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Liebe Leserinnen und Leser,

die totale Sonnenfinsternis in den USA im August wirft, verzeihen Sie das Wortspiel, ihren Schatten voraus: Manche von Ihnen werden sicherlich schon Hotels gebucht, Routen geplant und Beobachtungsplätze ausgesucht haben. Letzte Tipps für die Reisevorbereitungen gibt es im Heft 10 von Abenteuer Astronomie, das ab heute in der App und ab Freitag nächster Woche auch im Handel erhältlich ist. Zudem ist auch der ausführliche Bericht zur Sonnenfinsternis in den USA aus Heft 5 zusätzlich als Download im Oculum-Shop erhältlich.

In Heft 10 findet sich noch ein weiteres Thema, das in den kommenden Wochen für Schlagzeilen sorgen wird: Das Ende der Mission der Saturnsonde Cassini. Wir blicken zurück auf die Ergebnisse einer spektakulären Erkundungstour, die unser Bild vom majestätischen Ringplaneten und seinen Monden erheblich verändert hat.

Zu Beginn des Monats fand in Bonn unser jährliches Redaktionstreffen satt. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Anregungen zum Heft, die ich an vielen Stellen in die Diskussion mit einbringen konnte. Kritik – und natürlich auch Lob – sind uns übrigens immer willkommen – zum neuen Heft, zur Website, zur Zeitschrift allgemein und zum Newsletter. Ich freue mich weiter von Ihnen zu hören.
Und damit viel Spaß beim Lesen!

Ihr
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Die Chinesen haben das »Beamen« erfunden! Wirklich?

Dramatische Schlagzeilen fluten seit ein paar Tagen das Internet: »China Just Became the First Country to Teleport Something into Space« – »First Object Teleported from Earth to Orbit« – »Chinesische Forscher haben zum ersten Mal ein Objekt teleportiert« – »Beam me up, Scotty! Scientists teleport photons 300 miles into space« - »China Has Now Successfully Demonstrated Teleportation To Space« usw. Ist »Star Trek« auf einmal Wirklichkeit geworden, geht »Beamen« – von »Objekten«, Personen gar, etwa wirklich, und wird die Raumfahrt bald überflüssig? Davon kann, man ahnt es, natürlich keine Rede sein, wohl aber von einem faszinierenden Experiment mit dem chinesischen Satelliten Micius, das einmal Bedeutung für die weltweite Kommunikation wie Kryptografie haben dürfte. Und es ist auch nicht allein.

»Ground-to-satellite quantum teleportation« heißt die Forschungsarbeit vom 4. Juli, die den Wirbel ausgelöst hat: »Quantenteleportation« ist ein vor einem Vierteljahrhundert eingeführter Begriff für die Übertragung des Zustands eines Quantensystems zwischen zwei Orten, wobei das System selbst aber nicht transportiert wird. Dabei macht man sich »verschränkte« Zustände zunutze, bei denen zwei gemeinsam entstandene Teilchen quantenmechanisch zunächst ein einziges System bilden und – auch wenn sie sich weit voneinander entfernt haben – für den Messvorgang eine Einheit bleiben. Solange die Verschränkung nicht durch Wechselwirkungen mit der Außenwelt wieder zerstört wird.

Einerseits macht diese starke Empfindlichkeit verschränkte Systeme für abhörsichere Kommunikation interessant, andererseits ist auf der Erde selbst für die für solche Experimente besonders gut geeigneten Lichtteilchen nach wenigen hundert Kilometern in den besten Glasfasern Schluss. Deswegen gibt es jetzt eine ganze Reihe von Experimenten mit Satelliten im Erdorbit, weil der (Laser-)Lichtstrahl nur die 100km Luft nach oben überwinden muss und den Rest der Strecke ungestört durch den Weltraum geht. Micius hatte in einem vorangegangenen Experiment bereits demonstriert, dass an Bord erzeugte verschränkte Photonenpaare zu zwei Bodenstationen in 1200km Abstand voneinander geschickt werden können.

Derweil gelang es in Japan, Quantenzustände vom viel kleineren Satelliten SOCRATES zu einem 1-Meter-Teleskop auf der Erde zu senden, während in Europa erfolgreich mit einem geostationären Satelliten experimentiert wurde. Das neue chinesische Experiment schaffte es nun, mit zahlreichen technischen Tricks einzelne Photonen-»Qubits« von einem Teleskop in Tibet bis zu 1400km weit zu Micius zu schicken, wo sie mit 80%-iger Zuverlässigkeit ankamen. Allein die Zahl der aktuellen Weltraumexperimente belegt die Bedeutung, die in aller Welt der Quanteninformatik beigemessen wird – mit der Raumfahrt als entscheidendem Hilfsmittel für ein mögliches künftiges »Quanten-Internet«. Aber ersetzt wird die Raumfahrt durch die Anwendung der Quantenverschränkung sicher nicht: Hier werden nur Informationen verschickt.
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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