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Anti-Jagd-Tage in Salzburg! Proteste beim Jägerball und vor der 'Hohen Jagd'!
Am Freitag fand er also statt, der 1. Salzburger Jägerball! Und der Versammlungsort hierfür war ein von den Grünröcken gut gewählter – irgendwo in einem der hintersten Gebäude des Stiftes St. Peter in der Salzburger Altstadt, abgetrennt von der ‚Außenwelt‘ nicht nur durch die uralten Klostermauern sondern auch noch durch einen riesigen Innenhof.
Dazu hatte die Jägerschaft gegen unliebsame DemonstrantInnen noch weiter vorgesorgt: man nütze die neue Gesetzeslage zu einem Zweck, für welchen diese (hoffentlich) nicht geschaffen worden war - nämlich dazu, sofort bei der Festlegung des Eigenen-Interessens-Termins zusätzlich an allen Zugängen zum Stift auch noch selber ‚Pro-Jagd-Kundgebungen anzumelden, im Wissen, dass damit erwartete ‚Gegendemos‘ nun zusätzlich jeweils 50 Meter Abstand halten müssen. Somit, chancenlos zu reagieren, wollte man uns ins totale Abseits verfrachten. Doch so einfach ist das mit uns nicht, denn wir sind innovativ! :)
Und deshalb überbrückten wir die Distanz letztendlich mit umso lauteren Skandieren. Mehr als ein Dutzend KundgebungsteilnehmerInnen waren gekommen, um der Jägerschaft ein ‚Herzliches Willkommen‘ zu heißen. Auch Gevatter Tod war dabei, mit seinem so treffenden Schild ‚Welcome to my paradiese‘!
Ganz in diesem Sinne setzten pünktlich eine halbe Stunde vor dem Einlass nicht enden wollende Sprechchöre ein, ‚Jäger raus – raus aus unsren Wäldern‘, war da zu hören, oder ‚Tiere haben Rechte, Jagd ist Mord‘. Aber auch andere, direktere Anreden konnten vernommen werden, ‚Du bist schuldig, Du machst mit, auf Kosten der Tiere ein Mords-Profit‘, etwa, oder ‚Schande, Schande – Schande über Euch‘. Etwas polemisch vielleicht, dennoch durchaus gerechtfertigt finden wir die Eigenkreation ‚Das Hirn ist leer, und kurz der Schweif – der Jäger ist: MUSEUMSREIF‘!
Im späteren Verlaufe des Protestes begann es auch noch zu Regen; der, gepaart mit der Kälte, setzte den AktivistInnen doch etwas zu, das Himmelsnass schaffte es aber selbstredend nicht, die Energie zu brechen. Bis zum Kundgebungsende, fast 1 Stunde nach dem Einlass, hallten die anklagenden Chöre durch die Salzburger Innenstadt, wohl selbst bis in die hinterste Ecke des Jägerballs hörbar, frei nach dem Motto: ‚Könnt Ihr – die Schreie der Tiere nicht hören, wir müssen Eure Ruhe stören!‘
 
Anmerkung: die von der Jägerschaft angemeldeten ‚Gegenkundgebungen‘ waren natürlich eine echte Farce, fanden so nicht wirklich statt. Lediglich jeweils ein Mädchen verteilte ein paar Flyer, an manchen der angemeldeten Standorte sollte dann auch gleich überhaupt niemand stehen. Gesetze derart zum eigenen Gunsten zu nützen, das darf dann auch nicht so stehen gelassen werden. Mal sehen, wie die Zuständigkeit dieses Faktum sieht…
 
Auch für die ‚Hohe Jagd‘ gestaltete sich die Anmeldung einer entsprechenden Kundgebung mehr als schwierig, artete fast zu einem Hürdenlauf aus. In den Jahren davor durften wir ja immer am Gelände selbst einen Protest abhalten (wo der Messebetreiber selbstverständlich als Hausherr fungiert, eine Kundgebung deshalb nur mit Einverständnis desselben stattfinden kann); dies wäre zwar auch heuer möglich gewesen, allerdings an einem Platz, der – nennen wir es vorsichtig - eine ‚mindere Frequenz‘ aufwiesen hätte; in Fakt wären dort nur einige Fahrzeuge zu- und abgefahren, einen direkten Kontakt mit Menschen – so wie es der Sinn einer Kundgebung ist – wäre nicht gewährleistet gewesen.
 
