Copy

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn es jemanden gibt, der in einer Kolumne einen Bogen vom letzten Mann auf dem Mond zum Südpol und wieder zurück spannen kann, ist es Daniel Fischer. In seiner Kolumne »Fischer am Freitag« befasst er sich heute mit der immer wieder geäußerten Kritik daran, dass die NASA nicht schon längst wieder zum Mond zurückgekehrt ist und der Behauptung, dass früher in Sachen Raumfahrt sowieso alles besser war.

Nicht Richtung Südpol, sondern ganz in den Norden führt Sie das Titelthema des neuen Hefts von Abenteuer Astronomie, das Sie ab heute am Kiosk und in unserem Online-Shop erhalten: Unser Herausgeber Ronald Stoyan hat alle Länder Nordeuropas bereist, von denen sich Polarlichter beobachten lassen und gibt exklusive Tipps für die eigene Polarlicht-Exkursion. Und wer immer schon einmal wissen wollte, ob sich die Kamera seines Smartphones auch für astronomische Fotografien eignet, erfährt dazu mehr in einem umfangreichen Beitrag von unserem Astrofotografie-Experten Ullrich Dittler. Im Wissensteil des Hefts widmen wir uns den unvorstellbaren Entfernungen im All und der Frage, wie man diese eigentlich messen kann.

Regelmäßige Besucher unserer Webseite werden es gemerkt haben: Einige Tage lang gab es hier nicht die üblichen Nachrichten aus Astronomie und Raumfahrt sowie Beobachtungstipps zu lesen, sondern nur den Hinweis, dass die Seite gerade nicht erreichbar ist. Grund war der Umzug der Website auf einen neuen Server. Der ist nun geschafft. Wir hoffen, die Website läuft jetzt stabiler und schneller als zuvor. Fast alles konnte auf den neuen Server umziehen – bis auf die Passwörter der User unserer Astrofoto-Community. Wenn Sie sich als solcher nun einloggen, nutzen Sie bitte die »Passwort vergessen«-Funktion, um ein neues Passwort zu vergeben.

Eine interessante Lektüre des Newsletters, viel Spaß auf unserer Website und mit dem neuen Heft von Abenteuer Astronomie.

Bis in zwei Wochen.

Ihr

Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie


Fischer am Freitag: Der Mond kann warten

Am 16. Januar ist er mit 82 Jahren gestorben: Eugene Andrew »Gene« Cernan, der letzte Mensch, der auf dem Mond stand. Am 14. Dezember 1972 war das, als er nach seinem Kollegen Harrison Schmitt wieder in die Landefähre Challenger von Apollo 17 stieg: vor über 44 Jahren. Cernan legte auf sein Alleinstellungsmerkmal nicht den geringsten Wert, im Gegenteil: Bis ins hohe Alter machte er sich dafür stark, dass die Menschheit auf den Mond zurückkehren möge und wetterte gegen die NASA-Führung und die US-Politiker, die stattdessen lieber zu neuen Ufern wie erdnahen Asteroiden und dann dem Mars als nächstem Fernziel aufbrechen wollen.

Der Mond hat als das mit Abstand am leichtesten erreichbare Ziel, auf dem ein Astronaut tatsächlich stehen kann, aber auch viele Fans - in den USA ebenso wie in Russland und China und bei der ESA. Deren neuer Direktor Jan Wörner träumt bei jeder Gelegenheit ebenso öffentlich wie vage von einem »Moon Village«. Aber ist es wirklich ein Skandal, dass seit 1972 niemand mehr auf dem Mond stand und mit Cernan nun bereits die Hälfte jener 12 Männer gestorben ist, die es so weit geschafft hatten? Hochgerechnet nach Sterbetafeln dürfte spätestens um das Jahr 2035 überhaupt kein »Moonwalker« mehr am Leben sein.

Bei der Verdammung angeblich unfähiger Weltraumpolitiker seit Präsident Nixon (der dem Space Shuttle den Vorzug vor erneuten Reisen über den niedrigen Erdorbit hinaus gab) wird verkannt, dass die Mondlandungen der Jahre 1969 bis 1972 eine regelrechte Anomalie der Geschichte waren: Sie stellten eine heroische Anstrengung dar, die es nicht gegeben hätte, wenn nicht US-Präsident Kennedy nach etwas Dramatischem gesucht hätte, um andere Länder so zu beeindrucken, dass sie sich lieber den USA und nicht der Sowjetunion anschlossen, die damals in der Raumfahrt noch die Nase vorn hatte. Mit kaum mehr fassbarem Glück gelang es nur zwölf Jahre nach dem Beginn der Raumfahrt dieses Vorhaben zu einem erfolgreichen Ende zu bringen - eine nachhaltige Strategie zur Expansion der Menschheit über seine viel beschworene »Wiege« auf der Erde hinaus steckte nicht dahinter. Mit der primitiven Technik der 1960er Jahre wären eine Weiterreise zum Mars auch verwegen gewesen. Noch heute stellt diese ein ungelöstes technisches, medizinisches und psychologisches Problem dar.

