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Tagesausgabe
20/04/16

Dankbar sein für das Geschenk des Glaubens

Britta Dörre  |  20/04/16
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Papst Franziskus zeigte in der Katechese während der heutigen Generalaudienz den Unterschied zwischen dem Christen auf, der sich mit ganzem Herzen dem Glauben hingibt und demjenigen, der sein Leben nicht ändern will. Ausgehend vom Tagesevangelium legte der Papst anhand der Geschichte des Simon von Bethanien dar, dass dieser seinen Nächsten nach dessen Erscheinungsbild urteile, während die Sünderin, die sich Jesus zu Füßen wirft, sich ganz dem Herrn anvertraue. Simon sei dem Irrtum verfallen, dass Jesus Sünder von sich fern halten müsse. Wir alle seien aber Sünder und bedürften der Barmherzigkeit Gottes, erklärte Papst Franziskus und betonte, dass die Geschichte den Kontrast zwischen der Heuchelei der Gelehrten und der Demut und Ernsthaftigkeit der Frau verdeutliche. Die Sünderin lehre uns die Bindung zwischen Glauben, Liebe und Dankbarkeit.

Papst Franziskus forderte alle zu Dankbarkeit für das Geschenk des Glaubens und der Liebe Gottes auf und lud dazu ein, diese Dankbarkeit auch in unsere Familien weiterzutragen.

Zu den Teilnehmern der Generalaudienz zählte auch eine Gruppe, die anlässlich des 30. Gedenktags der Atomkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 1986 aus der Ukraine angereist war. Bei den rund 50 Personen handelte es sich um Helfer und Geistliche der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche, die mit ihrer Präsenz ein Zeichen gegen das Vergessen setzen wollten. Die Reise der Gruppe wurde vom Internationalen Begegnungs- und Bildungswerk (IBB) im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ mitorganisiert.

Wir dokumentieren im Folgenden die offizielle deutsche Zusammenfassung der heutigen Katechese. Der Volltext ist hier in einer eigenen Übersetzung abrufbar.

***

Liebe Brüder und Schwestern, die Erzählung im Lukasevangelium von der Sünderin, die dem Herrn die Füße salbt, handelt von der Liebe und der Vergebung. Die nicht namentlich genannte Frau vertraut sich voller Liebe Jesus ganz an. Das Wort Gottes lehrt, zwischen der Sünde und dem Sünder zu unterscheiden. Mit der Sünde darf man keine Kompromisse eingehen, aber die Sünder – d. h. wir alle – sind wie Kranke, die der Heilung bedürfen. Doch muss der Kranke erkennen, dass er den Arzt braucht, und der Arzt muss sich ihm nähern, damit er ihn behandeln kann. Deswegen lässt sich Jesus von der Sünderin berühren, ohne Angst zu haben angesteckt zu werden. Er tritt in Beziehung zu ihr und setzt ihrer Ausgrenzung ein Ende. Er sieht ihren Glauben und ihre Umkehr. Die Sünderin lehrt uns die Verbindung zwischen Glaube, Liebe und Dankbarkeit. Ihr wurden viele Sünden vergeben, und deswegen liebt sie viel. Alles ist in das Geheimnis der Barmherzigkeit eingeschlossen, und von der Liebe, die uns immer zuvorkommt, lernen wir zu lieben. Der Herr schenkt uns „die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade“ (Eph 1,7). Gottes reiche Gnade verwirklicht seinen Heilsplan für einen jeden von uns. Daher wollen wir für das Geschenk des Glaubens und für seine so große und unverdiente Liebe danken. Auf diese Liebe dürfen wir bauen, und in dankbarer Liebe wollen wir den Mitmenschen Gottes Barmherzigkeit mitteilen.

[Für die deutschsprachigen Pilger wurden folgende Grußworte auf Italienisch verlesen:]

Ein herzliches Willkommen sage ich den Pilgern deutscher Sprache. Ich grüße besonders die Seminaristen des überdiözesanen Seminars St. Lambert in Burg Lantershofen sowie die Mitglieder und Freunde der Stiftung Ecclesia mundi. Liebe Brüder und Schwestern, Gott hat uns zuerst geliebt (1 Joh 4,19): Dies wollen mit unserer Liebe zum Herrn und zu den Mitmenschen erwidern; so können wir die Welt verändern. Von Herzen segne ich euch alle.

