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Sommer | 25.07.2016
Newsletter
Sommer 2016Pünktlichkeitsoffensive | Beschwerderekorde16-Punkte-Plan verabschiedet | Offener Brief des Initiativkreis | Fluglärmschutzbeauftragte | Fluglärmschutzkommission | BUND Arbeitskreis Luftverkehr | Luftverkehr im Alten Land | Fluglärmmessstellen

Guten Tag!


Heute erhalten Sie den Sommer-Newsletter der BAW. Im Zentrum unseres Anliegens heute die Fluglärmbeschwerden, die einen absoluten Rekordstand seit der statistischen Erfassung in Hamburg eingenommen haben. Vor wenigen Tagen habe ich in unserer Veranstaltung in Poppenbüttel ein Beschwerdeaufkommen von 15.000 für das ganze Jahr 2016 prognostiziert. Doch noch nie wurden so viele Beschwerden eingereicht: 20.000 mal wurde NEIN! zum Fluglärm gesagt. Das ist ein überdeutliches Zeichen der Belastungen. Sie geben damit deutlich zum Ausdruck, dass Ihre ganz persönliche Belastungsgrenze schon lange überschritten wurde. Ich möchte Sie aufrufen weiterzumachen! Melden Sie jede Störung Ihrer persönlichen Lebensumstände durch den Luftverkehr! Machen Sie immer wieder deutlich, wie sehr Ihr Leben eingeschränkt wird, wenn es wieder zu spät, zu laut, zu tief und zu viel im Luftraum über Hamburg oder dem Umland hergeht! 
Martin Mosel | Sprecher der BAW

Halbjahresbilanz: 20.000 mal NEIN! zu Fluglärm

BAW fordert Sofortmaßnahme zur Reduzierung des nächtlichen Fluglärms


Die Grenze des Erträglichen ist bereits lange überschritten und die Bevölkerung in Hamburg und im Umland setzt ein vehementes Stoppsignal! Mit fast 20.000 Beschwerden im ersten Halbjahr 2016 über den ausufernden Luftverkehr in Hamburg und im Umland wird ein eindeutiges Signal an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung gesendet, dass die bisher getroffenen Maßnahmen unzureichend sind. Der Flughafen in Hamburg Fuhlsbüttel hat jedes Maß verloren. Es gibt keinen Tag an dem die bestehenden Regeln zum Schutz der Bevölkerung vor unzumutbaren Fluglärm eingehalten werden. Regelkonformes Verhalten ist nur noch die absolute Ausnahme. Wesentliche Teilhaber dieses gravierenden Misstandes sind die Fluggesellschaften und deren Piloten, die Deutsche Flugsicherung und der Hamburger Senat.


Weitergehende Betriebseinschränkungen erforderlich


Für Martin Mosel, Sprecher der BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein und zugleich Sprecher des Arbeitskreis Luftverkehr bei BUND ist in Anbetracht der aktuell bestehenden Belastungen durch Fluglärm und Flugdreck ein sofortiges Nachsteuern des Hamburger Senats und seiner zuständigen Fachbehörden zwingend erforderlich, „Wie massiv muss das Übermaß des Luftverkehrs in Hamburg und im Umland noch ausfallen? Flughafen und Luftverkehrswirtschaft zeigen jeden Tag ihren Unwillen und ihre Unfähigkeit sich an Regeln und Selbstverpflichtungen zu halten. Diese Narrenfreiheit des Flughafens muss beendet werden! Weitergehende Betriebseinschränkungen sind deshalb jetzt erforderlich. Fluglärm und Flugdreck gefährden erheblich die Gesundheit der Bevölkerung und das Klima.“ 

Die von Senat und Flughafen initiierte Pünktlichkeitsoffensive ist eine inszenierte Täuschung der Bevölkerung. Im Juni sind die Zahlen zum Vorjahr um 157 Prozent angestiegen, insgesamt im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent. Die Fluglärmschutzinitiativen ermitteln die Verspätungen nun fortlaufend selber und haben allein im Juni 157 verspätete Flüge nach 23 Uhr gezählt, davon 117 Starts. Pro Nacht zerstören durchschnittlich mehr als 5 Flüge die gesetzlich besonders geschützte Nachtruhe. Während für den Flughafen um 24 Uhr die Verspätungen in ihrer Statistik enden, zählen die Initiativen auch jede Flugbewegung in der besonders sensiblen Kernnachtzeit bis weit nach Mitternacht mit.

