Copy
Hier klicken, um ZENIT zu spenden.
Schauen Sie sich diese Mail in Ihrem Browser an.
Tagesausgabe
18/04/16

„Wer Jesus folgt, irrt nicht!“

Britta Dörre  |  18/04/16
Santa Marta, 1. Februar 2016

Papst Franziskus befasste sich in der heutigen Frühmesse mit dem richtigen Verhalten eines Christen. Ausgehend vom Tagesevangelium legte der Papst dar, dass ein Christ wie der gute Hirte durch das Tor eintrete, um zu seinen Schafen zu gelangen, und nicht wie ein Dieb durch einen anderen Zugang.

Papst Franziskus führte aus, dass Jesus mit den Menschen immer in einer einfachen und verständlichen Weise gesprochen habe. Er habe das alltägliche Leben der Menschen gekannt und daher die richtigen Bilder benutzt, um den Menschen seine Worte zu vermitteln.

Wie das Schafgehege könne man auch das ewige Leben allein durch das Tor, d.h. Jesus, betreten. Er sei nicht nur das Tor zum ewigen Leben, sondern auch zu unserem Alltag. „Nur durch das Tor, das Jesus ist, betritt man das Gehege!“ Papst Franziskus warnte davor, den Weg mit Jesus zu verlassen. Der Hirte gehe, und seine Schafe folgten ihm. Das sei der Weg, erklärte der Papst: Er gehe vor, wir folgten und irrten nicht.

„Wer Jesus folgt, irrt nicht!“ Manchmal seien die Dinge im Leben nicht so einfach und klar. Die Menschen seien verunsichert und wendeten sich an einen Seher oder Kartenleger. Papst Franziskus warnte davor: „Wenn du das tust, folgst du nicht Jesus!“ Es gebe keinen anderen als den von Jesus gewählten Weg. „Wenn wir Ihm folgen, irren wir nicht.“

Papst Franziskus sprach einen weiteren Aspekt an. Die Schafe folgten ihrem Hirten, weil sie seine Stimme kennten. „Aber wie können wir die Stimme Jesu erkennen?“ Die Stimme Jesu finde man in den Seligpreisungen, in den Werken der Barmherzigkeit und im „Vater Unser“. Papst Franziskus schloss seine Predigt: „Es ist so einfach, das christliche Leben; Jesus ist die Pforte.“ Zum Abschluss brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Herr uns dies verstehen lassen möge.


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

„Habt immer das Beispiel des guten Hirten vor Augen“

Britta Dörre  |  18/04/16
cq5dam

Den elf Diakonen, die am gestrigen Sonntag, dem 17. April, im Petersdom die Priesterweihe empfingen, legte Papst Franziskus ans Herz, stets in der Heiligen Schrift zu lesen und über ihren Inhalt nachzudenken, ihn zu lehren und zu leben. Neun der elf Diakone stammen aus römischen Seminaren.

In seiner Predigt legte der Papst dar, dass Jesus einige ausgewählt habe, den Glauben zu verbreiten, wie es Aufgabe der zukünftigen Priester sein werde. Sie sollten das Wort Gottes weitergeben, das sie mit Freude empfangen hätten. Mit Wort und Beispiel sollten sie das Haus Gottes bauen. „Ohne Kreuz werdet ihr nie den wahren Christus finden; und ein Kreuz ohne Christus macht keinen Sinn.“

Papst Franziskus erinnerte die Neupriester an ihre Aufgaben und bat sie ausdrücklich, barmherzig zu sein. Sie sollten nie vergessen, zum Wohl der Menschen auserwählt zu sein. Ihr Ziel solle es sein, die Menschen in einer Familie zu vereinen und zu Gott zu führen. „Habt immer das Beispiel des guten Hirten vor Augen, der nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen; um zu suchen und zu retten, was verloren gegangen war.“


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Flüchtlinge in Rom und Mauern in Europa

Salvatore Cernuzio  |  18/04/16
SS. Papa Francesco - Viaggio a Lesbo
16-04-2016


@Servizio Fotografico - L'Osservatore Romano

Die Fragen der Journalisten im Rahmen des traditionellen Interviews beim Rückflug aus Lesbos am Samstag, dem 16. April, kreisten naturgemäß um die zentrale Meldung der gesamten Reise: die Entscheidung von Papst Franziskus, 12 Flüchtlinge im Flugzeug mitzunehmen.