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„Lassen wir zu, dass sich die Liebe Christi in uns ergießt“

Redaktion  |  20/04/16
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Wir dokumentieren im Folgenden in einer eigenen Übersetzung die vollständige Katechese von Papst Franziskus bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz.

Am Ende der Audienz richtete der Papst einen Appell zur Solidarität mit der Bevölkerung in Ukraine.

***

15. Die Tränen der Sünderin erfahren Vergebung (Lk 7,36-50)

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Heute gehen wir auf einen Aspekt der Barmherzigkeit ein, der in dem soeben verlesenen Text aus dem Lukasevangelium gut zum Ausdruck kommt. Es handelt sich um eine Erfahrung Jesu, während er bei einem Pharisäer namens Simon zu Gast war. Dieser wollte Jesus zu sich nachhause einladen, weil Gutes über ihn gesagt und er als großer Prophet bezeichnet worden war. Während sie gemeinsam am Mittagstisch saßen, trat eine in der gesamten Stadt als Sünderin bekannte Frau ein. Ohne ein Wort zu sagen, legte sie sich Jesus zu Füßen und brach in Tränen aus; die mit ihren Tränen benetzten Füße Jesu trocknete sie mit ihren Haaren, küsste sie und salbte sie mit einem von ihr mitgebrachten duftenden Öl ein.

Herausragend ist die Gegenüberstellung zwischen den beiden Gestalten: jene des Simon, eines eifrigen Dieners des Gesetzes und jene der anonymen Sünderin. Während ersterer auf der Basis von Äußerlichkeiten urteilt, bekundet offenbart letztere aufrichtig ihr Herz. Obwohl Simon Jesus eingeladen hat, will er sich nicht kompromittieren und sein Leben mit dem des Meisters verbinden; die Frau vertraut sich ihm hingegen voller Liebe und Verehrung vollkommen an.

Der Pharisäer begreift nicht, dass Jesus sich einfach von den Sündern „beschmutzen“ lässt. Er ist der Ansicht, dass er sie, wenn er ein wahrer Prophet ist, von sich fernhalten müsse, um nicht befleckt zu werden – als ob sie Leprakranke wären. Diese Haltung ist typisch für eine gewisse Art und Weise, die Religion zu verstehen; sie ist motiviert durch die Tatsache, dass Gott und die Sünde einander radikal entgegengesetzt sind. Das Wort Gottes lehrt uns jedoch, zwischen der Sünde und dem Sünder zu unterscheiden; mit der Sünde soll man keine Kompromisse eingehen, während die Sünder – das heißt wir alle! – wie Kranke sind, die der Heilung bedürfen, und um geheilt zu werden, muss der Arzt ihnen nähertreten, sie untersuchen und berühren. Und natürlich muss der Kranke, um geheilt zu werden, anerkennen, dass er den Arzt braucht!

Jesu Wahl zwischen dem Pharisäer und der Sünderin fällt auf Letztere. Frei von Vorurteilen, die den Ausdruck der Barmherzigkeit verhindern, lässt er sie handeln. Er, der Heilige Gottes, lässt sich von ihr berühren, ohne Angst zu haben, beschmutzt zu werden. Jesus ist frei, weil er Gott, dem barmherzigen Vater, nahe ist. Und diese Nähe zu Gott schenkt Jesus die Freiheit. Indem er mit der Sünderin in Beziehung tritt, beendet Jesus diesen Zustand der Isolation, in den das unbarmherzige Urteil des Pharisäers und der anderen Stadtbewohner – die diese Frau ausgenutzt hatten – sie verbannt hatte: „Deine Sünden sind dir vergeben“ (V. 48). Die Frau kann nun „in Frieden gehen“. Der Herr hat die Aufrichtigkeit ihres Glaubens und ihrer Umkehr gesehen; daher verkündet er vor allen: „Dein Glaube hat dir geholfen“ (V. 50). Auf der einen Seite befindet sich die Heuchelei des Gesetzeslehrers, auf der anderen die Aufrichtigkeit, die Demut und der Glaube der Frau. Wir alle sind Sünder, aber oft verfallen wir der Versuchung der Heuchelei, uns für besser als die anderen zu halten und zu sagen: „Schau auf deine Sünde…“. Wir alle müssen hingegen unsere Sünden, unser Fallen, unsere Fehler betrachten und unseren Blick auf den Herrn richten. Darin besteht die Linie des Heils: die Beziehung zwischen dem sündigen „Ich“ und dem Herrn. Wenn ich mich als gerecht empfinde, kommt diese Beziehung des Heils nicht zustande.