Das beste Analogon zur Mondreise sind wohl das Erreichen und die spätere permanente Besiedlung des Südpols. Nachdem Amundsen und Scott 1911/12 mit primitiven Mitteln und Einsatz aller Kräfte den Pol tatsächlich erreicht hatten (und nur eine der beiden Expeditionen die Rückreise schaffte), stand nicht weniger als 45 Jahre lang kein Mensch mehr am Pol: erst 1956 wieder, dann aber vergleichsweise komfortabel per Flugzeug angereist! Womit noch im selben Jahr auch der Aufbau der Amundsen-Scott South Pole Station begann, auf der seither vielfältige Forschung betrieben wird und die heute das ganze Jahr über bewohnt ist.

Warum soll es also mit der bemannten Raumfahrt jenseits der Raumstation nicht ganz genauso sinnvoll vorangehen? Wir sind jetzt in dem langen Intervall zwischen den aufopferungsvollen und sündhaft teuren Demonstrationen, dass es überhaupt geht und der Phase der bezahlbaren, Nutzen bringenden und nachhaltigen Ausführung. Da ist energische Arbeit an neuen Raumfahrttechniken wichtiger, als Apollo-artige Crashprogramme - und das Wehklagen, früher sei alles besser gewesen, hilft erst recht nicht.



Daniel Fischer
Redakteur
Abenteuer Astronomie

Februarhimmel: Wintersternbilder und Halbschatten-Mondfinsternis

Am Februarhimmel sind die Wintersternbilder abends optimal zu sehen. Venus ist weiterhin auffälliger Abendstern, auch Mars ist abends noch zu finden. Jupiter geht vor Mitternacht auf, Saturn zeigt sich am Morgenhimmel. In der Nacht vom [...]

weiterlesen »

Eine neue Sternwarte für Salzburg

Das »Haus der Natur« in Salzburg erhält eine neue Sternwarte: Ende vergangenen Jahres wurde das Projekt auf einer Pressekonferenz der öffentlichkeit präsentiert. Der 2,4 Millionen Euro teure Bau soll auf dem Haunsberg entstehen und bereits [...]

weiterlesen »

Unendliche Weiten – wie Astronomen das Universum vermessen

Wie weit sind die Sterne und Galaxien im Universum entfernt? Diese sehr einfache und doch ungemein wichtige Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Astronomen haben sich dazu eine komplexe Methodik ausgedacht, die oft als »kosmische Entfernungsleiter« bezeichnet wird: Deren Sprossen sind [...]

weiterlesen »

Polarlichter im Norden Europas – praktische Tipps für die eigene Polarlicht-Exkursion

Wer es einmal erlebt hat, den lässt es nicht mehr los: Polarlichter gehören zu den großartigsten Himmels- Schauspielen, die die Natur bereithält. In nur wenigen Flugstunden Entfernung von Mitteleuropa sind sie beinahe jede klare Nacht zu sehen. Drei bis fünf Jahre nach dem Aktivitätsmaximum der Sonne 2013/14 ist die Polarlicht-Aktivität jetzt am größten – Zeit für eine eigene Polarlicht-Exkursion. [...]

weiterlesen »

Der Himmels-Almanach 2017

Das Jahr 2017 bietet wieder viele Höhepunkte für Sternfreunde und alle, die es werden wollen. Damit Sie diese nicht verpassen, haben unsere Autoren die interessantesten Ereignisse für Sie zusammengestellt. Das Konzept hat sich nicht geändert: Woche für Woche zeigen wir Ihnen, was es am Himmel zu sehen gibt und was sich zu beobachten lohnt. Grafiken helfen Ihnen, die besprochenen Objekte auch zu finden, Experten geben Praxistipps, Hintergrundberichte verraten mehr zu den einzelnen Objekten. So findet sowohl der Einsteiger, als auch der erfahrene Amateurastronom interessanten Lesestoff. [...]

weiterlesen »

News

Termine

Kioskfinder Website Twitter Facebook Mail
Impressum | Mediadaten 
Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail, sondern verwenden Sie info@abenteuer-astronomie.de

Sie haben diese Nachricht als Abonnent von Abenteuer Astronomie erhalten, haben sich zu unserem Newsletter angemeldet oder wurden von einem Freund empfohlen.


Sie möchten diesen Newsletter abbestellen?
Schreiben Sie uns eine Mail und wir nehmen Sie gerne aus dem Verteiler.







This email was sent to <<E-Mail Adresse>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
Oculum-Verlag GmbH · Obere Karlstrasse 29 · 91054 Erlangen · Erlangen 91054 · Germany