blick in den Kuhstall – schaut doch einfach auf die vielen von uns aufgedeckten miserablen Bedingungen für die Kühe selbst! Da sollte vielleicht angesetzt werden, denn es sind nicht alle ‚die armen Bauern‘… für jemanden, der die ihm hilflos Ausgelieferten in den eigenen Fäkalien stehen lässt, hält sich unser Mitleid nämlich  sehr in Grenzen… Aber dieses Thema wird übersprungen, dafür schreit die Bauernkammer auf, wenn vegane Produkte eben auch mal Schnitzel heißen – weil ja KonsumentIn wohl in deren Augen zu dämlich ist, das ‚vegan‘ oder ‚vegetarisch‘ davor als das zu erkennen, was es ist! Auch diese Hürde, lieber LandwirtInnen, wird überwunden werden, und danach protestiert doch einfach gegen den Begriff ‚Scheuermilch‘, der könnte doch auch zu Missverständnissen führen. Oder Sonnenmilch. Die ist als nächstes dran, darf dann nur mehr als ‚Sonnenschutz-Gel‘ oder ‚-paste‘ bezeichnet werden…
Ja, und wenn es nicht das Wetter ist, gegen welches gewettert wird, dann ist es halt … der Wolf!
Im Prinzip ist es eh egal, denn sterben wird der Wolf in Österreich sowieso; wenn nicht legal, dann fällt so vielen Grünberockten auch ein anderer Weg nicht schwer – Fakt ist, so traurig das sein mag, kein Tier, welches nicht wirtschaftlichen Nutzen bringt oder Spaß zu Töten verspricht – da sind sich Bauern und Jäger einig – hat eine Berechtigung in unserem Land zu leben. Wenn Jagd verboten wäre, was glaubt Ihr, würdet mit den Rehen passieren? Alle weg, weil die könnten doch einen Verbiss an Jungbäumen machen. Unfassbar, aber eine Einsicht drängt sich auf: Rehe dürfen wahrscheinlich auch nur deshalb leben, weil es eben die Jagd gibt. Und so schützt diese Tatsache ironischerweise vielleicht sogar diese Tiere als Gattung vor einem möglichen Aussterben…
Solange die ÖVP die Richtung bestimmt, solange, es steht fest, wird der Artenschutz auf das hässlichste untergraben.  
Der Verrat an ihm wird dann auch noch von der ‚Heimatpartei‘, wie sie sich seltsamerweise gerne nennt, fortgeführt (seltsamerweise deshalb, weil viele in deren Reihen den Begriff ‚Heimat‘ gerne mit einem anderen Banner als den rot-weiß-roten verbinden); die FPÖ, sie hat übrigens noch nie etwas zum Tierschutz beigetragen, außer sie sieht darin eine Chance andere zu verunglimpflichen – siehe ‚Schächten‘ - ist zumindest in diesem Punkt stets ein treuer Diener seiner Herren: wie anders kann man denken, hört man die Worte der Parteichefin aus Salzburg, Marlene Svazek: „Der Wolf ist längst keine vom Aussterben bedrohte Art mehr in Europa. Sein strenger Schutz ist überholt“. Noch Fragen? Zumindest eine Antwort: ja natürlich, die gute Frau ist selber Jägerin…
Foto: Wölfe sind hochintellegente Mitgeschöpfe; wer je mit ihnen in engeren Kontakt gekommen ist, kann sich ihrer Faszination nicht mehr entziehen!
Schon vor zwei Jahren machten wir auf die untragbare Problematik aufmerksam – heute aktueller denn je!
https://us12.campaign-archive.com/?u=934c73a0228dce0980c5a7fcb&id=13c822950e
Unser Artikel zum Artenschutz in Österreich, obwohl schon älter, ist leider ebenfalls genauso aktuell wie eh und je.
https://www.respektiere.at/comatix_news.php?newsid=1518
 
Aber noch ist Zeit zur Reaktion; die Einspruchsfrist beträgt ab Zustellung des Bescheids vier Wochen! Also, lehnt's Euch auf, schreibt's den Verantwortlichen Eure Meinung; lassen wir solche Artenschutzvergehen nicht mehr zu!

Bezirkshauptmannschaft St. Johann/Pongau
bh-st-johann@salzburg.gv.at

Agrarlandesrat Josef Schwaiger
schwaiger@salzburg.gv.at
info@oevp-sbg.at

salzburg@fpoe.at
marlene.svazek@fpoe.at

Landwirtschaftskammer Salzburg
office@lk-salzburg.at

Franz ‚Wolf und Weidewirtschaft nicht kompatibel‘ Eßl, ÖVP-Abgeordneter und langjähriger Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Arbeitsschwerpunkt laut der ‚Meine Abgeordneten‘-Homepage ‚TIERSCHUTZ!!!‘
franz.essl@​parlament.gv.at
 
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