An dieser Stelle werden die Tischgenossen in noch größeres Erstaunen versetzt: „Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?“ (V. 49). Jesus gibt darauf nicht ausdrücklich Antwort, doch die Umkehr der Sünderin ist für alle offensichtlich und sie führt vor Augen, dass in ihm die Kraft der Barmherzigkeit Gottes erglänzt, die die Herzen zu verwandeln vermag.

Die Sünderin lehrt die Verbindung zwischen dem Glauben, der Liebe und der Dankbarkeit. Ihr wurden „viele Sünden“ vergeben und daher ist sie von großer Liebe erfüllt; „Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe“ (V. 47). Auch Simon selbst muss sich eingestehen, dass der mehr liebt, dem mehr vergeben wurde. Gott hat alle in das gleiche Geheimnis der Barmherzigkeit eingeschlossen; und von dieser Liebe, die stets vorausgeht, lernen wir zu lieben. In diesem Zusammenhang betonte der hl. Paulus: „Durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade. Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt“ (Eph 1,7-8). In diesem Text ist der Ausdruck „Gnade“ praktisch gleichbedeutend mit Barmherzigkeit und wird als „reich“ bezeichnet, d.h. all unsere Erwartungen übersteigend, da er den Heilsplan Gottes für einen jeden von uns ausführt.

Liebe Brüder und Schwestern, lasst uns dankbar für das Geschenk des Glaubens sein. Danken wir dem Herrn für seine so große und unverdiente Liebe! Lassen wir zu, dass sich die Liebe Christi in uns ergießt: aus dieser Liebe schöpft der Jünger und auf ihr gründet er. Von dieser Liebe kann sich ein jeder von uns nähren. So teilt sich in der dankbaren Liebe, die wir unsererseits über unsere Brüder und Schwestern, in unseren Häusern, in der Familie, in der Gesellschaft ausgießen, allen die Barmherzigkeit des Herrn mit.

[Aufruf zu Solidarität mit der Ukraine:]

Die Bevölkerung der Ukraine leidet seit geraumer Zeit an den Folgen eines von vielen vergessenen bewaffneten Konfliktes. Wie ihr wisst, habe ich die Kirche in Europa dazu aufgerufen, die von mir angeregte Initiative zu unterstützen, um diesem humanitären Notstand Rechnung zu tragen. Schon jetzt danke ich jenen, die sich großzügig an dieser Initiative beteiligen, die am kommenden Sonntag, dem 24. April, stattfinden wird.

[Übersetzt aus dem Italienischen von Sarah Fleissner]
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„Mit Ihrem Beispiel tragen Sie zur Formung der Gesellschaft bei“

Britta Dörre  |  20/04/16
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Papst Franziskus empfing heute früh vor der Generalaudienz die Skisportler der österreichischen Ski-Föderation in Audienz. In seiner Ansprache erinnerte er die Sportler an ihren Vorbildstatus. Vor allem Jugendlichen dienten sie als Orientierungsfiguren, nicht nur wegen ihrer sportlichen Leistungen, sondern auch wegen der mit dem Sport verbundenen Werte wie „Einsatz, Ausdauer, Zielstrebigkeit, Fairness, Solidarität, Teamgeist.“ Papst Franziskus erklärte: „Mit Ihrem Beispiel tragen Sie zur Formung der Gesellschaft bei.“

Abschließend forderte der Papst die Sportler auf, „immer Botschafter der einheitsstiftenden Kraft des Sports und der Aufnahme […], Botschafter der Bewahrung der Umwelt und der Schönheit der Schöpfung Gottes“ zu sein und erteilte ihnen seinen Segen.

