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Liebe Leserinnen und Leser,

Smartphones sind inzwischen so leistungsfähig, dass sie viele Aufgaben übernommen haben, für die man früher noch separate Geräte benötigt hat: Sie dienen als Kalender, Notizblock, Navi, sind Computerersatz, manchmal sogar Telefon und verfügen zudem oft über eine erstaunlich leistungsfähige Kamera, die sich mit der passenden App in einen voll funktionsfähigen Stand-Alone-Guider verwandeln lässt. Glauben Sie nicht? Gut so, denn die Vorstellung einer solchen App erschien am 1. April auf unserer Website und war nicht ganz ernst gemeint.

Doch so unrealistisch, wie es sich anhört, mag dieser Aprilscherz vielleicht gar nicht sein. Wer hätte schließlich vor fünf oder zehn Jahren all das für möglich gehalten, was Smartphones heute schon ganz selbstverständlich leisten.

Für unser EXTRA Teleskope und Ferngläser haben wir daher Händler und Hersteller nicht nur nach den wichtigsten Neuheiten aus ihrem Hause gefragt, sondern auch nach ihrer Meinung zur Zukunft der Amateurastronomie und der künftigen Rolle von Smartphones. Die Antworten und Einschätzungen sind durchaus verschieden und sehr interessant.

Doch auch aktuell gibt es für Amateurastronomen jede Menge spannende Neuheiten auf dem Markt. Für unser EXTRA haben wir davon zahlreiche ausgewählt und einem gründlichen Praxis-Check unterzogen. Abonnenten sollten das Heft in den nächsten Tagen in ihrem Briefkasten finden, in der App ist es schon ab heute zu lesen, am Kiosk dann ab dem kommenden Freitag erhältlich.
Doch erst einmal wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre dieses Newsletters.
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Spontan-Debatte um eine »Galaxie ohne Dunkle Materie«

Gemeinhin läuft das im wissenschaftlichen Publikationswesen so: Da machen ein paar Forscher eine Entdeckung (oder glauben es wenigstens), schreiben sie als »Paper« auf und reichen die Arbeit bei einer Fachzeitschrift ein, die sie an Gutachter weitergibt und veröffentlicht, wenn diese zufrieden sind. Öffentliche Reaktionen aus dem Kollegenkreis sind anschließend eher rar und folgen höchstens Wochen oder Monate später in Gestalt weiterer Papers, die das erste diskutieren oder auch mal zu demontieren versuchen. Aber manchmal kommt es auch ganz anders: Als Ende März Pieter van Dokkum et al. über eine Galaxie, der es an Dunkler Materie fehlt berichteten und die vermeintliche Sensation dank mindestens acht Pressemitteilungen auch den Weg in zahlreiche Massenmedien fand, brach umgehend ein wahrer Sturm in den »sozialen Medien« los.

Es waren andere Fachastronomen, auf Twitter, Facebook und in ihren Blogs, die das Paper im Detail zerlegten: Zum einen zweifelten sie an der korrekten Massenbestimmung der (Zwerg-)Galaxie, die allein auf der Dynamik von zehn mutmaßlichen Kugelsternhaufen basierte – die übrigens selbst ziemlich rätselhafte Gebilde sind – und durch eine nahe große Galaxie empfindlich gestört sein könnte. Und ganz besonders echauffierten sich die Anhänger alternativer Gravitationstheorien, die van Dokkum et al. angesichts der mutmaßlich Dunkelmaterie-freien Galaxie keck für tot erklärt hatten (die Wortmeldung von Stacy McGaugh gehörte da noch zu den sachlicheren): Die kleine aber lautstarke Minderheit unter den Kosmologen konnte, oh Wunder, die Galaxie problemlos in ihr Weltbild einbauen.

Ganz spontan hatte sich da eine Art öffentliche Post-Publikations-Begutachtung entwickelt, wie es in der Astronomie nur alle paar Jahre einmal passiert: Waren die Kritiker – wie in mehreren der früheren Fälle – auf entscheidende Probleme gestoßen, die die Original-Autoren wie die Gutachter der Zeitschrift übersehen hatten? Schließlich meldete sich van Dokkum mit einer detaillierten Replik zu Wort, die natürlich die ebenso spannende wie technische Debatte nicht beendet hat – sie dürfte am Ende wieder auf formelleren Bahnen weitergeführt werden, in Gestalt weniger emotionsgeladener Papers. Und die Dunkle Materie, an der sich hier wieder einmal die Gemüter erhitzt hatten? Die bleibt trotz ihrer unbekannten Natur weiterhin ein zentraler Bestandteil der modernen Kosmologie, weil es schlicht keine brauchbaren Alternativen gibt, die die Gesamtheit der Beobachtungsdaten auch nur annähernd so gut erklären können.
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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