Die BAW fordert jetzt Sofortmaßnahmen um den Schutzbedürfnissen der Bevölkerung aktuell gerecht zu werden, „Flughafen und Fluggesellschaften haben sich als grob unzuverlässig erwiesen. Um sicherzustellen, dass der Flugbetrieb zuverlässig um 23 Uhr beendet ist, muss die planmäßige Betriebszeit sofort auf 22:30 Uhr beschränkt werden. Ausnahmen dürfen nur noch sicherheitsrelevant begründet sein“, konkretisiert Mosel die Forderung.

Pressemitteilung vom 22.07.2016

Behörde für Umwelt und Energie (BUE) verhöhnt die Fluglärmbetroffenen


Jan Dube - Pressesprecher BUEJan Dube, Sprecher der Umweltbehörde Hamburg und Grüner, wiederholt in einer ersten Stellungnahme den Vorwurf der Beschwerdemanipulation, "Schon jetzt lässt sich sagen, dass eine Vielzahl der Beschwerden auf eine relativ kleine Anzahl von Personen zurückgeht".


Auf ein Wort, Herr Dube ...


Als offizieller Sprecher der Fluglärmschutzbeauftragten - die gerade im Kampf gegen den Fluglärm (nicht jedoch gegen die Fluglärmbetroffenen!) über das Fluglärmschutzgesetz gestärkt wurde -, sollten Sie überlegen, ob Sie nicht besser in der Wirtschaftsbehörde oder bei dem Flughafenbetreiber aufgehoben sind. Allein der Punkt, dass einzelne - besonders vom Fluglärm und -dreck betroffene Bürgerinnen und Bürger - sich (berechtigter Weise) wesentlich häufiger als andere beschweren, interessiert Sie. Erneut wird das massive Problem der unbegründeten und geplanten Verspätungen (eine Hauptursache der Beschwerden) seitens der BUE penetrant ignoriert und anstelle dessen eine Stellvertreterdiskussion über "Dauerbeschwerdeführer" geführt. DAS IST ÄRMLICH!

Wir Betroffene sind eine (anerkannte) Minderheit und dementsprechend müssen wir wirksam gegenüber den Exzessen der Fluglobby geschützt werden. Wenn Sie einmal wissen wollen, was Fluglärm bedeutet, sind Sie hiermit eingeladen diesen in seiner Aggressivität kennenzulernen um das Beschwer der Betroffenen besser zu verstehen.

Hierzu auch unsere Pressemitteilung vom 18.04.2016 "Umweltbehörde verliert die Bodenhaftung" zu den Zahlen des ersten Quartals 2016
 
Wenn Sie sich gestört und eingeschränkt fühlen und Sie wieder einmal nach 23 Uhr nicht schlafen können weil auch die letzten Passagiere erst kurz vor Mittnacht nach Hause kommen, dann beschweren Sie sich! Informationen gibt es unter ...

Die sogenannte "Pünktlichkeitsoffensive" als inszenierte Täuschung von Senat und Flughafen


Die Anzahl der Nachflüge nimmt unter dem Eindruck der Ende April vereinbarten sogenannten "Pünktlichkeitsoffensive" nicht ab sondern steigt kontinuierlich zu neuen Höchstständen. So hat die Anzahl der Flugbewegungen mittlerweile das Vorjahr um fast 40 Prozent überstiegen, alleine im Monat Juni betrug die Steigerungsrate 157 Prozent. 