Wir dokumentieren im Folgenden die offizielle Übersetzung der kurzen Ansprache von Papst Franziskus.

***

Liebe Freunde,

ich freue mich, Sie heute hier im Vatikan begrüßen zu dürfen.

Wenn ich an Österreich mit seinen Alpen denke, kommt mir auch der Wintersport in den Sinn. Der Skisport hat einen großen Stellenwert und eine große Tradition in Ihrem Land, und alle Menschen fiebern mit, wenn Sie spannende Rennen bestreiten. Sie sind Vorbilder, vor allem für viele Jugendliche. Aber Sie sind auch Integrationsfiguren – nicht nur wegen der sportlichen Leistungen, sondern aufgrund der Tugenden und Werte, für die der Sport steht: Einsatz, Ausdauer, Zielstrebigkeit, Fairness, Solidarität, Teamgeist. Mit Ihrem Beispiel tragen Sie zur Formung der Gesellschaft bei. Seien Sie immer Botschafter der einheitsstiftenden Kraft des Sports und der Aufnahme! Und, auf den Naturreichtum Ihres Landes zurückkommend: Seien Sie Botschafter der Bewahrung der Umwelt und der Schönheit der Schöpfung Gottes! Vielen Dank für Ihren Besuch! Der Herr segne euch alle.

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Für eine Lektüre des Schreibens „Amoris laetitia“

Jesus Villagrasa  |  20/04/16
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Es ist so weit. Papst Franziskus hat uns das Postsynodale Apostolische Schreiben „Amoris laetitia – Über die Liebe in der Familie“, in dem die Ergebnisse der Synoden von 2014 und 2015 zusammengefasst sind, ausgehändigt.

Ein Cartoon von Chiri, der in der spanischen Wochenzeitschrift „Alfa y Omega“ erschienen ist, erweist sich als ein getreues Abbild der Realität: Ein Herr sagt: „Seht Ihr? Der Papst gibt uns Recht!” – „Gar nicht wahr! Er bestätigt unsere Position!“ – erwidert der Gesprächspartner. „Aber der Papst hat doch noch gar nichts gesagt!“ – wirft ein Prälat aus dem Vatikan verblüfft ein. „Das ist egal… wir trainieren hier!“ – tönt es zurück. Tatsächlich scheinen die Debatten und Diskussionen in der Presse nichts damit zu tun zu haben, ob der Papst etwas gesagt hat oder nicht. Deshalb ist es in diesem Augenblick vielleicht am wichtigsten, uns auf eine aufmerksame Lektüre dieses Schreibens einzustimmen und vorzubereiten, ehe wir uns anschicken, seinen Inhalt zu kommentieren… Tatsächlich gibt uns Papst Franziskus hierzu in den ersten sieben Abschnitten von „Amoris laetitia“ (AL) einige Hinweise.

