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BLUESLETTER 06/16 JUNI 2016

Liebe Bluesfans
Was wurde nicht schon alles über den Begriff "Glück" geschrieben und philosophiert. Für die einen ist es altersabhängig, wieder andere meinen, auch das Portemonnaie sei entscheidend. Und sowieso, das Glück sei nicht von Dauer, begrenzt auf flüchtige Momente. Doch wer den Blues als Lebenselixier entdeckt hat, fühlt sich ganz einfach besser, glücklicher.

So begleitet uns der Blues durch den Sommer, mit gluschtigen Events auch für die, die nicht auf einer Blues-Kreuzfahrt in der Karibik herumschippern. Zwei brandheisse CD-Tipps runden
das Blues-Glück ab. Sodann richten wir den Fokus schon einmal auf das 18. Blues Festival Basel unter der Rubrik "Nachgefragt". Das 6-Tage-Festival bluest übrigens vom 4.4.– 9.4. 2017, im Volkshaus Basel.

DEMNÄCHST


Die Schweiz bluest auch diesen Sommer. Und wie: 

 
blues'n'jazz, rapperswil-jona: Ein Seepromenade-Festival am Zürichsee. Vor  wunderschöner Altstadtkulisse können vom 23. bis zum 26. Juni 25 Konzerte verschiedenster Musikgenres auf drei Bühnen genossen werden. 




Summerblues Basel am 1. JuliFreuen wir uns schon jetzt auf die achte Ausgabe des Summerblues Basel. Nicht weniger als 19 Bluesbands bespielen 7 Bühnen mit "Blues uff der Gass". Auf Bühne 2 (Volkshaus) wird der Sieger der Swiss Blues Challenge erkoren. Unter den vier Finalisten sind gleich deren zwei, die Sieger einer Promo Blues Night wurden: Chubby Buddy (2014) und Pascal Geiser (2015). Dank vielen Sponsoren ist der Eintritt frei.




Vallemaggia Magic Blues Festival vom 8. Juli bis 4. August. Abseits von jedem Trubel ist dieses Tessiner Blues Festival ein Juwel in jeder Beziehung. Die 13. Ausgabe mit 10 Konzerten auf fünf Dorfplätzen verspricht Blues vom Feinsten. Es kommt nicht von ungefähr, dass dieses Festival zu den Nominierten für den Swiss Blues Award 2016 gehörte.




Em Bebbi sy Jazz am 19. August in Baselnotabene zum 33. Mal. Was gibt es da noch zu sagen. Es ist d a s Ereignis für die ganze Region nach den Sommerferien. Cooles Altstadt-Sommer-Happening mit vielen Blues-Akzenten.



Und nicht vergessen: 

25./26. Juni: 18. Jazzweekend Reinach. 
Nebst anderem sollten Sie das hören: Auf Platz 1 (Gemeindehausplatz) I-Van & The Cargo Handlers (Ivan Kartschmaroff, vgl. die bluesigen CD-Tipps in diesem Letter) und auf Platz 2 (Angensteinerplatz) Ami Warning (wusste am diesjährigen Blues Festival Basel vollends zu begeistern).



9. Juli: 11. Stedtli-Blues-Laufen in der Altstadt 
16. Juli: 32. Jazz uf em Platz Muttenz
 
BLUESIGE  CD-TIPPS
 
Gönnen wir uns zudem eine gehörige Portion Blues im Alltag. Einfach so, oder an einem lauschigen Sommerabend, an einer heissen Grillparty. Mit andern Worten: CD-Tipps sind erwünscht. Dazu fragen wir zwei, die es wissen müssen, zwei, die den Blues fühlen und – selbst auch spielen:
 
Der ganz persönliche Tipp von Fred Notter, Jury-Präsident des Swiss Blues Award, zugleich Vizepräsident des Blues Festival Basel (vgl. auch das Interview im Bluesletter 3/16) und begeisterter  Bluesharp-Spieler:

CHRISTINA JACCARD UND DAVE RUOSCH
„BLUES IN THE NIGHT“

 

"Meine Lieblings-CD ist „Blues in the night“ mit der Interpretin Christina Jaccard und dem sensationellen Pianisten Dave Ruosch. Ich hatte die Ehre, mit den beiden am Blues Festival Basel 2011 als Gastsolist aufzutreten mit dem Stück „Blues in the night“. TeleBasel hat das Konzert aufgenommen und davon eine DVD produziert.
 