So versuchten wir die Anmeldung über die Versammlungsbehörde, also mit einem Standort zwar außerhalb des Geländes, auf öffentlichem Grund, aber natürlich so nah als möglich am Eingang zur ‚Hohen Jagd‘. Letztendlich durften wir an einer O-Bus-Kehre direkt bei der Zufahrt zur Messeveranstaltung stehen, ein Platz, der sich für unsere Anliegen letztendlich als gar nicht schlecht herausstellen sollte; zum einen mussten die aus Richtung Stadt kommenden BesucherInnen nämlich nun allesamt direkt an uns vorbei, zum anderen gab es uns die Gelegenheit, Gevatter Tod unmittelbar neben dem Zufahrtsschranken sämtliche MessegängerInnen grüßen zu lassen; mit seinem Schild ‚Welcome to my paradiese‘ erregte er große Aufmerksamkeit!
 
Und noch ein großes Plus ergab sich als Folge des Versammlungsortes: direkt neben uns gab es eine Bushaltestelle, wo dann viele, viele JägerInnen bei der Messe ankamen, oder im Gegenzug auf den öffentlichen Verkehr warteten, um wieder von der Veranstaltung weg zu kommen – eine ideale Gelegenheit, sich die Wartezeit mittels eines Gespräches mit den JagdgegnerInnen zu verkürzen! :)

Es sollten zwei interessante Kundgebungstage werden, mit einigen erfreulichen, anderen weniger erfreulichen Diskussionen gewürzt. Wichtig ist, unsere Anwesenheit fällt auf, regt auf, wird kritisiert und genauso gelobt – Fazit: JägerInnen, seid ehrlich, wären wir eines Tages nicht mehr vor Ort, wir würden Euch fehlen! :) Was aber umgekehrt nicht der Fall sein würde, so ehrlich müssen dann auch wir sein!

Anzumerken wäre vielleicht noch folgendes Ärgernis: JägerInnen behandeln TierschützerInnen sehr oft von oben herab; nicht dass wir deswegen ein Problem hätten, jede/r wie es ihm oder ihr beliebt. Aber woher diese so oft zu Tage getragene Arroganz denn kommt, das wäre dann doch interessant. Wir möchten jetzt keine Verallgemeinerungen anstellen, aber die Tendenz zu Gewaltakten, physischen wie verbalen, ist ohne jede Frage eine gegebene in der Jäger'kultur'. Eine vorwährende Verherrlichung totalitärer Strukturen ist ebenso augenscheinlich, wie die gehäufte Involvierung ihresgleichen in Mord- und Totschlag-Geschehnisse. Also, aus dieser Sicht gesehen ist es schon merkwürdig, dass WIR uns als bestenfalls 'Gesindl' und weniger nett als 'Der Hitler hätt gewusst, wie man mit Euch umzugehen hat' schimpfen lassen müssen, ist schon etwas seltsam; oder schizophren...

Ach ja, um noch kurz beim Delikt-Potential zu bleiben, während vor zwei Jahren eines unserer Transparente angezündet worden ist, wurde dieses Mal ein Demogegenstand gestohlen - schöne, heile Jägerswelt! 
Und weil die Messe selbst immer und immer wieder nach dem Schema ‚und täglich grüßt das Murmeltier‘ abläuft, können wir auch heuer wieder die Impressionen aus dem letzten Jahr einfach wiederholen:
Die Fachmesse ‚Hohe Jagd‘ am Salzburger Messegelände präsentiert sich Jahr für Jahr als DER Publikumsmagnet. An jedem Tag der Veranstaltung konnte man zur vollen Stunde in den Verkehrsnachrichten hören, dass sämtliche Zufahrten überlastet und die Parkmöglichkeiten erschöpft waren. Aus allen Teilen Europas sollten sie wieder in ihr Mekka kommen, jene, die den Krieg gegen die Tiere bis in die hintersten Winkel unseres Planeten weiterführen…
 