Die Absicht des Autors… Ehe man ein Urteil über den Inhalt eines Textes abgibt, versucht man als Leser und Ausleger zunächst die Absicht seines Autors zu erkennen und zu respektieren. In unserem Fall wird diese Absicht ausdrücklich erwähnt: Der Papst möchte keine Stellungnahme zu Fragen abgeben, die von Theologen diskutiert werden: „Nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen müssen durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden“ (vgl. AL 3). Wohl möchte er aber die in der Pastoral Tätigen und die Gläubigen vor inakzeptablen extremen Positionen bewahren, so zum Beispiel vor „einem ungezügelten Verlangen, ohne ausreichende Reflexion oder Begründung alles zu verändern“ sowie vor „der Einstellung, alles durch die Anwendung genereller Regelungen oder durch die Herleitung übertriebener Schlussfolgerungen aus einigen theologischen Überlegungen lösen zu wollen“ (AL 2). Wer sich also hinter einer dieser beiden Sichtweisen verschanzt und ausgehend von dort in dem Schreiben nach Sätzen sucht, die er seinem Gegner als Wurfgeschosse entgegenschleudern kann, der liest den Text verkehrt. Hans Urs von Balthasar hat schon einmal bei passender Gelegenheit gesagt, dass einige Theologen aus dem Evangelium einen Steinbruch zur Gewinnung von Material gemacht haben, das man bei theologischen Diskussionen aufeinander werfen kann. Wenn das aber schon beim Evangelium der Fall ist… Papst Franziskus wollte die „Beiträge der beiden jüngsten Synoden über die Familie“ sammeln, „und weitere Erwägungen hinzuzufügen, die die Überlegung, den Dialog oder die pastorale Praxis orientieren können und zugleich den Familien in ihrem Einsatz und ihren Schwierigkeiten Ermutigung und Anregung bieten“ (AL 4). Der Leser sollte also weder die Standpunkte von Theologen noch von Vertretern pastoraler Lösungen vor Augen haben, sondern vielmehr die Ehepaare und das Leben jener Familien, die sich darum bemühen, innerhalb eines schwierigen und komplexen gesellschaftlichen und kirchlichen Kontexts ihre Berufung zu leben.

… und der Aufbau des Textes: Die Kommentatoren aus dem Mittelalter, die sich mit antiken Texte befassten, pflegten ihrem Kommentar eine Gliederung vorauszuschicken, die der kommentierte Text normalerweise nicht enthielt und ihn so in Teile und Abschnitte zu unterteilen. Das war der sicherste Weg, um die Absicht des Autors zu erfassen. Und es setzte eine tiefe Kenntnis des gesamten Textes voraus. Der Papst erspart uns diese Mühe und warnt uns zugleich vor der ‚allgemeinen Versuchung‘, direkt zu den pastoralen Leitlinien überzugehen, die Licht auf die Entscheidungen werfen, die in sehr komplexen und problematischen Situationen zu fällen sind – was vielleicht gerade das ist, was die Kommunikationsmittel, viele Menschen, Familien und Priester am meisten interessiert. Ehe man zu diesen Themen (die in Kapitel 8 behandelt werden) vorstößt, muss ein Weg zurückgelegt werden, der mehrere Etappen (Kapitel) mit sehr genauer Zielsetzung umfasst, was der Papst unter Nr. 6 erklärt: „Beim Aufbau des Textes werde ich mit einer von der Heiligen Schrift inspirierten Eröffnung beginnen, die ihm eine angemessene Einstimmung verleiht [Kap. 1]. Von da ausgehend werde ich die aktuelle Situation der Familien betrachten, um ‚Bodenhaftung‘ zu bewahren [Kap. 2]. Danach werde ich an einige Grundfragen der Lehre der Kirche über Ehe und Familie erinnern [Kap. 3], um so zu den beiden zentralen Kapiteln zu führen, die der Liebe gewidmet sind [Kap. 5-6]. In der Folge werde ich einige pastorale Wege vorzeichnen, die uns Orientierung geben sollen, um stabile und fruchtbare Familien nach Gottes Plan aufzubauen [Kap. 6]; in einem weiteren Kapitel werde ich mich mit der Erziehung der Kinder beschäftigen [Kap. 7]. Danach geht es mir darum, zur Barmherzigkeit und zur pastoralen Unterscheidung einzuladen angesichts von Situationen, die nicht gänzlich dem entsprechen, was der Herr uns aufträgt [Kap. 8], und zum Schluss werde ich kurze Leitlinien für eine Spiritualität der Familie entwerfen [Kap. 9]“.

