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Liebe Leserinnen und Leser,

auf welche astronomischen Ereignisse freuen Sie sich im kommenden Jahr besonders? Ist es die für lange Zeit letzte von Mitteleuropa aus gut sichtbare totale Mondfinsternis gleich zu Jahresbeginn, der Merkurtransit im November oder doch ein ganz anderes Ereignis? Im zweiten EXTRA-Heft von Abenteuer Astronomie, dem Himmels-Almanach 2019, finden sie auf jeden Fall wieder eine große Auswahl an astronomischen Highlights des kommenden Jahres. Der Almanach ist ab heute am Kiosk erhältlich.

Himmels-Almanach 2019Wie schon in den vergangenen Jahren enthält der Almanach wieder Themen sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. So finden sich darin beispielsweise ausführliche Beiträge und Beobachtungstipps zu Bedeckungen ferner Sterne durch den Mond und durch Asteroiden – ein Betätigungsfeld, auf dem Amateure wichtige Daten zur Charakterisierung von bislang kaum untersuchten Asteroiden liefern können.

Auf der anderen Seite finden Sie im Almanach 53 Wochenübersichten, jede mit einer Kurzzusammenfassung der jeweiligen Highlights der Woche. Die kleinen, von unserem Redaktionsmitglied Paul Hombach verfassten Texte bieten Antworten auf so manche Anfängerfrage. Wer beispielsweise wissen möchte, was die beiden hellen Punkte sind, die er auf dem Nachhauseweg am Abend am Himmel gesehen hat, sollte hier eine Antwort finden.
Doch nun wünsche ich Ihnen erst einmal eine spannende Lektüre dieses Newsletters.
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Ausgebrummt: Sonnenfinsternis legt Bienen still

Im Kernschatten des Mondes stellen Bienen jedwede Sammel- und Flugaktivität ein, aber bis kurz vor der Totalität, wenn es in der tiefen partiellen Phase einer Sonnenfinsternis schon ziemlich dunkel geworden ist, fliegen sie noch, wenn auch anders als am helllichten Tage und auch direkt nach Ende der totalen Verfinsterung wieder: Das ist das Ergebnis der vermutlich ersten systematischen Studie des Verhaltens von Bienen bei einer totalen SoFi, die vage frühere Beobachtungen bestätigt. Möglich gemacht hatte die groß angelegten Beobachtungen mit automatischen Messgeräten der praktische Verlauf des Totalitätsstreifens im August 2017, der sich 5000km quer über die USA zog, 100km breit. An elf Standorten von Oregon bis Missouri hatten die Forscher – stark unterstützt von »Bürgerforschern« und ganzen (von der Aufgabe hellauf begeisterten) Grundschulklassen, rund 400 Freiwilligen insgesamt, Mikrofone zwischen Blumen aufgebaut, um das charakteristische Brummen diverser Bienenarten auf der Nektarsuche aufzunehmen. 16 Aufzeichnungen waren schließlich auswertbar – und allen war gemein, dass in den Minuten der Totalität völlige Ruhe einkehrte. Nur eins der 16 Mikrofone fing einmal ein kurzes Brummen ein.

Vor und nach der totalen Phase dagegen waren die Insekten – überwiegend Hummeln  und Honigbienen – noch aktiv gewesen, wobei sie bei fallendem Licht aber zunehmend länger brummten: Flogen sie langsamer von Blüte zu Blüte (weil sie sich im Halbdunkel schlechter orientieren konnten, wie es auch am Abend beobachtet wird) – oder flogen sie nun längere Strecken, zwecks Heimkehr in die Kolonien wie jeden Abend? Beides wäre plausibel, doch dazu geben die Daten leider direkt nichts her (bei der SoFi 2024 will man die Frage mit verfeinerter Mikrofontechnik klären). Wohl aber steckt in den Daten – nach Bearbeitung mit mehreren statistischen Methoden – die Erkenntnis, dass der Lichtabfall der dominante Faktor war, der das Bienenverhalten veränderte und nicht die gleichfalls absinkende Lufttemperatur. Und dass die Finsternis mitten am Tag stattfand, war egal: Der Lichtabfall als »falscher Abend« bestimmte das Verhalten komplett, was als zentrale Erkenntnis der Studie gilt. Nun sind manche Bienen auch in dichten Wäldern auf Nahrungssuche, es stehen ihnen also auch bei wenig Licht durchaus Möglichkeiten für sicheren und zielgerichteten Flug zur Verfügung. Aber beim plötzlichen Einbruch der Dunkelheit durch den heranrasenden zentralen Mondschatten können derlei Programme wohl nicht abgerufen werden.
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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HIMMELS-ALMANACH 2019: Der Wegweiser für das gesamte Jahr – astronomische Ereignisse Woche für Woche

Liebe Leserinnen, liebe Leser, auch 2018 gibt es als zweites Extra-Heft von Abenteuer Astronomie wieder unseren Himmels-Almanach. Sternfreunde erfahren hier alles darüber, was der Himmel im kommenden Jahr zu bieten hat. Das bewährte Konzept wurde [...]

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Als sich im Sommer die Planeten mit einer guten Sichtbarkeit präsentierten, bot sich für zahlreiche Amateurastronomen eine gute Gelegenheit, in die Planetenfotografie einzusteigen. Im vorangegangenen Heft von Abenteuer Astronomie ging es um das notwendige Equipment [...]

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Bei einfachen Teleskopen ist es teilweise sehr störend: die Aufspaltung des Lichts in seine farbigen Bestandteile, wenn es an schrägen Flächen gebrochen wird. Nun lässt sich dieses gebrochene farbige Licht aber auch untersuchen. Hierfür nutzte [...]

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2015 TG387, ~300 km groß: ein dritter Vertreter der Inneren Oortschen Wolke

Der erste Fund war (90377) Sedna gewesen, entdeckt vor 15 Jahren, dann kam mit 2012 VP113 ein zweiter – und nun ist mit 2015 TG387 ein dritter Himmelskörper entdeckt worden, der das Sonnensystem auf eine [...]

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Schroffer Asteroid Ryugu erschwert das Probensammeln für Hayabusa 2

Bis auf 22,3 Meter an die Oberfläche des Asteroiden Ryugu heran hat sich der japanische Orbiter Hayabusa 2 heute gewagt, im Rahmen des Manövers „TD1-R1-A“, was für ‚Touchdown 1, Rehearsal 1-A‘ steht: die Wiederholung des [...]

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Große Lagerräumung bei Oculum – Aktion verlängert bis zum 31.10.2018!

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