Das Ende der Fahnenstange scheint dabei noch nicht erreicht. Die Entwicklung im Juli setzt sich konsequent fort. Wie die private Statistik einer Twitteruserin aufzeigt ergeben sich nach wie vor Tagesrekorde mit nächtlichen Flugbewegungen von bis zu 18 Starts und Landungen in der Zeit zwischen 23 und 1 Uhr.

Auf Twitter unter dem Hashtag #pünktlichkeitsoffensive und #Fluglärm finden sich noch eine Vielzahl weiterer Einträge zum Thema.

Info-Veranstaltung 05.07.16

 
Am 5. Juli 2016 sind im Sportlerheim des SC Poppenbüttel zur Veranstaltung von der Partei DIE LINKE mehr als 60 Betroffene von Fluglärm und Flugdreck sowie Interessierte zusammengekommen um einem Vortrag der BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein zu folgen. Sehr gefreut hat uns auch die Beteiligung von Betroffenen aus Osdorf und Norderstedt und besonders auch aus Jersbek. Als Gast war Stephan Jersch aus der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE da und hat mit einleitenden Worten seine Arbeit und Aufgabe in der Bürgerschaft skizziert. Mit einer Vielzahl von Anfragen und hohem persönlichen Engagement begleitet Stephan Jersch das Problemfeld Luftverkehr.

Wir haben mit unserem Vortrag aktuelle Aspekte des Luftverkehrs in Hamburg und den hohen Belastungsgrad für die Bevölkerung dargestellt. Wir konnten aufzeigen, dass die Genehmigungslage des Flughafen völlig veraltet ist und damit verbunden der Schutz der Bevölkerung vor unzumutbaren Fluglärm viel zu gering ist. Der Nutzen des Flugverkehrs (Arbeitsplätze, Gewinn) ist weit geringer als die Lasten durch Fluglärm und Flugdreck. Mit aktuellen Zahlen und Auswertungen haben wir dargestellt, dass entgegen den immer währenden anderslautenden Behauptungen des Flughafens die Lärmpegel in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind und weiter ansteigen. Mit Aufzeigen der Möglichkeiten des einzelnen Betroffenen und wie sich ein stadtverträglicher Flughafen gestalten lässt, haben wir den Vortrag beendet.

Sehr interessiert und engagiert haben sich die anwesenden Betroffenen und Belästigten bereits während des Vortrags eingebracht und in einer anschließenden teils lebhaften Diskussion hat die Forderung nach Konsequenzen aus der Untätigkeit der Verantwortlichen und Fachbehörden und allem voran des Hamburger Senat die Beteiligten geeint.
 

 

FLSK in Bargteheide


Die "Fluglärmschutzkommission" vor Ort in Bargteheide hat am 02. Juni 2016 um 18:00 Uhr im Ganztagszentrum (GTZ) in Bargteheide stattgefunden. Die Fluglärmschutzkommission möchte mit der betroffenen Bevölkerung ins Gespräch kommen, Fragen beantworten und Wünsche und Anregungen zum Thema Fluglärmschutz für die weitere Kommissionsarbeit mitnehmen.

Rund 200 Bürger aus dem Kreis Stormarn, aus Hamburg und dem vom Flugbetrieb betroffenen Umland haben den Ausführungen der Fluglärmschutzbeauftragte, Frau Dr. Pieroh-Joußen, und der Stellungnahme der BAW | Stormarn gefolgt. Das Fazit lautet: Die Interessen des Haupteigentümers sowie der Genehmigungs- und Kontrollbehörde der Flughafen Hamburg GmbH - die der Stadt Hamburg - müssen zukünftig von getrennten staatlichen Stellen wahrgenommen werden, statt wie bisher, ausschließlich durch die Hamburger Wirtschaftsbehörde (BWVI). Nur auf diese Weise lässt sich die Besorgnis von Interessenskonflikten und mangelhafter Konfliktbewältigung sowie Abwägungsfehlern zu Lasten der Bevölkerung effektiv vermeiden. Wer als Eigentümer und Betreiber die Vorteile eines innerstädtischen Flughafens inmitten einer dicht besiedelten Metropolregion nutzen will, muss die Nachteile (umfassende Betriebseinschränkungen zum Schutz der Bevölkerung) vollumfänglich akzeptieren, d.h. besondere Rücksicht auf die vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger nehmen! Als erstes ist eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung für den gesamten Flughafenbetrieb durchzuführen, in der alle Lasten für die Bevölkerung und die Natur transparent erfasst und objektiv bewertet werden. Da die Genehmigungslage stark veraltet ist - die meisten noch heute angewandten Regelungen stammen aus den 1950er bis 1970er Jahren - bedarf es zwingend einer Modernisierung der rechtlichen Grundlagen.