Der Papst stellte klar, dass die Kriterien für die Auswahl der drei syrischen Familien (alle muslimisch) nicht von religiösen Faktoren determiniert waren. „Ich habe nicht zwischen Christen und Muslimen unterschieden. Diese drei verfügten über alle Voraussetzungen, ihre Dokumente waren ordnungsgemäß und es war möglich. Beispielsweise erfüllten zwei christliche Familien nicht alle Voraussetzungen“, so Jorge Bergoglio.

Nach einer weiteren Klarstellung bezüglich seines Treffens mit Bernie Sanders (ZENIT berichtete), ging Franziskus auf seine Reise nach Lesbos ein und gab an, durch diese keine Kritik an der jüngsten Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Türkei äußern gewollt zu haben.  „Es besteht keinerlei politische Spekulation, denn die Vereinbarungen zwischen der Türkei und Griechenland waren mir nicht genau bekannt. Ich habe in der Zeitung darüber gelesen und kann mich dazu nicht äußern“, so der Papst. Die Visite auf der Insel Lesbos war eine „humanitäre Reise“.

Anschließend sprach der Papst von „Integration“ und rief dabei ein Wort in Erinnerung, „das in unserer gegenwärtigen Kultur scheinbar seit dem Krieg in Vergessenheit geraten ist: Heute existieren Ghettos!“ Daraufhin appellierte er an Europa, „diese stets besessene Fähigkeit zur Integration wieder aufzunehmen“.

Vor diesem Hintergrund räumte Papst Franziskus ein: „Ich verstehe die von einer gewissen Angst erfüllten Regierungen und auch die Völker.“ Dennoch gelte es zu verstehen, wie „diese Menschen im Norden zu integrieren sind, zumal das Errichten von Mauern keine Lösung ist“. Ebenso stelle die Schließung der Grenzen keine Lösung dar, „denn diese Schließung schadet auf lange Sicht dem eigenen Volk.“

Es sei vonnöten, Menschen wie denen im Flüchtlingslager Moría Hoffnung zu schenken. Der Papst gestand, dass manche Szenen ihn gerührt haben: „Es war zum Weinen“, sagte er, während er den Journalisten einige ihm von Kindern geschenkte Zeichnungen zeigte. „Was wollen die Kinder? Sie wollen Frieden, denn sie leiden…“, so Franziskus und wies im Besonderen auf eine Zeichnung mit einer weinenden Sonne hin. In jenes Flüchtlingslager, in dem sich so viele menschliche Dramen abspielen, würde Bergoglio Waffenproduzenten schicken: „Ihnen würde das gut tun“.
Während des Interviews betrafen zwei Fragen auch das apostolische Schreiben „Amoris laetitia“. Sie berührten die unterschiedlichen Auffassungen bezüglich des Zugangs zu den Sakramenten für wiederverheiratete Geschiedene zwischen jenen, die alles als geändert betrachten und jenen, laut denen alles beim Alten geblieben ist. Franziskus zitierte hier Benedikt XVI., der in Bezug auf das 2. Vatikanische Konzil von der Existenz zweier Konzile gesprochen hat: „Jenes, das sich im Petersdom vollzog und das von den Medien ausgetragene“. Ebenso verhielt es sich laut Jorge Bergoglio bei den Familiensynoden 2014 und 2015.

Der Volltext des Interviews ist hier abrufbar (auf Englisch)


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Hoffnung, dass sich die Angst verringert

Redaktion  |  18/04/16
SS. Papa Francesco - Viaggio a Lesbo
16-04-2016


@Servizio Fotografico - L'Osservatore Romano

Der Besuch von Papst Franziskus auf der griechischen Insel Lesbos hatte für Kardinal Luis Antonio Tagle, Präsident von Caritas Internationalis und Erzbischof von Manila, eher mit Freude und einem Zeugnis von Mitgefühl zu tun als mit einer „politischen Agenda“ oder „Missionierung“. So hat der Kardinal die jüngste Auslandsreise des Kirchenoberhauptes für Radio Vatikan kommentiert.

Vergangenes Jahr war der philippinische Kardinal selbst zu den Flüchtlingen nach Idomeni in Griechenland an der Grenze zu Mazedonien gereist. Schon einfache Handlungen, Taten der Liebe und des Mitgefühls spendeten seiner Auffassung zufolge den Menschen Trost, wie etwa die einfache Präsenz von Papst Franziskus.

