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Liebe Leserinnen und Leser,

mit der totalen Sonnenfinsternis in den USA am vergangenen Montag liegt vermutlich das astronomische Highlight des Jahres hinter uns. Sollten Sie, wie zwei unserer Redakteure und zahlreiche Mitarbeiter von »Abenteuer Astronomie«, selbst vor Ort gewesen sein, hoffe ich, dass Sie einen tollen Blick auf dieses faszinierende Schauspiel hatten. Vielleicht sind Sie ja auch mit einigen tollen Aufnahmen zurückgekommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese in unsere Astrofoto Community hochladen, damit auch die »Daheimgebliebenen« einen Eindruck vom »Abenteuer Sonnenfinsternis« bekommen. Eine Auswahl von Fotos der »Great American Eclipse« ist außerdem schon im nächsten Heft zu sehen.

Doch glücklicherweise hat das Hobby Astronomie weitaus mehr zu bieten, als »nur« Sonnen- oder Mondfinsternisse. Das ganze Jahr über finden Sie in »Abenteuer Astronomie« daher Beobachtungstipps für Anfänger und Fortgeschrittene, für Stadt- und Landbeobachter oder für Fernglasbesitzer. Die Zeit nach der SoFi muss also nicht langweilig werden. Auch hier können Sie sich übrigens von unserer Astrofoto Community inspirieren lassen: Zahlreiche Leser laden hier regelmäßig und aktuell die Ergebnisse ihrer nächtlichen Beobachtungen hoch.
Und damit viel Spaß beim Lesen dieses Newsletters!
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Sonnenfinsternis auf Amerikanisch

Gut 38 Jahre hatten sie warten müssen, bis endlich wieder der Kernschatten des Mondes Nordamerika berührte, und 99 Jahre hatte es gedauert, bis wieder ein Totalitätspfad von Küste zu Küste über die Vereinigten Staaten zog: Diesen Tatsachen war der Ruf der mit maximal 2 Minuten und 41 Sekunden eher kurz geratenen Sonnenfinsternis vom 21. August 2017 als »Great American Eclipse« zu verdanken – und nun ist sie schon wieder Geschichte. Und was für eine: Am Ende hatten nicht nur die klimatisch bevorzugten Bundesstaaten im Nordwesten gutes Wetter, sondern auch einige in der Mitte des Landes. Selbst an der statistisch benachteiligten Ostküste ließ sich die total verfinsterte Sonne mitunter blicken. Wie viele Millionen Auge sich tatsächlich auf sie gerichtet haben, und ob die »Große« wirklich die meistbeobachtete aller Zeiten war, werden vielleicht noch Analysen zeigen können (China 2009 und ggf. Europa 1999 haben da ein Wörtchen mit zu reden) – ein jede Dimension sprengender Ansturm in den 100km breiten Streifen ist jedenfalls ausgeblieben.

Aber wer konnte das vorher wissen? Die Seltenheit des Ereignisses, dessen Faszination die US-Medien durchaus zu transportieren wussten, und die prinzipielle Erreichbarkeit des Totalitätsstreifens für fast jeden Amerikaner mit einer überschaubaren Autofahrt, ließen diverse Behörden schon seit Monaten das Schlimmste – und zugleich so manchen Händler das Beste – erwarten: Die Finsternis wurde vorab zu einer größeren Naturkatastrophe mit Ansage erklärt, die Bevölkerung zu Hamsterkäufen ermahnt und manches Horrorszenario erdacht. Dass ausgerechnet Mitte August der Höhepunkt der Waldbrandsaison in den klimatisch ansonsten besten Staaten ist, trug nicht eben zur Beruhigung bei. Am Ende ging alles sehr viel glimpflicher aus: Zwar kam es punktuell zu großen Verkehrsstaus, die den Verlauf der Totalitätszone regelrecht auf die Landkarte zeichneten, aber weit weniger Volksmassen als erwartet, machten sich – abgeschreckt durch die bedrohlichen Szenarien? Nicht so begeisterungsfähig wie erwartet? Keinen Urlaubtag opfern wollend? - auf den Weg, und die amerikanische Infrastruktur hielt überall locker stand.

Auch zwei Redakteure von »Abenteuer Astronomie« hatten daher – dank gezielter Umgehung der Nadelöhre – keinerlei Probleme, der kurzen aber pittoresken Sonnenfinsternis in Oregon bei bestem Himmel ansichtig zu werden, wie ihre Bilder [https://bonnstern.wordpress.com/2017/08/21/das-war-die-great-american-eclipse-von-2017 | https://abenteuer-astronomie.de/bilderstrecke-usa-sofi-oregon/] bezeugen: Zu guter Letzt trübten weder Wasser- noch Qualmwolken den Blick auf die dank dreier langer Streamer wie ein V erscheinende Korona und erfreulich viele große Protuberanzen. Das mediale Echo auf das Himmelsschauspiel fiel im Lande überragend positiv aus: riesige Koronen auf den Titelseiten der meisten Zeitungen, begeisterte Statements von Erstbeobachtern und Leitartikel, die die Finsternis gar als ein seltenes die Nation einendes Phänomen in dunkler Zeit beschworen. Schlecht gelaunt waren nur diejenigen, die den ganz großen Reibach machen wollten und am Ende in die Röhre schauten: Exemplarisch eine als »Campingplatz« deklarierte simple Wiese in der Nähe der Zentrallinie im Osten Oregons, »nur 200 Dollar die Nacht« – auf der genau ein einsames Zelt stand ...
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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