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Liebe Leserinnen und Leser,

noch zwei Tage, dann ist Heiligabend. Hoffentlich haben Sie bis dahin all die Dinge geschafft, die Sie noch unbedingt vor Weihnachten erledigen wollten oder mussten. Beim Team von »Abenteuer Astronomie« ist dies die neue Ausgabe, die dann gleich im neuen Jahr in Druck gehen soll.
 
Apropos Team: Eine Zeitschrift wie »Abenteuer Astronomie« wäre ohne die zahlreichen Mitarbeiter »hinter den Kulissen« gar nicht realisierbar. Nicht nur die Kollegen in der Redaktion, sondern auch die im Verlag und im Layout haben ihren Anteil daran, dass unser Heft regelmäßig erscheinen kann. Dazu kommen natürlich noch unsere zahlreichen Autoren, die nicht nur Artikel verfassen, sondern auch Themen vorschlagen und die Redaktion auf ganz unterschiedliche Weise unterstützen. Für diese wertvolle Mitarbeit bin ich allen sehr dankbar.

Natürlich ginge auch nichts ohne Sie, die unsere Zeitschrift kaufen, unsere Website besuchen oder diesen Newsletter beziehen. Wir freuen uns, dass Sie uns 2017 die Treue gehalten haben. Vielen Dank dafür, ich hoffe, dass dies auch 2018 so bleibt.

Und damit wünsche ich Ihnen ein paar erholsame Weihnachtstage und alles Gute für das kommende Jahr. Mit diesem Newsletter machen wir übrigens jetzt für zwei Wochen Pause, unsere Website wird aber auch in dieser Zeit regelmäßig aktualisiert!
Bis 2018 also und viel Spaß beim Lesen
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Seltener Gast ʻOumuamua: Vieles bleibt rätselhaft...

Der stetige Fluss von Veröffentlichungen zum ersten interstellaren Besucher im Sonnensystem hält auch zwei Monate nach seiner Entdeckung an, aber die gesammelten Daten sind begrenzt: Zunehmend wird nun um ihre Interpretation gerungen. Sicher ist nur, dass ʻOumuamua aus dem interstellaren Raum kam und dorthin auch wieder verschwindet, dass er einen starken Lichtwechsel aufweist, dass er ein bisschen aber nicht ausgeprägt rot ist – und sich wie ein Asteroid und nicht wie ein Komet benimmt. Aber vieles ist inzwischen sogar wieder unklarer geworden als es zunächst schien: So zeigt die gemeinsame Analyse der kombinierten Lichtkurve mehrerer Teleskope, dass da unmöglich eine einfache Rotation vorliegen kann. Vielmehr dürfte das Objekt eine Taumelbewegung mit zwei verschiedenen Perioden gleichzeitig vollführen. Eine eindeutige Lösung dafür gibt es zwar nicht, aber es folgt gleichwohl, dass das Achsenverhältnis des Körpers kleiner als 5:1 und nicht etwa 10:1 sein dürfte – und damit gar nicht mehr extrem. Vielleicht ist es auch ein Doppelkörper mit bestimmten Farbunterschieden: Die Lichtkurve wäre dann noch einfacher zu verstehen. Auch der generelle Farbton ist verglichen mit Kleinkörpern des Sonnensystems nicht ungewöhnlich, wobei er zu bestimmten Asteroiden ebenso wie zu einem stark verkrusteten Kometenkern passt.

Modellvorstellungen sagen voraus, dass entstehende Planetensysteme an ihrem Rand Kometen in großer Zahl verlieren und diese dann in Scharen durch den interstellaren Raum ziehen: Praktisch alle interstellaren Besucher sollten mithin eigentlich Kometenkerne sein. Damit stehen nun zwei grundlegend verschiedene Szenarien im Raum: ʻOumuamua könnte ein quasi getarnter Kometenkern sein, der sich durch kosmische Strahlung eine harte Kruste um seine gefrorenen Gase verschafft hat und nun (dafür allerdings gäbe es zunächst keine naheliegende Erklärung) selbst in Sonnennähe nicht aktiviert wurde. Oder aber es ist doch ein felsiger Körper, der in der Nähe seiner Sonne entstand und dann trotzdem aus dem Planetensystem geschleudert wurde. So etwas wäre einfachsten zu erklären, wenn es sich bei seiner Heimatwelt um einen Doppelstern handelte: Solche Systeme verlieren Asteroiden und Kometen gleichermaßen. Spannende Diskussionen gibt es also gerade genug – aber die mit Abstand meisten Schlagzeilen machte in den letzten Wochen leider die reine PR-Aktion privater Alien-Jäger, die mit Radioteleskopen nach künstlichen Funksignalen lauschten. ʻOumuamua schwieg natürlich – was nun aber auch wieder nichts beweist: Der definitiv künstliche interstellare Besucher Rama in Arthur C. Clarkes legendärem Roman von 1973, zu dem es manch kuriose Parallele gibt, hielt schließlich auch Funkstille...
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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