Liebe manifestiere sich in konkreten Handlungen. Es sei nicht nur eine äußere Handlung, sondern etwas anderes, das aus dem Herzen fließe. Die Entscheidung des Papstes, drei Familien, insgesamt zwölf Flüchtlinge, mit nach Rom zu nehmen, sei bedeutend, weil die Familien zusammenbleiben müssten, in der Freude, im Leid und in der Hoffnung. Diese drei Familien werden sich fragen, wo dieser Akt der Liebe herkomme. Er komme aus dem Herzen eines Papstes.

Der Präsident von Caritas Internationalis gab auch der Hoffnung Ausdruck, dass das Leiden der Flüchtlinge das Gewissen der politischen Führer Europas wachrütteln und ihre Herzen berühren könnte. Viele Menschen in Europa hätten Angst, diese Fremden aufzunehmen: Darum sei es wichtig, den Personen zu begegnen, die meist „normale Jungs“ seien oder Familien mit Müttern und Vätern „wie andere Väter und andere Mütter, die nur Gutes für ihre Familien wünschten.“ Wenn ohne eine persönliche Begegnung die Angst vorherrsche, so hoffe er, dass das Beispiel des Heiligen Vaters dabei helfe, „die Angst zu verringern“.

Kardinal Antonio Maria Vegliò, Präsident des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs, erinnerte seinerseits an die Schicksale vieler Tausende von Flüchtlingen, die mit Hilfe von Schleppern über das Mittelmeer kommen, was ihm mit großer Traurigkeit das Gebet entlocke, Europa möge großzügiger werden.

Für ihn ist es ein konkretes Zeichen der Kirche, Migranten und Flüchtlingen nahe zu sein und nicht von ihrer Seite zu weichen. Daher zeige der Papst Gesten, die „beeindruckten“. Er sei der einzige Weltführer, der diese Dinge tun könne. Er erinnerte darüber hinaus daran, dass Migranten keine „Postpakete“ seien, sondern „Menschen“, die stets mit „Respekt“ und „Würde“ behandelt werden sollten.

Der Papst habe einen humanitären Akt gezeigt, zugleich mit einer politischen Bedeutung, als „Schock“ an Europa gerichtet, das sich lange abwesend zeigte.

„Nach Lampedusa, dank des Einsatzes von Italien, hat Europa damit begonnen, konkreter über dieses Problem der Migration nachzudenken“, sagte Kardinal Vegliò. Jetzt nach Lesbos werde dies zunehmen, weil es wieder ein starkes Zeichen gewesen sei. „Wir hoffen, dass diejenigen, die zuhören müssen, zuhören.“ Ob es sich bei den Flüchtlingen, die der Papst nach Rom mitnahm, um Christen oder Muslime handele, sei für das Zeichen, das er gesetzt hat, bedeutungslos.


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Für evangelische und syrisch-orthodoxe Christen geht Gemeindeleben in Diyarbakir weiter

Redaktion  |  18/04/16
1024px-Dêra_Meryemê_2_2010

Entwarnung gibt es für das christliche Gemeindeleben im südosttürkischen Diyarbakir: Laut internationalen Medienberichten seien die Kirchen der armenisch-apostolischen Christen, sowie der armenisch-katholischen, evangelischen, chaldäischen und syrisch-orthodoxen Gemeinden verstaatlicht und geschlossen worden. Offenbar finden aber bei den syrisch-orthodoxen und bei den evangelischen Christen weiterhin Gottesdienste statt. Das berichtet der Verantwortliche für Deutschland der Internetplattform CitizenGO, Eduard Pröls, der sich zwischenzeitlich vor Ort von der Lage ein Bild machte.

Die syrisch-orthodoxe Meryem Ana Kirche sei, entgegen anderslautender Berichte, unbeschädigt und auch für Gottesdienste geöffnet. Auch bei den evangelischen Christen in der Großstadt sei das normale Gemeindeleben wieder aufgenommen worden. „Die anderen Kirchen liegen in einem massiv zerstörten Teil der Altstadt, der noch nicht betreten werden kann, weil noch nicht alle von der PKK gelegten Sprengfallen entschärft sind“, berichtet Pröls gegenüber ZENIT.

