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Liebe Leserinnen und Leser,

gibt es tatsächlich um den uns am nächsten gelegenen Stern nicht nur einen einzelnen Planeten, sondern gar ein ganzes Planetensystem? Die Entdeckung von mindestens einem Kuipergürtel-ähnlichen Ring um Proxima Centauri könnte zumindest darauf hindeuten. Das zeigt einmal wieder, welche faszinierenden Entdeckungen sich sogar in unmittelbarer Nähe unseres Sonnensystems noch machen lassen.

Wobei »unmittelbare Nähe« natürlich im astronomischen Sinne zu verstehen ist, wo eine Entfernung von etwas mehr als vier Lichtjahren als »Katzensprung« gilt. Für uns Menschen, die wir uns bislang nicht weiter von der Erde entfernt haben, als die rund 400.000km während der missglückten Mondmission von Apollo 13, sind vier Lichtjahre noch immer ein verdammt weiter Weg. Mit unserer guten alten Erde sollten wir daher besser etwas pfleglicher umgehen.
 
Das ändert natürlich nichts an der Faszination der nicht ganz so fernen Welten in unserer Nachbarschaft. Über Proxima Centauri und die dortigen Planeten werden hoffentlich bald weitere Beobachtungen – auch von Teleskopen der nächsten Generation – mehr verraten. Und vielleicht wird es ja auch etwas mit dem ambitionierten Starshot-Projekt, in dessen Rahmen Mini-Sonden zu unserem stellaren Nachbarn geschickt werden sollen. Wir leben in spannenden Zeiten...
Und damit viel Spaß beim Lesen des Newsletters!
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Das eVscope kommt: Crowdfunding schießt durch die Decke

Fast ein Jahr lang waren die französischen Erfinder und später ein amerikanischer Partner mit zwei Prototypen auf Tour gewesen: Auf Messen und vor allem unter dem echten Himmel wurde demonstriert, was das ungewöhnliche »Enhanced Vision Telescope« kann. Seit dem 25. Oktober läuft nun das einmonatige Crowdfunding für die Umsetzung des Projekts in industrieller Fertigung – und die Zielgruppe war offensichtlich in Scharen überzeugt worden: Binnen Minuten (!) waren alle 150 Vorbestellungen zum Super-Schnäppchen-Preis von 999 US-Dollar gebucht, womit das vorgegebene Ziel der Kampagne von 150.000 Dollar mit einem Schlag erreicht war. Und es ging immer weiter: Elf Tage später waren auch die folgenden 1000 Exemplare für nunmehr 1299 US-Dollar bestellt, und am 9. November waren schon über 1,7 Mio. Dollar auf dem Konto. Jetzt kostet ein eVscope über die Kampagne 1499 Dollar (jeweils zzgl. Mehrwertsteuer) – immer noch weniger als dann ab Ende 2018 im Handel.

Bei dem Instrument handelt es sich um einen 4-1/2-Zoll-Reflektor, der an Stelle des Sekundärspiegels einen IMX224LQR-Chip von Sony mit 1305×977 Pixeln trägt: Die fixe Auflösung ist 1,7 Bogensekunden pro Pixel, das Bildfeld also 37×28 Bogenminuten. Das Farbbild wird fortwährend aufintegriert, unter Ausgleich der Bildfeldrotation, und auf einem OLED-Display auf dem Teleskoptubus wiedergegeben, das eine Okular-artige Lupe betrachtet.

Ausgedehntere Nebel werden so schnell, kontrastreich und in Farbe sichtbar, etwa der Orionnebel unter ziemlich schlechtem Himmel während der einzigen Demo in Deutschland (als er auf dem Display noch deutlich knackiger aussah). Für kleine Deep-Sky-Objekte oder Planetares ist das eVscope weniger geeignet, dafür liegt die stellare Grenzgröße aber weit über dem, was bei gegebenem Himmel ein Okular im direkten Durchblick zeigen würde, so dass durchaus auch an echte amateurastronomische Anwendungen gedacht werden kann. Vor allem aber könnte das eVscope, das über ein Smartphone gesteuert wird und sich völlig selbstständig mittels Sternmustern am Himmel orientiert, ganz neue Zielgruppen für die praktische Astronomie begeistern.
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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