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Liebe Leserinnern und Leser,

sollten Sie »Abenteuer Astronomie« noch nicht regelmäßig im Abonnement beziehen, finden Sie unser neuestes Heft ab heute an ausgewählten Verkaufsstellen. Es ist kein reguläres Heft, sondern das erste EXTRA-Heft des Jahres. Traditionell stellen wir im Frühjahr die aktuellen Neuerscheinungen vor: Ferngläser, Spektive, Teleskope, Montierungen, Kameras und Zubehör.

Im diesjährigen EXTRA Teleskope / Ferngläser erfahren Sie Näheres über mehr als 50 Produkte - und dies in Interviews, Kurzvorstellungen oder in ausführlichen Praxis-Checks. Letztere sind die Besonderheit unseres EXTRA-Hefts: Hier haben erfahrene Amateurastronomen die Neuigkeiten so unter die Lupe genommen, wie vielleicht auch Sie es tun würden, wenn Sie ein Gerät erstmals in der Hand halten. Unsere Autoren beschreiben ihre Erfahrungen - vom Auspacken, über das Aufbauen bis zum Ausprobieren. Näher dran an der Praxis geht kaum.

Über 20 dieser Praxis-Checks finden Sie im neuen EXTRA, was nur durch die Hilfe zahlreicher engagierter Autoren möglich war, die die Geräte für uns im Laufe des Winters ausprobiert und anschließend darüber geschrieben haben. Überhaupt sind die Beiträge von Amateuren, die ihr Hobby genauso lieben wie die Leser, ein zentraler Bestandteil der Zeitschrift - und wir freuen uns immer über neue Autoren mit neuen Ideen für interessante Berichte.

Viel Spaß beim Lesen und wir sind gespannt, wie Ihnen das neue EXTRA gefällt!

Ihr     
 


Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie

Die Eroberung des Weltalls ...

An diesem Montag geschah etwas Verblüffendes: Mit wenigen Stunden Abstand rollten nicht weniger als drei Raketen auf ihre Startrampen - in drei Ländern auf zwei Kontinenten. Und das Ziel ihrer Nutzlasten waren zwei verschiedene Raumstationen im Erdorbit - die eine permanent bewohnt, die andere noch ein Prototyp und nur zeitweise besetzt. Alle drei Starts haben inzwischen stattgefunden: Am Dienstag brachte eine Atlas V von Cape Canaveral in den USA aus einen Cygnus-Transporter auf den Weg zur Internationalen Raumstation, zu der am Donnerstag in Kasachstan eine Sojus mit zwei neuen Besatzungsmitgliedern aufbrach, die Stunden später auch schon andockten. Und ein paar Stunden später brachte in China eine Langer Marsch 7 das neuartige Fracht- und Tankschiff Tianzhou-1 auf den Weg zur chinesischen Raumstation Taingon-2. 

Einerseits waren alle Starts quasi Routine - auch der chinesische Start wurde wieder umfassend live im Fernsehen übertragen, so viel Selbstvertrauen hat man längst. Andererseits hat die zufällige Häufung plötzlich daran erinnert, dass der Mensch im niedrigen Erdorbit - beide Stationen kreisen in rund 400km Höhe - durchaus angekommen ist, ein halbes Jahrhundert nach den ersten Schritten. Und dort bleibt er auch noch eine Weile: Die ISS wird noch bis mindestens 2024 betrieben und China arbeitet bereits an einer eigenen größeren Station. In die sollen dann - inzwischen ein offenes Geheimnis - auch ausländische Gäste eingeladen werden: Insbesondere im ESA-Astronautencorps wird bereits fleißig Mandarin gepaukt. Dazu kommt womöglich noch eine kommerzielle Raumstation in Aufblastechnik von einer amerikanischen Privatfirma, die bereits ein Modul testweise an die ISS schreiben lassen durfte.

Die »Eroberung des Weltalls« ist seit den 1950er Jahren ein Schlagwort (und war ursprünglich der Titel eines Science-Fiction-Films), das seit Ende der Apollo-Mondflüge - letztlich einer technischen wie strategischen Sackgasse - verstaubt klingt: Immer nur am Rand der Atmosphäre um die Erde herum, das kann es ja nicht sein. Das sehen die Raumfahrtplaner hinter der ISS offenbar ebenso: Lange im Verborgenen, neuerdings aber auch öffentlich, denken sie über eine Raumstation in der Nähe des Mondes nach. Eine Station auf der Mondoberfläche, geschweige denn auf dem Mars, der eigentlich als das nächste große Ziel im Sonnensystem lockt, wäre noch einmal um ein Vielfaches komplexer und teurer. Aber eine »cislunare« Raumstation wäre doch ein nächster signifikanter Schritt - und zudem ein handfestes Ziel für Amerikas superteure SLS-Rakete und Orion-Kapsel.
 

Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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