Die Christen werden im Kampf zwischen türkischem Staat und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK seit Jahrzehnten wiederholt aufgerieben. Die Lage war lange beruhigt, bis sie im vorigen Sommer wieder eskalierte. Das mehrheitlich kurdische Diyarbakir ist mit etwa einer Million Einwohner die zweitgrößte Stadt Südostanatoliens. (mk)


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Ecuador: Unter den Erdbebenopfern auch eine Ordensfrau und fünf Postulantinnen

Redaktion  |  18/04/16
Correa-Foto-Carlos-Silva-Presidencia-de-la-República-740x493 (1)

Wie aus jüngsten Informationen hervorgeht, starben bei dem Erdbeben an der Küste Ecuadors in der Nacht vom Samstag mindestens 272 Menschen und 2068 wurden verletzt. Unter den Todesopfern befinden sich auch eine Ordensschwester und fünf Postulantinnen der „Siervas del Hogar de la Madre“ in Playa Prieta. Das Haupthaus der Schwestern konnten die Hilfsmannschaften erst 24 Stunden nach dem Beben erreichen.

Unter den Trümmern starben Schwester Clare Crocket (Irin, seit 15 Jahren in Ecuador) und die fünf Postulantinnen Jazmina, María Augusta, Maira, Valeria und Catalina. Die Helfer konnten drei weitere Schwestern und zwei Postulantinnen verletzt aus dem Trümmern bergen, die nun im Krankenhaus behandelt werden: Schwester Estela Morales (aus Spanien), Schwester Merly (aus Ecuador) und Schwester Thérèse Ryan (aus Irland) sowie die beiden Postulantinnen Guadalupe und Mercedes.

Auch die Schule, die sich in Trägerschaft der Ordensgemeinschaft der „Le Siervas del Hogar de la Madre“ befindet soll bei dem Erdbeben zerstört worden sein.

„Nach dem schweren Erdbeben, das in ganz Ecuador zu spüren war, und bei dem viele Menschen starben und in vielen Städten Gebäude zerstört wurden, wollen die Bischofe Ecuadors die Bevölkerung dazu auffordern, auf den Herrn zu vertrauen“, heißt es in einer Verlautbarung der Bischofskonferenz. „Unsere Gedanken sind vor allem bei den Brüdern und Schwestern in den Provinzen Manabi und Esmeraldas“, so die Bischöfe weiter, „die es am schlimmsten getroffen zu haben scheint und wir bitten um Spenden für die Opfer, damit wir ihnen in der Not rasch helfen können.“

Wie Caritas Ecuador berichtet, gingen bereits 4.068 Hilfsanfragen aus 23 Provinzen des Landes ein, darunter auch aus den Städten Ipiales und Pasto. Nach Angaben des staatlichen Zivilschutzes hatte das Beben die Stärke 7.8 auf der Richterskala. Es handelt sich um das stärkste Beben seit 1979 und in sechs Provinzen wurde der Notstand ausgerufen: Esmeraldas, Los Ríos, Manabí, Santa Elena, Guayas und Santo Domingo. (CE)

(Quelle: Fides, 18.04.2016)


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Kardinal Marx tief betroffen von Erdbeben in Ecuador

Redaktion  |  18/04/16
Flag of Ecuador

Tief betroffen zeigt sich Kardinal Reinhard Marx von der Erdbebenkatastrophe in Ecuador, dem Partnerland der Erzdiözese München und Freising: „Erfüllt von Trauer, sind wir in unseren Gedanken und Gebeten bei den Opfern dieser schrecklichen Katastrophe. Wir sind den Menschen im Partnerland unserer Erzdiözese eng verbunden und beten für die Todesopfer, die Verletzten, Verschütteten und ihre Angehörigen.“ Die Menschen in Ecuador könnten darauf zählen, „dass wir solidarisch an ihrer Seite stehen“, versicherte der Erzbischof von München und Freising: „Wir erbitten Gottes Beistand und Trost für sie und werden sie auch materiell bei der Behebung der Schäden unterstützen.“ Die Erzdiözese wird einen Sonderfonds mit Mitteln für Soforthilfe für das südamerikanische Land einrichten.

Alexander Sitter, der als Koordinator der Partnerschaft zwischen der Erzdiözese München und Freising und Ecuador selbst vor Ort in Quito ist, berichtet von einem sich erst allmählich einstellenden Bild über das Ausmaß der Zerstörung durch das Erdbeben und unklaren Opferzahlen. Zumindest die 13 jungen Frauen und Männer aus der Erzdiözese, die sich im Rahmen eines Freiwilligendienstes in Ecuador und in Schulen oder sozialen Einrichtungen engagieren, seien unverletzt, so Sitter.