Diesen Vortrag können Sie hier herunterladen und nachlesen.

Offener Brief des Initiativkreis Fluglärm an die Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft


Am Donnerstag den 26.05.2016 hat sich der Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft mit der Stellungnahme des Senats zum Umsetzungsstand des 16-Punkte-Plans zur Reduzierung von Fluglärm befasst.

Mit der Drucksache 21/4209 vom 26.04.2016 ist die Bürgerschaft über den Umsetzungstand des 16-Punkte-Plans informiert werden. Die Ausführungen enthalten jedoch grobe fachliche Mängel und sind im Tenor unausgewogen - es findet eine unzureichende Abwägung zwischen Flughafeninteressen und Betroffenenrechten statt. Es ist kein wirkliches Bemühen zu erkennen, dass der bisher unzureichende Schutz der Bevölkerung vor dem mittlerweile unzumutbaren Fluglärm und Flugdreck wirksam verbessert werden soll.

Für Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) gilt, "Politischer Wille ist die Voraussetzung für einen effektiven Fluglärmschutz. Dabei sind die umwelt- und wirtschaftlichen Aspekte durchaus in ein Gleichgewicht zubringen. Solange aber dieser Wille fehlt und ein aktiver Fluglärmschutz durch den Einsatz der zeitgemäßen Maßnahmen verweigert wird, wird es eine dauerhafte Auseinandersetzung zwischen Verursachern und Betroffenen geben. Auf welcher Ebene diese Auseinandersetzung zukünftig stattfindet das liegt nun entscheidend in den Händen von Senat und seiner Fachbehörden.“

Die Bürgerinitiativen und Vereine zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm und Flugdreck in Hamburg und Schleswig-Holstein haben vor diesem Hintergrund eine Gemeinsame Erklärung verfasst und am heutigen Morgen als Offenen Brief an alle Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft übermittelt.

Pressemitteilung vom 25.05.2016

Ohnmacht ist nun gesetzlich verankert


Die Bürgerschaft hat mit Wirkung vom 13.07.16 die Position der Fluglärmschutzbeauftragte gesetzlich verankert. Als "Anwältin der Betroffenen" wird die Amtsinhaberin nun tituliert. 
Als Teil des sogenannten 16-Punkte-Plan soll mit diesem Gesetz die Position der Fluglärmschutzbeauftragten wesentlich gestärkt werden. Die gesetzliche Aufgabenbeschreibung zeigt jedoch gegenüber der bisherigen Jobbeschreibung keine wesentlichen Veränderung. Erschwerend kommt hinzu das die Fluglärmschutzbeauftragte nach wie vor auf eine Halbtagsstelle mit 50 Prozent der Arbeitszeit der Amtsinhaberin beschränkt ist. Die mutmaßliche neue Mächtigkeit der Fluglärmschutzbeauftragten (FLSB) endet in der Ohnmacht eines Frühstücksdirektors, der seine Bleistifte zählt und hierüber bilanzieren soll. Die sogenannten Aufgaben und Befugnisse erschöpfen sich erneut in Zählen von Beschwerden, einfacher Beratungsleistung und der Öffentlichkeitsarbeit. Die FLSB darf nicht selbständig den Fluglärm messen und hat keinerlei Zugriff und Kontrolle auf die Fluglärmmesseinrichtungen oder auf die erforderlichen Rohdaten. „Der Flughafen verursacht mittel- und unmittelbar den Lärm, misst diesen selber, wertet aus und bewertet die Datenlage. Diese Auswertungen sind dann Grundlage der Beurteilung durch die Fluglärmschutzbeauftragte und der Fluglärmschutzkommission. Einer Kontrolle und dem Zugriff auf diese Daten verweigert sich der Flughafen konsequent ohne Begründung. Das alles erinnert mich stark an die Vorgänge um den Abgasskandal in der Automobilbranche“, kritisiert Mosel und fordert als unmittelbare Folge die vollständige Unabhängigkeit bei Messung und Kontrolle von Fluglärm und Flugdreck. Von der angestrebten Unabhängigkeit im Sinne des Datenschutzbeauftragten sind wir noch Meilen entfernt. 