Foto: Lustig? Ja, für Kleingeister wohl schon...
Einen großen Anteil an den Messeständen nehmen, jedes Jahr gefühlt noch mehr, Anbieter ein, welche Auslandsjagden offerieren. Für ein paar Zehntausend Euro kann man dann in Namibia einen Elefanten töten oder für wenige tausend einen Bären irgendwo in Russland. Tendenz dieser ‚Angebote‘ ist stark steigend, denn in Zeiten des Wohlstandes ist die Großwildjagd längst nicht mehr nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Im Prinzip kann heute fast jedermann/frau eine solche Mordreisen buchen und dabei in die Abgründe der eigenen Seele tauchen…
Ist dem nicht schlimm genug, verstecken die Grünrücke die wahren Beweggründe (und die sind nun mal zu 100 % die Tötungsabsicht, also die Mordlust) auch noch hinter einer erbärmlichen Fassade von vermeintlichem ‚Tierschutz‘; sie würden mit dem Abschuss gar Artenschutz betreiben, da damit zum Beispiel Schutzgebiete für bedrohte Tierarten finanziert würden (für jene Tiere also, welche sie kaltblütigst abknallen); die Frage ist, wenn man der Errichtung solcher Schutzzonen so wohlwollend gegenübersteht, warum geht man dann nicht den direkten Weg und überweist die Summe einer Organisation, welche genau diese Arbeit macht? Ähnlich verhält es sich mit dümmlichen Aussagen wie ‚ich schieße Fleisch für die arme Bevölkerung‘ und dergleichen; das Kotzen könnte einem kommen, hört man derart tolldreiste Floskeln. Auch hier gilt: wäre es nicht besser, wenn man schon diese Intention verspürt, eine Menschenrechtsorganisation zu unterstützen oder selbst vor Ort Lebensmittel einkaufen zu gehen und an bedürftige Menschen zu verteilen? Diese sind ja – trotz der Trophäenjagd, welche doch angeblich den Einheimischen so viel Geld bringt – nicht schwer zu finden! Bitte überlegen Sie: glauben sie tatsächlich, dass auch nur eine arme Familie in diesen Ländern von der mörderischen Großwildjagd profitiert? In Ländern mit obskurer Rechtslage, mit horrender Korruption, mit oft diktatorischen Regierungen, wo die ganz wenigen Reichen in Gold baden und wo den ganz vielen Armen kaum einen Bissen zum Essen bleibt?
 
Fotos: wertvolle Mitglieder der menschlichen Gesellschaft? Oder doch tickende Zeitbomben?
Fazit ist: für was immer wir in diesem Zusammenhang Rechtfertigendes aus Jägersmunde hören, gibt es in der schönen deutschen Sprache auch einen gebührlichen Ausdruck: Jägerlatein! Manchmal scheint es, nun, da die Öffentlichkeit immer mehr zum Feind der JägerInnen wird, dass in deren Reihen einige Menschen extra dafür abgestellt sind, um sich den ganzen lieben Tag lang mit nichts anderem zu beschäftigen als mit dem Nachdenken darüber, was man ins Felde führen könnte, um die Jägerschaft wieder beliebter zu machen. Leider hat man sich, wahrscheinlich aus Mangel an möglichen Gutpunkten, dazu entschieden mit Polemik und Halb-Wahrheiten, bzw. gezielt gestreuten Unwahrheiten zu arbeiten.
 
Foto: Urlaubsparadies? Gut 99,5 % der Menschheit stellt sich darunter wohl etwas anders vor; wer sind dann hier jene, welche die eigene Einstellung hinterfragen sollten???
Was bleibt zur Thematik in unseren Ländern, in Mitteleuropa, zu sagen?
 