Auch der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, reagiert bestürzt auf das Unglück in Ecuador: „Das Leid der Ecuadorianer geht uns sehr nahe. Unter den Opfern könnten Freunde sein, Menschen, denen wir bei den vielen Besuchen begegnet sind.“ Mit Ecuador verbinden die Gläubigen im Erzbistum laut Tremmel „konkrete Gesichter und Begegnungen“. Mit den ecuadorianischen Partnern und Freunden teile man „Freude und Leid und den Glauben an die befreiende Botschaft Jesu Christi. Wir fühlen mit ihnen und beten für sie!“

Die Partnerschaft zwischen der Kirche Ecuadors und der Erzdiözese München und Freising besteht bereits seit der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils. Zahlreiche Pfarreien, Verbände und Gläubige in der Erzdiözese pflegen Kontakte in das südamerikanische Land, beispielsweise der Diözesanrat der Katholiken, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, das Kolpingwerk und die Katholische Landvolkbewegung. Mit jährlich rund zwei Millionen Euro unterstützt die Erzdiözese München und Freising die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in Ecuador, beispielsweise den Bau von Schulen, Sanitätsstationen, Gemeindezentren oder Alteneinrichtungen. (ck)

Hinweis:
Alexander Sitter, Koordinator der Partnerschaft zwischen der Erzdiözese München und Freising und Ecuador, ist erreichbar per E-Mail an cofra@conferenciaepiscopal.ec.

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising, 18.04.2016)


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Zwei Legionäre Christi aus Deutschland in Altötting zu Diakonen geweiht

Redaktion  |  18/04/16
2016-04-17, Diakonweihe in Altötting 05

Am Nachmittag des 17. April, dem „Sonntag des guten Hirten“ und Weltgebetstag für geistliche Berufe, weihte Bischof em. Wilhelm Schraml (Bistum Passau) die jungen Männer in einem feierlichen Gottesdienst in der St.-Anna-Basilika in Altötting.

Der Feier wohnten zahlreiche Gäste bei, allen voran die Familien, Verwandten und Freunde der Diakone sowie über 20 Diözesanpriester und Legionäre Christi, die in Deutschland und Österreich arbeiten.

Zu Beginn der hl. Messe stellte Territorialdirektor Pater Andreas Schöggl LC die beiden Weihekandidaten kurz vor. Beide sind gemeinsam 2003 ins Noviziat der Legionäre Christi eingetreten und haben 2011 die ewigen Ordensgelübde abgelegt. In seiner Predigt schlug Bischof Schraml eine Brücke zum Tagesevangelium: Jesus brauche die Priester und Diakone, damit er in der Welt wirken könne. „Durch die Handauflegung und das Gebet werden sie zu Diakonen geweiht. Diakonweihe heißt Vermittlung des Geistes Gottes. Gott selbst legt seinen Geist, das Feuer seiner Liebe in sie.“ Gott erwähle Menschen, statte sie mit seinem Geist aus; das sei ein unverdientes Geschenk Gottes an uns alle, genauso an die Ordensgemeinschaft, und an all jene, die an den Orten leben, wo die neuen Diakone wirkten. Aufgabe der Kirche, ihrer Priester und Diakone sei es, die Menschen unters Kreuz zu bringen, zum aufgebrochenen Herzen Jesu, damit diese die Liebe Gottes erkennen können. „Die Diakone sollen den Menschen authentisch das Wichtigste und Kostbarste bringen, was die Kirche hat: Jesus Christus, unseren Herrn und Erlöser.“

Nach der Predigt gab der Bischof den beiden jungen Männern während des Weiheritus das Evangelium in die Hand: „Empfange das Evangelium, zu seiner Verkündigung bist du bestimmt. Was du liest, ergreife im Glauben. Was du glaubst, verkünde. Was du verkündest, erfülle in Liebe.“

Über 500 Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, feierten die Weihe mit. Nach der Festmesse begleiteten sie die neuen Diakone in Prozession zur Gnadenkapelle, wo ihnen der Bischof seinen Segen spendete. Im wenige Kilometer entfernten Noviziat der Legionäre Christi, in Neuötting-Alzgern, gab es dann bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit zur Begegnung mit den beiden neuen Diakonen. Viele Wegbegleiter, Freunde und Familienangehörige gratulierten und wünschten Gottes reichen Segen. Auch Bischof Wilhelm Schraml nahm sich viel Zeit für Begegnungen und Gespräche.