Wie sollte man das Apostolische Schreiben lesen? „Ich empfehle nicht, es hastig ganz durchzulesen“ (vgl. AL 7). Das versucht derjenige zu tun, der den Text auf der Suche nach Neuerungen überfliegt. Wir Gläubige stehen vor dem, was eine breit angelegte und reichhaltige Reflexion, die von zwei Synoden durchgeführt und dem Urteil des Heiligen Vaters unterbreitet worden ist, hervorgebracht hat: einem ausgereiften Ergebnis. Unsere Wertschätzung für diesen päpstlichen Text bringen wir theoretisch und praktisch dadurch zum Ausdruck, dass wir folgende Ratschläge beachten: Erstens, indem wir „Abschnitt für Abschnitt geduldig vertiefen“ (AL 7), den Text in Ruhe studieren und vertieft darüber nachdenken. Zweitens, indem wir ihn zu einem Lebensbegleiter (Vademekum) machen und jeder „nach dem sucht, was er in der jeweiligen konkreten Situation braucht“ (vgl. AL 7).

Kontinuität. Wie das schon bei den Konzilstexten der Fall war, gibt es vielleicht Stimmen, die behaupten, der Text sei nicht im Geist von demnach „fortschrittlicheren“ Synoden geschrieben worden, oder er stehe nicht treu zur Tradition… Dank der Erfahrung vergangener Jahre und der Perspektive, die uns das verschafft, können wir Kardinal Ratzingers Aussagen über das Konzil hier paraphrasieren. Das wertvollste Erbe der Synode ist nämlich dieser in Kontinuität mit dem bisherigen Lehramt in rechter Weise auslegte Text. Papst Franziskus scheint dies unterstreichen zu wollen, denn der Text geht sehr verschwenderisch mit Zitaten aus den Synodenberichten und aus Texten seiner beiden Vorgänger um: des heiligen Johannes Paul II. und seiner „Familiaris consortio“ und Benedikts XVI. und seinem Lehrschreiben „Deus Caritas“ (unter anderem).

Ein Anreiz: Als das Apostolische Schreiben der Presse vorgestellt wurde, betonte man, die Sprache von Papst Franziskus sei klar, einfach und konkret. Das ziehe ich nicht in Zweifel. Doch fände ich es gut, wenn sich der Leser von ein paar Überlegungen reizen lassen würde, die Etienne Gilson in seinem Werk „Le philosophe et la théologie” anstellt, da er erkannte, dass Philosophen sich selten dazu entschließen konnten, päpstliche Lehrschreiben zu lesen, die ihnen zu schwierig waren. Ich bin überzeugt, dass die von Gilson angemahnte Umsicht weiterhin am Patz ist und dass diese Texte eine sehr aufmerksame, reflexive Lektüre erfordern, um so den Wert jedes Satzes im Gesamtkontext des Schreibens, den Wert einiger Pausen und – wie Gilson es ausdrücken würde – die Präzision einiger Ungenauigkeiten zu erfassen. Obwohl die Schwierigkeit der Lektüre sich aus anderen Gründen ergibt, erweist sich hier folgender Text von Gilson als einschlägig: „Die Schwierigkeit besteht nicht darin, dass diese Texte in einem blumigen Amtslatein voller humanistischer Eleganz geschrieben sind, sondern eher darin, dass die Lehre und ihr Sinn nicht immer leicht zu erfassen sind. Wenn man dann das Problem der Übersetzung angeht, versteht man bei dem Versuch wenigstens am Ende, warum der Stil berechtigt ist. Man kann dieses päpstliche Latein nicht mit Worten ersetzen, die aus irgendeiner großen modernen Literatursprache entstammen; noch viel weniger kann man diese Sätze auseinandernehmen und auf andere Weise zusammenfügen, ohne dabei sofort zu bemerken, dass man bei dieser Operation, ganz gleich, wie viel Mühe man sich gibt, gegenüber dem Original an Kraft verliert, und nicht nur an Kraft, sondern auch an Präzision, was noch nicht das Schlimmste ist, denn die eigentliche Schwierigkeit, die denjenigen, die die Probe aufs Exempel machen, gut bekannt ist, besteht darin, sehr genau das zu beachten, was man, ohne dabei ins Paradoxe zu geraten, die Präzision seiner Ungenauigkeiten nennen könnte – die weise ausgeklügelte Präzision seiner gewollten Ungenauigkeiten. Wie oft meint man doch nach reifer Überlegung, dass man weiß, was das Lehrschreiben in Bezug auf ein ganz bestimmtes Thema aussagen will, doch tut es das nicht genau, und zweifellos gibt es Gründe, um angelangt an bestimmten Übergängen einer weitergehenden Festlegung des Gedankens zu wehren, weil man dafür sorgen möchte, dass man zur Aufnahme möglicher Neuerungen immer offen und bereit bleibt.“ Abschließend bittet Gilson christliche Philosophen darum, nicht nur Theologiekurse zu belegen, sondern auch eine päpstliche Universität zu besuchen, wo man lehrt, die päpstlichen Dokumente zu lesen. Als Rektor eines Päpstlichen Athenäums spreche ich diese Einladung natürlich erneut aus, doch beschränke ich mich etwas genügsamer darauf, Gläubige und in der Pastoral Tätige – an sie ist das Schreiben „Amoris laetitia“ gerichtet – einzuladen, diesen langersehnten Text über eine Frage, die den Lebensnerv vieler Menschen, Familien, der Gesellschaft und der Kirche trifft: „die Liebe in der Familie“, in Ruhe zu lesen und seinen tiefen Sinn zu erfassen.

