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Liebe Leserinnen und Leser,

für mich als Hamburger, für den Süddeutschland praktisch schon südlich der Elbe, spätestens aber südlich der Kasseler Berge beginnt, ist die Doppelstadt Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg sehr weit im Süden der Republik. Trotzdem mache ich mich heute auf den Weg in die Stadt am Rand des Schwarzwalds, denn morgen, am 9. September, findet auf dem Messegelände die 12. Internationale Astronomie-Messe AME statt – fast schon ein Pflichttermin für Amateurastronomen und natürlich für »Abenteuer Astronomie« und den Oculum-Verlag.

Sollten Sie auch auf der AME sein, schauen Sie doch einmal am Stand des Oculum-Verlags vorbei. Dort gibt es zahlreiche Messeaktionen und so manches Schnäppchen. Noch mehr freuen würde ich mich aber, wenn Sie nicht nur vorbeischauen, sondern auch einmal persönlich »Hallo« sagen, denn nichts interessiert die »Macher« einer Zeitschrift mehr, als was die Leser eigentlich zum Heft sagen. Was finden Sie gut, was finden Sie nicht gut? Haben Sie Ideen und Wünsche für Artikel? Wir sind gespannt!

Gerade abgeschlossen haben wir übrigens die Arbeit an Heft 11 von »Abenteuer Astronomie«. Abonnenten sollten es in rund einer Woche im Briefkasten haben, auch in der App wird es dann verfügbar sein. Eines der Höhepunkte des Heftes ist ein Rückblick auf die Sonnenfinsternis in den USA. Zahlreiche Leser haben uns kurzfristig mit Fotos und Erlebnisberichten versorgt. Vielen Dank dafür!
Und damit viel Spaß beim Lesen dieses Newsletters!
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Dr. Stefan Deiters
Chefredakteur
Abenteuer Astronomie
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Fischer am Freitag

Mistkäfer und die Milchstraße

Die Forschungen hatten erstmals vor vier Jahren für Schlagzeilen gesorgt: In einer kurzen wissenschaftlichen Arbeit hatten schwedische und südafrikanische Biologen demonstriert, dass sich der Afrikanische Mistkäfer (Scarabaeus satyrus) offensichtlich an der Milchstraße orientiert, um des Nachts seine gewaltige Dungkugel in einer geraden Linie abzutransportieren. Weder den Mond noch helle Sterne benötigt sein kleines Gehirn, wohl aber das diffuse Lichtband am Himmel, um eine geradlinige Bewegung zu berechnen, die ihn möglichst effizient und zuverlässig von seinen Mitkäfern und Nahrungskonkurrenten weg führt: Das hatten gezielte Experimente im Planetarium von Johannesburg gezeigt, wo sich die Himmelkörper an der 18-Meter-Kuppel nach Belieben an- und ausschalten ließen.

Nun ist das exotische Thema abermals in den Fokus gerückt: Zum einen haben die Forscher – jetzt unter Leitung von James Foster, einem Postdoc an der Universität im schwedischen Lund – weiter mit dem Scarabaeus experimentiert und herausgefunden, auf welche Weise er die Milchstraße ausnutzt. Nämlich ähnlich wie ein Amateurastronom: Helligkeitsunterschiede von nur 13% kann das Käferauge wahrnehmen und verschiedene großräumige Strukturen in der Milchstraße unterscheiden! Diesmal waren die Insekten im Labor unter einer künstlichen Milchstraße aus LEDs getestet worden, deren Muster nach Belieben eingestellt werden konnte. Und um diese möglichst realistisch aussehen zu lassen, hatten sich die Forscher zunächst selbst als Amateurastronomen betätigt und an dunklen Orten in Südafrika Milchstraßenfotos gemacht.

Auch das ist aber noch nicht das Ende dieser Forschungen: Kürzlich besuchte Foster die Planetarien in Bremen und Osnabrück, um deren künstlichen Sternenhimmel ausgiebig zu fotografieren. Gesucht wird nach besonders realistischen Simulationen, unter denen weitere Insekten und auch andere Tiere gezielt getestet werden können. Denn die Erfahrung mit der erstaunlichen Milchstraßen-Beobachtung durch die ansonsten einfach gestrickten Mistkäfer legt den Verdacht nahe, dass derart komplexe astronomische Fähigkeiten im Tierreich viel weiter verbreitet sein könnten als bisher gedacht. Und Verhaltensforschung im Planetarium hat auch schon eine lange Tradition: Foster verwies den Autor auf eine Arbeit über die »Zugorientierung einer Mönchsgrasmücke unter künstlichem Sternenhimmel« (des Olbers-Planetariums in Bremen) – aus dem Jahre 1956!
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Daniel Fischer ist Redakteur bei Abenteuer Astronomie und unser Mann für wahrhaft astronomische Zahlen und Fakten. Sie können ihn befragen und sich mit ihm austauschen über redaktion@abenteuer-astronomie.de oder über unsere Facebook-Seite.
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