Die beiden Diakone werden voraussichtlich am 10. Dezember dieses Jahres, zusammen mit etwa weiteren 40 Legionären Christi ihres Jahrganges, in Rom die Priesterweihe empfangen.

***

Kurz vor der Weihe antworteten die neugeweihten Diakone auf einige Fragen.

Leonhard Maier LC:

Wer ist Jesus Christus für Sie?

„Er ist der einzige König, vor dem ich auf die Knie falle und der meinem Leben eine klare Ausrichtung und einen Sinn zu geben vermag, und gleichzeitig mein bester Freund, an dessen Seite ich mich wohlfühle, weil er in mein Leben Erfüllung und Liebe bringt.“

Warum wollen Sie Priester werden?

„Das ist ein tief in mir verwurzelter Wunsch, der mich schon von klein auf faszinierte. Ohne, dass ich da viel dafür tun musste, hat sich dieser Weg Stück für Stück fast ‚wie geschmiert‘ ergeben. Je mehr ich erfahren durfte, dass der Priester ein echter anderer Christus ist, desto glücklicher wurde ich über die Priesterberufung, die Gott mir schenken wollte.“

Nikolaus Klemeyer LC:

Wer ist Jesus Christus für Sie?

„Christus ist meine einzige Liebe. Er hat meinem ständigen Suchen nach Erfüllung eine endgültige Antwort in seiner Person gegeben. Deswegen ist Christus alles für mich.“

Wie haben Sie sich auf die Diakonweihe vorbereitet?

„Die Weihe übersteigt uns gänzlich, man kann sie nicht erwerben. Deswegen ist meine einzige mögliche Vorbereitung, mich gänzlich Gott zu übergeben, damit Er meine Seele nach seinem Willen formt.“

*

Kurzbiographien

Leonhard Maier LC wurde 1982 in Moosach bei Grafing geboren. Er hat zwei jüngere Geschwister. Im Rahmen einer Wallfahrt mit Jugendlichen im Heiligen Jahr 2000 trat er in die Apostolatsbewegung Regnum Christi ein und absolvierte anschließend ein Freiwilligenjahr als „Coworker“ in Mexiko. Nach der zweimonatigen Kandidatur trat er im Sommer 2003 ins Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ein. Nach dem Ablegen seiner ersten Gelübde absolvierte er in Salamanca (Spanien) humanistische Studien (2005-2006). Danach wechselte er nach Rom, um das Philosophiestudium zu beginnen. Sein pastorales Praktikum begann er 2008 in der Jugendarbeit des Regnum Christi in Österreich, vor allem in Wien, dann wechselte er in ähnlicher Tätigkeit für zwei Jahre nach Bayern und kehrte schließlich für ein viertes Jahr wieder nach Österreich zurück. Seit 2012 bereitet er sich im Theologiestudium auf die Priesterweihe vor. Pater Leonhard befindet sich im zweiten Semester (von vier) seiner Lizenz in Dogmatik mit dem Schwerpunkt theologische Anthropologie.

*

Nikolaus Klemeyer LC stammt aus einer evangelisch-lutherischen Familie aus Norddeutschland. Zusammen mit seinen Geschwistern wuchs er jedoch in Pöcking am Starnberger See auf. Seine evangelische Heimatpfarrei war die Heilig-Geist Kirche in Pöcking. Als Kind wollte Nikolaus wie sein Vater Musiker werden. Nach einer Pilgerfahrt im Jahre 1997 nach Rom – begleitet von den Legionären Christi – reifte in ihm jedoch der Wunsch, katholischer Priester zu werden. Im Jahre 2001 konvertierte er zum katholischen Glauben. Ein Jahr später entschied er sich, seine schulische Ausbildung in einer Apostolischen Schule der Legionäre Christi in den Vereinigten Staaten zu beenden. 2003 trat er in das Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ein. Seine Familie fand ebenfalls im Laufe der darauffolgenden Jahre ihren Glaubensweg in der katholischen Kirche. Die klassische Musik spielt weiterhin eine wichtige Rolle in seinem Leben. Sie drückt für Pater Nikolaus vor allem die Sehnsucht nach Gott aus. Außerdem ist es ihm ein Anliegen, durch Betrachtungen auf einem Web-Blog, einen Einblick zu gewähren in die Geheimnisse des Glaubens und in die Beziehung des Menschen zu Christus (Link zum Blog mit dem Titel „Herzen die sprechen“: https://nikolausklemeyerlc.wordpress.com).