Gesetz über die Beauftragte oder den Beauftragten für den Fluglärmschutz (Fluglärmschutzbeauftragtengesetz – FLSBG)

BUND: Arbeitskreis Luftverkehr gegründet


Auf Initiative der BAW ist beim BUND Hamburg der Arbeitskreis Luftverkehr gegründet worden. Auf der Ebene eines Naturschutzverbandes soll mit unserem Engagement aufgeklärt, informiert und Einfluss genommen werden. Mit verschiedenen Aktionen und Informationsveranstaltungen soll die gesellschaftliche Unterstützung für einen Wechsel zu einem stadtverträglichen Flughafen im nachhaltig ökologischen und ökonomischen Sinne eingefordert werden. Seien Sie dabei!

Wer sich mit uns gemeinsam engagieren möchte, ist hierzu herzlich eingeladen! Unser Arbeitskreis trifft sich immer am zweiten Dienstag im Monat um 17 Uhr in der BUND-Landesgeschäftsstelle, Lange Reihe 29, Hamburg im ersten Stock.

Kontakt:
Arbeitskreissprecher: Martin Mosel
Stellvertretender Arbeitskreissprecher: Lothar Galka

Zur Arbeitskreisseite des BUND

Koffer-Bergbau

Der Hamburger Flughafen zählt sich gerne zu den modernsten in Europa. Die Realität sieht jedoch deutlich anders aus. „Die Arbeitsbedingungen der Logistikmitarbeiter erinnern in Teilen an einen mittelalterlichen Bergbau. Bei lediglich 1,15 m Arbeitshöhe, Koffer von 20 kg und mehr im Akkord aus- und einzuladen, das ist ein Skandal!" konstatiert Martin Mosel von der BAW - Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Lesen Sie mehr ...
http://www.baw-fluglaerm.de/…/Knechten-fuer-die-Billigflieg…

Luftfahrt boomt

Die Luftfahrt boomt. Für 2016 erwartet die Branche 3,1 Prozent mehr Fluggäste als 2015. Trotz des Erfolgs zahlen Fluggesellschaften keine Kerosinsteuer und auf internationale Tickets keine Mehrwertsteuer. Laut Umweltbundesamt (UBA) lag der Steuervorteil für die Branche allein im Jahr 2012 bei rund 11,8 Milliarden Euro.

PLUSMINUS/ARD hat das Thema aufgegriffen und einen spannenden Beitrag produziert...
http://www.daserste.de/…/plusmin…/sendung/luftfahrt-102.html

Lärmbelastung

Fluglärm ist bzgl. der wahrgenommenen Belastung wesentlich kritischer zu werten als Straßen- und Schienenlärm. 
Bei 65 dB(A) Dauerschallpegel fühlen sich von Straßen- und Schienenlärm lediglich 25 % der Befragten stark oder äußerst lärmbelästigt. Der gleiche Schalldruck von Flugverkehr ausgehend, führt aber zu einem Betroffenheitsanteil von 95 % der Befragten.