Christina Jaccard ist die nach meiner Meinung beste Gospel- und Bluessängerin der Schweiz, ausserhalb des Grossraums Zürich jedoch noch nicht sehr bekannt."
 
 
Der ganz persönliche Tipp von Ivan Kartschmaroff, beim Blues Festival Basel verantwortlich für Social Media. Zudem ist Ivan Bandleader und Gitarrist seiner 2012 von ihm gegründeten I-VAN & The Cargo Handlers (Interview mit Ivan in einem späteren Bluesletter):


ULRICH ELLISON & TRIBE
"SYNERGY"

 
"Geschätzte Leserinnen und Leser
 
Gerne möchte ich Euch meinen CD-Tipp vorstellen, der sozusagen auch als Geheimtipp gelten darf. Eine meiner Lieblings-CDs, welche ich mir immer wieder gerne anhöre, ist das 2014 erschienene Album SYNERGY von ULRICH ELLISON & TRIBE.
Ursprünglich aus Österreich (Graz) stammend, ist Ulrich 2007 nach Austin, Texas, ausgewandert, wo er heute einer der angesehensten Musiker ist. Schon zweimal wurde die Band mit dem Austin Music Award als beste Blues Band und Ulrich als bester Gitarrist ausgezeichnet.




Gleich im ersten Song, "my shoes keep walking back to you", zeigen UE & Tribe ihre Vielseitigkeit, das virtuose Gitarrenspiel sowie die Fertigkeit zum mehrstimmigen Gesang. Auf Titel zwei, "my maryann", sind irische Einflüsse nicht zu überhören. Titel drei, "rollin and tumblin", rockt im Texas style, mit der Stimme gedoppelter Gitarre. "Sleepless", der vierte Titel, repräsentiert den unverkennbaren UE & Tribe Sound. "Around the moon" zeigt die romantische, gefühlvolle Seite der Band, mit einem Gitarrensound im Stile von Stevie Ray Vaughan. "Memories of you" ist eine wunderbar gefühlte und gespielte Instrumental-Nummer."

Danke Fred, hab Dank Ivan. Der Sommer ist auf alle Fälle gerettet.

© Kevin Dennis Müri
 

NACHGEFRAGT  


Astrid (Bild oben rechts) und Louis van der Haegen (Bild unten links) in der Stadtkirche Liestal © Kevin Dennis Müri


Das 17. Blues Festival Basel gehört, wenn auch nicht in unsern Erinnerungen, der Vergangenheit an. Wie geht es weiter? Gibt es schon Neuigkeiten betreffend das 18. Festival? Dies und mehr wollen wir von Louis van der Haegen, dem  Gründer, dem "Vater" und zugleich Präsidenten des Blues Festival Basel sowie von seiner Tochter Astrid van der Haegen, Music Director und Jury-Mitglied des Swiss Blues Award, in Erfahrung bringen.

Louis, wie beurteilst Du das diesjährige Festival? Bist Du zufrieden und wo siehst Du Verbesserungspotential?
 
Louis: Wenn ich sehe, wie die Leute nach den Konzerten mit glücklichen Gesichtern das Volkshaus verlassen, bin ich sehr zufrieden. In diesem Jahr ist mir das besonders aufgefallen. Verbesserungspotential sehe ich bei der Promo Blues Night, da könnte der Schweizer Blues noch besser gefördert werden.

Gleiche Frage an Dich, Astrid

Astrid: 3 Faktoren freuen mich besonders: Jedes einzelne Konzert hat Spass gemacht und jedem Künstler gelang es, das Publikum zu begeistern. 3 von 4 Abenden waren restlos ausverkauft. 

Astrid, Du bist nun schon seit Jahren beruflich in der Musikbranche tätig und hast erstmals auch fürs Blues Festival Basel als Music-Director das Programm zusammengestellt. Nach welchen Gesichtspunkten geschieht dies? Kennst Du die Bands persönlich, stützt Du Dich auf Empfehlungen ab und wann beginnst Du jeweils mit der Rekrutierung?

Astrid: Ein Act muss in allen Belangen attraktiv sein. Die Programmierung ist ein laufender und kniffliger Prozess. Manchmal lassen sich die Ideen einfach umsetzen,  dann kann es aber auch passieren, dass nichts wirklich zusammenpassen will. Um Publikum zu generieren, benötigen wir internationale Künstler, dies bei relativ bescheidenem Budget. So taste ich mich ran und zähle natürlich auch auf die Unterstützung aus meinem grossen Netzwerk.

Louis, welches ist Dein Einfluss bei der jeweiligen Programmzusammenstellung? Lässt Du Astrid frei schalten und walten?