(Quelle: Pressestelle LC – RC)


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse

Redaktion  |  18/04/16
Michelangelo_Merisi_da_Caravaggio_-_The_Conversion_on_the_Way_to_Damascus_(detail)_-_WGA04134

Dieses Buch beschäftigt sich mit bekannten und weniger bekannten Konvertiten, die den Weg in die katholische Kirche gefunden haben – teilweise unter unwahrscheinlichen, manchmal dramatischen Umständen.

Takashi Nagai genügte ein Blick in die Augen seiner sterbenden Mutter, um den Glauben an Gott und an das ewige Leben zu finden. Clemens Brentano wurde durch die Begegnung mit der Seherin Anna Katharina Emmerick bekehrt. Andere wiederum, wie der spätere Religionsphilosoph Sergej Bulgakow, wurden in einer bestimmten Minute ihres Lebens von der Herrlichkeit der Schöpfung überwältigt, sodass sie von da an unverrückbar glaubten.

Die Autorin Barbara Wenz erzählt dem Leser die erstaunlichen, poetischen und ergreifenden Geschichten von Konvertiten wie Takashi Nagai, Clemens Brentano, Thomas Merton und anderen.

Barbara Wenz, geboren 1967 in der Südpfalz, trat nach ihrer Konversion im Jahre 2007 in die katholische Kirche ein. Sie lebt und arbeitet heute als Journalistin und Autorin in Italien.

Technische Daten

Gebunden,  160 Seiten
13,5 x 20,5 cm
€ 14,95 (D), € 15,40 (A)
ISBN 978-3-9454012-2-4

Für mehr Informationen: www.media-maria.de 


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Angelo Paoli (1642-1720)

Britta Dörre  |  18/04/16
1024px-San_Martino_ai_Monti_(Rome)_-_Interior

Pater Angelo Paoli wurde 1642 in Argigliano (Toskana) geboren und auf den Namen Francesco getauft. Im Alter von achtzehn Jahren schloss er sich dem Karmeliterorden in Siena an. Einige Jahre später, 1668, empfing er die Priesterweihe in Florenz. In den folgenden Jahren war er in den verschiedenen Ordensniederlassungen, u.a. in Pisa und Empoli, tätig. 1687 wurde er nach Rom in den Konvent nahe „Santi Silvestro e Martino ai Monti“ gesandt.

Der Selige engagierte sich seit jungen Jahren in karitativen Werken. In Rom setzte er seine Arbeit im Krankenhaus von „San Giovanni in Laterano“ fort, wo er sich aufopferungsvoll um die Kranken kümmerte.

P, Paoli verfolgte ein weiteres Projekt, das ihm am Herzen lag. Damals befand sich das Kolosseum in einem erbärmlichen Zustand und war zu einem Lager umfunktioniert. Mit Erlaubnis des Papstes machte sich der Selige gemeinsam mit Helfern ans Werk, schloss das Bauwerk und stellte im Innern drei große Kreuze auf.

Der Selige genoss die größte Wertschätzung des Papstes, der ihn zum Kardinal erheben wollte. Doch diese Würden lehnte P. Paoli ab, da er weiter den Armen helfen wollte. „Der Vater der Armen“, wie der Selige genannt wurde, erfreute sich auch der Freundschaft vieler Adeliger, die ihm beim Bau eines Genesungsheimes für Arme unterstützten. Der Selige sagte immer, dass man in den Armen Gottes Antlitz erkenne.

P. Angelo Paoli starb am 20. April 1720 und wurde in „Santi Silvestro e Martino ai Monti“ bestattet. Er wurde am 25. April 2010 seliggesprochen.


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Ich bin die Tür

Redaktion  |  18/04/16
PASSEPARTOUT Tagesevangelium - Yellow

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

(Quelle: Evangelium Tag für Tag© Evangelizo.org 2001-2016)


Zurück nach oben  |  An einen Freund weiterleiten  | im Browser lesen »

 

Copyright © 2016 Innovative Media Inc., All rights reserved.


Wenn Sie diese Email nicht mehr erhalten möchten, können Sie den Newsletter hier abbestellen.
Möchten Sie Änderungen zum Erhalt des Newsletters vornehmen, können Sie Ihre Einstellungen hier aktualisieren.