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Liebe Leserinnen und Leser,

geht es Ihnen auch so? Zu manchen Raumsonden entwickelt man irgendwie ein fast schon emotionales Verhältnis. Ich erinnere mich noch gut an die »Gespräche« zwischen der ESA-Kometensonde Rosetta und dem kleinen Lander Philae über den Kurznachrichtendienst Twitter. Beinahe vergas man dabei, dass es sich hier nur um eine geschickte Form der Wissenschafts-PR handelte.

In wenigen Wochen müssen wir nun wieder Abschied nehmen von einer Raumsonde, die uns über Jahre mit spektakulären Ansichten und Daten aus dem Saturnsystem versorgt hat. Bei der NASA ist man sich der Emotionalität dieses Augenblicks offenbar bewusst: Auf den PR-Bildern der Raumfahrtbehörde wird das eigentlich wenig glamouröse Ende von Cassini in der Atmosphäre als romantische Sternschnuppen-Szene am Saturnhimmel dargestellt – zu sehen übrigens auch als Titelmotiv der aktuellen Ausgabe von Abenteuer Astronomie, die Sie seit einer Woche am Kiosk erhalten.

Für alle, die zur Sonnenfinsternis in die USA reisen und keine regelmäßigen Leser von Abenteuer Astronomie sind, haben wir übrigens ein extra Themenpaket aus drei SoFi-Artikeln geschnürt, das jetzt im Oculum-Shop zum Download erhältlich ist. Wenn Sie also noch ein paar Tipps für die Reise brauchen...
Und damit viel Spaß beim Lesen!
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Das Leben auf der Erde bleibt für’s erste...

Wie das Leben auf der Erde entstanden ist, darüber wird wie eh und je gestritten – aber da es nun einmal da ist, bleibt es auch: Das ist das Ergebnis einer ziemlich kuriosen Studie über denkbare kosmische Katastrophen und ob sie in der Lage wären, die Erde wieder vollständig zu sterilisieren. Dazu wurden speziell die kuriosen Bärtierchen betrachtet (der Tierstamm Tardigrada), millimetergroße achtbeinige Tiere, die mit rund 1000 Arten in vielen Lebensräumen der Erde vorkommen – und sich als besonders unverwüstlich entpuppt haben, auch in brutalen Laborversuchen.

Primitive Lebensformen sind sie durchaus nicht, dafür aber mit einer Fülle erstaunlicher Schutzmechanismen ausgestattet: Bärtierchen überleben kurzzeitig 1° über dem absoluten Nullpunkt ebenso wie +150°C und Jahrzehnte bei -20°C, sie halten es im Vakuum des Weltraums aus (das wurde tatsächlich experimentell getestet) und in der Tiefsee – und starke radioaktive Strahlung lässt sie auch kalt. Um die Erde zu sterilisieren, müsste ein kosmisches Ereignis die Grenzen selbst der Bärtierchen überschreiten, das war die Grundidee der Analyse.

Eine glaubwürdige Katastrophe, die das vermochte (bevor das Ende der Sonne gekommen ist natürlich, denn dann geht die ganze Erde verloren), war indes nicht zu finden. Konkret wurden Supernova-Explosionen und Gamma-ray-Bursts in Erdnähe und große Asteroideneinschläge untersucht: Die tödlichsten Wirkungen sind dabei jeweils Hitze und/oder Strahlung; eine Katastrophe, die der Erde ihre gesamte Atmosphäre rauben würde, fand sich gar nicht. Aber auch die nächsten möglichen Sternexplosionen und größten Einschläge schaffen es nicht, die Bärtierchen-Grenzen zu erreichen. Generell lässt sich für erdähnliche Planeten von einem halben bis eineinhalb Erddurchmessern sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer kompletten Sterilisierung verschwindend gering ist: Leben ist enorm zäh.

Die plakative Formulierung allerdings, dass die Bärtierchen die letzten Überlebenden auf der Erde sein werden, enthält einen fatalen Denkfehler: Sie müssen schließlich fressen – und wenn es ihre weit empfindlicheren Nahrungsquellen dahingerafft hat, helfen ihnen all die tollen Überlebensmechanismen auch nicht mehr...
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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