Louis: Mit Ideen halte ich mich nicht zurück, unterschreibe aber noch die Verträge. Da meine Tochter Astrid einen guten Job macht, ist sie schon ziemlich frei. Ich beharre noch auf Sam Burckhardt, der jedes Jahr spannende Artisten aus Chicago bringt. Dann will ich alle zwei Jahre Philipp Fankhauser an unserem Festival in Basel hören.

Louis, Astrid: Wie schwierig ist es, geeignete Bands für das jeweils nächste Blues Festival zu verpflichten? Gibt es einen Austausch unter den diversen Schweizer Festivals, profitiert Ihr von einer Zusammenarbeit auch mit ausländischen Festival-Organisationen oder wie müssen wir uns das vorstellen? Und neugierig wie wir nun mal sind, würden wir schon jetzt gerne wissen, welche Bands uns im 2017 bebluesen.

Louis: Durch mein Netzwerk, aufgebaut während vieler Jahre, dank Sam in Chicago und aufgrund unserer bisherigen Erfolge haben wir eine riesige Auswahl. Die schwierige Aufgabe ist, mit dem gegebenen Budget ein Optimum herauszuholen. Dann soll ein Festival mit Exklusivitäten aufwarten. Gute Kontakte haben wir zum Lucerne Blues Festival und zum Bluesfestival Baden, die auch je eine Band für unsere Promo Blues Night nominieren. Zudem sitzen wir in der Jury des Swiss Blues Award mit den besten Fachleuten zusammen, was nur hilfreich sein kann.

Astrid: Programmierung funktioniert eher im Stillen. Das Verhältnis zu den anderen Festivals ist herzlich. Doch schlussendlich ist jeder für sein Programm selbst verantwortlich genauso wie jeder für sein Publikum kämpft. Aber Gagen und Ideen sind vertraulich. Das Programm 2017 steht zu 60% und für 2018 sind auch bereits erste Eckpfeiler gesetzt.

Das Blues Festival Basel ist aus dem Event-Kalender Basel nicht mehr wegzudenken. Wie seht Ihr seine Zukunft. Wo gibt es Probleme und wenn ja, welche?

Louis: Da mit den Eintrittspreisen nur etwa 1/3 des Budgets finanziert werden kann, ist es sehr wichtig, dass es uns gelingt, genügend Sponsoren zu finden, und dass uns auch die öffentliche Hand treu bleibt.

Astrid: Wenn es uns gelingt, weiterhin spannende und exklusive Acts zu verpflichten und damit auch den Publikumskreis laufend zu erweitern, wird das Festival dem Ruf einer edlen Blues-Perle immer gerechter.

Zur letzten Frage: welchen persönlichen Wunsch habt Ihr im Zusammenhang mit dem Blues und dem Blues Festival Basel 

Louis: Mein Wunsch ist, dass die Beliebtheit des Blues und Blues-Rock noch weiter steigt und wir damit immer mehr Menschen glücklich machen dürfen.

Astrid: Begeistertes Publikum und zufriedene Sponsoren und Partner.

Louis, Astrid, wir bedanken uns sehr, dass Ihr euch die Zeit genommen habt, all diese Fragen zu beantworten. Ein noch viel grösserer Dank gilt Eurem unermüdlichen Einsatz für den Blues, für das Blues Festival Basel.
AUSBLICK
Mitglied in einem Verein zu werden, tönt für manche Menschen eher antiquiert, als Schnee von gestern. Gut, es ist nicht jedermanns Sache, einem Sing- oder Turnverein beizutreten. Obwohl, aber lassen wir das. Eine Mitgliedschaft beim Blues Festival Basel aber ist mehr als überlegenswert. Warum? Erzählen wir im nächsten Bluesletter. Und wir schauen uns um nach Blues-Rosinen bis Weihnachten.
FEEDBACK/KRITIK & ANREGUNGEN
Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns mitteilt, was gefällt und was Ihr vermisst.
 
Und wir wünschen allen einen wunderschönen Sommer und melden uns wieder nach einer kreativen Pause im September. Blueset guet!

Béa und Fränzi

Konzeption/Text: Béatrice Traxler
Blues Festival Basel - Media


Layout/Realisation:
Franziska Baumann
Blues Festival Basel - Marketing Manager
franziska.baumann@bluesbasel.ch


Fotografien:
Kevin Dennis Müri
Force Engineering AG
kevin.mueri@force.ch
oder wenn nicht gekennzeichnet: Internet
 
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