Immer wieder hören wir: die Jagd ist wichtig, sie schützt die Landwirtschaft. Außerdem helfen die JägerInnen den Tieren, zum Beispiel durch Zufütterung im Winter. Fakt ist, dass die jagdliche Hege in erster Linie dazu dient, eine möglichst große Anzahl möglichst prächtiger Tiere zum Abschuss zur Verfügung zu haben. Unter solchen Voraussetzungen leiden selbstredend jene Tiere am meisten, die diesem Ziel zuwiderlaufen – besonders Beutegreifer wie Fuchs und Mader, welche als Konkurrenz gesehen und erbarmungslos verfolgt werden. Darüber hinaus werden durch Jägershand die Lebensbedingungen in der Natur gezielt zugunsten jagdbarer Tiere verändert. Tiere, die nicht gejagt werden dürfen und deshalb für die Jägerschaft uninteressant sind, werden teilweise oder vollkommen verdrängt.
Oder in anderem Falle, dann, wenn sich Arten auch als Trophäen gut machen, brutal ermordet – siehe Luchse in den OÖ-Kalkalpen, wo im Zuge eines Wideransiedlungsprojektes innerhalb kürzester Zeit kein einziges männliches Tier übrig geblieben ist; einige der Mordopfer sind wohl für immer verschwunden, andere wieder aufgetaucht – in Kühlvitrinen, vorbereitet zum Ausstopfen!
 
Foto: JägerInnen-Humor; schon witzig... oder????? Was würde wohl ein Psychologe dazu sagen?
JägerInnen fördern die Artenvielfalt? Aha, bitte denkt an die Entwicklung in den letzten Jahre, an unsere Proteste vor dem Parlament und dem Landhaus in Niederösterreich – egal ob Biber, Fischotter, Krähen, Kormoran – allesamt eigentlich streng geschützte Tierarten – es wird wieder zum großen Halali geblasen… im Moment ist der Wolf das auserkorene Ziel der ‚Wir sind ja vielmehr Heger‘-Schaft. Sie werden sehen, es wird nicht lange dauern, bis das große Töten erneut beginnt…
 
JägerInnen behaupten: Wildfleisch wäre ein besonders gesundes Nahrungsmittel. Dem kann man erwidern: 1. Um es in der Jägersprache zu formulieren, alleine ein ‚weidgerechter‘ Schuss, also ein ‚Blattschuss‘, verbunden mit einem raschen Ausbluten des getöteten Tieres, ist die unabdingbare Voraussetzung, um eine einwandfreie Fleischqualität zu garantieren.  Werden aber Organe des Verdauungstraktes verletzt, was meistens passiert, treten Keime aus, die ganz schnell zur ernsten Gesundheitsgefahr werden. 1 Gramm Mageninhalt enthält bei Rotwild 30 Mill. Keime! Bei ‚Weidwundschüssen‘ ergibt sich daraus, dass das Fleisch innerhalb weniger Stunden in Fäulnis übergeht. Ein verspätetes Aufbrechen der Tiere, wie es bei krankgeschossenen dann die Regel ist, führt demnach dazu, dass das Fleisch für den Verzehr nicht mehr geeignet ist. Wenn man nun bedenkt, dass nur ca. 25 % der Tiere tatsächlich einen Blattschuss erhalten, also 75 und mehr % aller erschossenen Wesen lebensgefährlich verletzt werden und oft noch stundenlang unter extremsten Schmerzen weiterleben, ergibt sich ein geradezu desaströses Bild in Bezug auf Fleischqualität. Ebenso ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass bei der Jagd die ansonsten so strengen Lebensmittel-Hygienevorschriften nicht eingehalten werden, es muss für eine saubere Unterlage gesorgt sein, für saubere Messer – diese dürfen zum Beispiel nicht auf die Erde gelegt werden – für ein Ausspülen der Wunden mit Wasser und eine schnellstmögliche Kühlung. Weiters dürfen erlegte Tiere nicht offen oder gar übereinandergestapelt transportiert werden. Wer je eine Treibjagd gesehen hat, weiß, dass diese Anordnungen nur seltenst eingehalten werden.
 
Foto: unfassbar! Warum lässt man Jahr für Jahr zu, dass Kinder an den Waffen hantieren?
Kinder an die Waffen! Es sind genug für alle da!!!
Schießkino - inklusive Blutspritzer beim Treffer!
Foto: aber auch 'Frau' ist nicht gefeit vor der Anziehungskraft blankpolierter Schusswaffen...
2. Auch interessant: die Jägerschaft behauptet doch immer, sie würde vor allem alte und kranke Tiere schießen – wie verträgt sich eine solche Aussage mit dem plötzlichen Wunsch nach ‚gesundem‘ Fleisch‘?
 