Lärm-Belastungsvergleich (pdf)

Fluglärm nervt die Altländer


Der Flugverkehr über Jork, speziell über Estebrügge, hat zugenommen. Nicht erst seit gestern, ist sich die SPD sicher. Schon vor eineinhalb Jahren hatten die Sozialdemokraten auf das Problem hingewiesen. Jetzt haben sie das Thema vor Kurzem erneut in den Rat eingebracht. 

Seinerzeit war die Hamburger Verkehrsbehörde der Ansicht, dass Bauarbeiten und bestimmte Windverhältnisse für den gestiegenen Flugverkehr über Estebrügge ausschlaggebend gewesen seien. SPD-Ratsfrau Monika Westphal: „Da hat sich die Behörde wohl offensichtlich geirrt.“ Wie an einer Perlenschnur aufgereiht fliegen die Jets weiterhin von morgens bis abends über die Gemeinde. Aktuell besonders stark an den Wochenenden. 

Zum Hintergrund: Die Flugrouten legt das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung fest. Immer in Zusammenarbeit mit der Fluglärmschutzkommission. Vertreter des Landes Niedersachsen sind darin jedoch nicht vertreten. Für die Jorker SPD ein Unding. Daher soll sich Bürgermeister Gerd Hubert laut eines SPD-Antrags nun um eine Mitgliedschaft in der Kommission und eine entsprechende Stellungnahme bei der Flugsicherung kümmern.

Einstimmig verwiesen die Ratsmitglieder den Antrag in den nächsten Bau-, Planungs- und Umweltausschuss nach den Sommerferien.

Artikel aus Kreiszeitung-Wochenblatt

Unabhängige Fluglärmmesstellen in Hamburg


In Hamburg und im Umland werden von den Initiativen und Privatpersonen unabhängige Fluglärmmessstellen betrieben. Die Bearbeitung und Auswertung der Daten erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fluglärmdienst (DFLD), einem gemeinnützigen Verein. Die Daten können im Internet abgerufen und weiterverwendet werden, insbesondere für Beschwerden und Recherchenaufgaben. Hier wollen wir Ihnen einige der wichtigen Messstellen vorstellen und den Internetlink vorstellen.

Hamburg Lemsahl

Seit Oktober 2015 betreibt die BAW in Hamburg Lemsahl eine eigene Messstelle. Die Messungen zeigen hier Belastungen bis 85 dBA. Für 2016 wurden bisher rund 27.000 Überflüge erkannt und ausgewertet.
 

Hamburg Osdorf

Diese Messstelle ist seit April 2016 am Netz und befindet sich im Westen von Hamburg. Die Werte der Messungen sind vergleichbar mit Lemsahl. In diesem Jahr wurden bisher rund 8.000 Überflüge erkannt.
 

Hamburg Niendorf

Im August 2015 wurde die Messstelle Hamburg Niendorf eingerichtet. Diese Messstelle ist ein Hotspot der Lärmexploration. Die Messungen zeigen hier Belastungen bis 100 dBA. In 2016 wurden bisher rund 20.000 Fluglärmereignisse erkannt und ausgewertet.
 

Norderstedt ?

Für eine Fluglärmmessstelle in Norderstedt suchen wir noch einen Betreiber. Besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich. Voraussetzung ist ein dauerhafter kabelgebundener Internetzugang und Stromversorgung. Die Messstelle wird gestellt und die Einrichtung erfolgt durch uns.
 

Das war es dann mal wieder. Wenn Sie uns Ihre Meinung schreiben wollen oder auch einen Artikel veröffentlichen wollen, schicken Sie uns gerne Ihren Text ggf. mit Fotos an newsletter@baw-fluglaerm.de.

Für unsere Herbstausgabe suchen wir Bilder und Fotos Ihrer Fluglärmerlebnisse im Sommer. Schicken Sie uns diese gerne an newsletter@baw-fluglaerm.de.

Alles Gute und eine ruhige Zeit wünscht Ihnen
Martin Mosel

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