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Während ich diese Nachricht schreibe, schneit es dicke Flocken vor dem Fenster meines Studios. Als kleinen Lichtblick sende ich dir den Titel „Sunn”. Er ist der einzige Song meiner „Lieder vom Tanzen und Sterben”, der mit einem Dur-Akkord beginnt. Du kannst ihn hier herunterladen: Nur kurze Zeit für AbonentInnen. 

Mein Soloprojekt ist im November gestartet. Seitdem habe ich zehn Konzerte gespielt. Morgen, am 3. Februar 2017, findet bereits das Nächste im Kramladen in Wien statt. Dazu verlose ich zweimal zwei Freikarten. Antworte einfach auf dieses Mail mit deinem vollständigen Namen. Die Gewinner_innen hören morgen Früh von mir.

Weiter unten findest du drei spannende Outtakes von „Sunn”: Die allererste Demo, eine Pop-Version und einen verzerrten Klavier-Edit. Nach diesem harmonischen Höhenflug wähle ich nächstes Monat wieder eine rauere Gangart. Es erwartet dich der bisher experimentellste Teil dieser Sammlung.

Danke fürs Zuhören,
Paul
Offizielle Live-Shows

03/02 Wien, Kramladen
10/02 Linz, Stadtwerkstatt
11/02 Graz, club wakuum
03/03 Vöcklabruck, OKH
06/05 Rottenmann, Gasthof Hofer
07/05 Villach, Kulturhofkeller

Liedtext „Sunn”

I griaß da die Sunn
Griaß du ma mei Dahoam 
De Kotz, de Bonk, des Haus, des Doch von uns

I griaß da des Meer
Griaß du ma meine Leit
Die Freind, den Rausch, die Tschick, des Bluat, des Gift

Wonn i wieder kimm
Schau, dass ois so is wias wor
Da Stoiz, da Neid, die foischn Hund, und wir

Und wie i fliag
Wünsch i mi wieder zruck
Zum Doch, dem Haus, da Bonk, da Kotz, zu uns

Du hupfst mitn Kopf voran
Mit an Luftballon um die Fiaß
De Stiagn, des Doch, des Haus, da Ort is nur a Punkt
Hebts die aufi fost zum Mond
Liner Notes „Sunn”
Folk, Pop, Grind

Dass mein Soloprojekt keinem fremden Anspruch genügen muss, war von Anfang an klar. Trotzdem ziehe ich mit meinen Songs oft lange Schleifen, bevor ich an ihre Essenz gelange. Ein gutes Beispiel dafür ist „Sunn”. Ich habe ein paar alte Demos zusammengetragen, anhand derer du die Entstehung nachhören kannst. Die erste Version ist etwa ein Jahr alt: sunn_demo. Du hörst, wie ich auf meiner Gitarre trommle und dazu ein paar Textideen ausprobiere. Im Zentrum steht der Refrain, der auf allein drei B-Seiten wiederkehrt. Diese Skizze habe ich später sauber aufgenommen und in ein glattes Soundkorsett gesteckt: sunn_pop. Grundsätzlich funktionierte der Song in dieser Form. Ich war allerdings noch nicht zufrieden. Wenn ich an diesen Punkt gelange, lasse ich das Material meist durch den Fleischwolf laufen. Ich dekonstruiere und streiche, bis nur noch das Skelett des Songs übrig bleibt: sunn_piano. Das Klavier habe ich während meiner Mittagspause aufgenommen, als ich noch als Musiklehrer in einer Volksschule in Floridsdorf gearbeitet habe. In der finalen Version habe ich das Piano durch meine Gitarre und eine staubige Orgel ersetzt. Erst nach diesem Edit habe ich beschlossen, Hook und Refrain ersatzlos zu streichen.
(c) Julian Simonlehner
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