Auch in diesem Punkt gibt es ein Fazit: Wenn jemand wirklich gesund essen möchte, sollte er oder sie doch einfach zum nächsten Bio-Gemüsebauern einkaufen gehen, anstelle dafür Tiere zu töten. Wenn Fleisch unbedingt benötigt wird, dann sollte es zumindest aus möglichst artgerechter Tierhaltung stammen; und hier sind wir schon wieder bei der Entlarvung einer Jäger-Mär: Wildfleisch wäre ja so gesund, den Tieren würde es so viel besser gehen als jenen in den Fleischfabriken; das stimmt auch so, aber die Frage ist halt nur: muss man sie deshalb töten, wäre es, wenn man auf diese Weise argumentiert, nicht ebenfalls empfehlenswert, sich für bessere Bedingungen der ‚Nutz’tiere einzusetzen, anstatt sich über die derzeitigen zu mokieren und in den Wald raus zu gehen und zusätzlich völlig Unschuldigen das Leben zu rauben? Und: können wir also davon ausgehen, dass JägerInnen, die dann doch zum überwiegenden Teil – ich gehe von 100 % aus – auch Kühe, Schweine, Puten und Hühner essen, deren Fleisch nur und ausschließlich aus Bio-Haltung kaufen? Weil alles andere wäre dann bloße Heuchelei!
 
Überhaupt, sollten für den Fleischverzehr langsam nicht viel eher moralische Werte herangezogen werden, anstatt ständig nur triviale Gründe wie ‚Geschmackserlebnis‘ zu nennen?
 
Jagdgewehr aus dem Action-Kino...
Fotos: da werden wohl keine Worte benötigt...
Vielleicht auch ganz interessant: alleine im kleinen Salzburg gibt es mehr als 10 000 JägerInnen! Österreichweit sind es dann mehr als 120 000 – ergibt pro Quadratkilometer in etwa 1,5 JägerInnen – flächendeckend, also auch die Großstädte miteinbezogen; lässt man solche Orte weg, kommt man schnell auf mehrere Jäger pro Einheit, fühlt man sich von den Grünröcken geradezu umzingelt! Diese ermorden dann auch rund 760 000 Tiere im Jahr, darunter 413 000 Schalenwild, rund 100 000 Hasen und 67 000 Füchse (Salzburg: 22 000 Rot- und Rehwild, dazu 2800 Gamswild, 2500 Hasen, 3300 Füchse), so zumindest weist es die Statistik Austria für das Jagdjahr 2017/2018 aus. Rechnen wir um, sind das rund 87 Tiere jede Stunde, 1,5 pro Minute, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr…
 
In einer Radio-Diskussion im Jahre 2016 erläuterte der damalige Landesjägermeister von Salzburg uns gegenüber: Zur Jagd gehört auch die Freude am Erlegen – jetzt eine wichtige Frage: die Jäger repräsentieren rund 1,5 % der Bevölkerung. Wenn für die restlichen 98,5 % aber ein Töten unvorstellbarer Wahnsinn ist, wessen Einstellung ist dann zu hinterfragen?
 
Foto: das 'schöne Geschlecht' ist endgültig angekommen in der Mordmanns-Zunft...
Jagd ist Leidenschaft, hören wir oft - Leidenschaft kann höchst positiv besetzt sein, zum Beispiel wenn man von Liebe spricht oder im Sport etwa; wenn Leidenschaft aber darin gipfelt, dass ein Lebenswesen getötet wird, so disqualifiziert sie sich wie im Falle der Jagd auf bloße Blutgier und Mordlust.
 
Abschließend möchten wir noch den weltbekannten Bestsellerautor und Förster Peter Wohlleben zu Wort kommen lassen. Der gute Mann meinte unlängst in einem Interview mit dem ‚Schweriner Volksblatt‘: ‚Wenn man die Regulierung der Bestände der Natur überlassen würde, müsste unter Umständen gar nicht mehr gejagt werden, und das Töten hätte ein Ende.‘ Auf die Frage ‚Sie möchten die Jagd abschaffen?‘, antwortete er: ‚Die Jäger wären darüber sich nicht glücklich. Da würde es wohl große Widerstände geben. Aber einen Versuch wäre es wert.‘
 
Dem können wir uns nur anschließen.
 
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