Pater Jesus Villagrasa LC ist Rektor des Päpstlichen Athenäums Regina Apostolorum in Rom

Übersetzt von Pater Thomas Fox LC aus dem spanischen Originalartikel https://es.zenit.org/articles/para-una-lectura-de-la-amoris-laetitia/


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Ausbreitung von Fundamentalismus und Extremismus eindämmen

Redaktion  |  20/04/16
KiN - Bernardito Auza

Für den Ständigen Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York, Erzbischof Bernard Auza, steht die Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israel und Palästina kurz vor dem Scheitern. In einer Rede über den Nahen Osten erneuerte er seinen Appell, den Schmerzensschrei von Christen und anderen Opfern unter den Minderheiten von Verfolgung und Diskriminierung in der Region zu hören.

Der Erzbischof zeichnete in seiner Rede, von der Radio Vatikan Passagen brachte, ein „frustrierendes Szenario“, in dem die Friedensgespräche festgefahren sind, und Terrorakte und einseitige Aktionen den Dialog zur Wiederbelebung eines echten Friedensprozesses gefährden.

Auza erinnerte daran, dass Papst Franziskus während seiner Reise ins Heilige Land im vorletzten Jahr die Verantwortlichen in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten aufgefordert habe, die Notwendigkeit des Friedens zu erkennen und mutig den Weg des Dialogs und der Versöhnung zu verfolgen. Der Heilige Stuhl sei fest davon überzeugt, dass beide Länder über die Möglichkeit für eine friedliche Lösung verfügten. Die Hoffnung, die der Papst zum Ausdruck brachte, dürfe nicht nur ein Traum bleiben, sondern müsse Wirklichkeit werden.

Insbesondere hoffe der Heilige Stuhl, dass die Vereinbarung mit dem Staat Palästina, die am 2. Januar in Kraft trat, die Konfliktparteien dazu ermutige, ernsthaft für eine friedliche Lösung einzutreten. Und dass das Übereinkommen ein Beispiel für den Dialog und die Zusammenarbeit mit anderen arabischen Ländern mit muslimischer Mehrheit sein könne.

Der Appell sollte auch die Aufmerksamkeit auf den Libanon lenken, in dem inzwischen die Flüchtlinge aufgrund der Konflikte in den Nachbarländern ein Viertel der Bevölkerung ausmachen. Der Vatikandiplomat drängte die internationale Gemeinschaft dazu, diesem Land zu helfen, politische Stabilität zu erreichen, und sich in diesem Zusammenhang der Flüchtlingsfrage anzunehmen. An Ort und Stelle sollte auf politischem Weg die Ausbreitung von Fundamentalismus und Extremismus eingedämmt werden.

Der Internationalisierung des Terrors, der in der Region, in Nordafrika und anderen Teilen der Welt gesät werde, könne nur mit einer weltweiten kollektiven Antwort begegnet werden. (mk)


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Vorübergehende Lösung für pakistanische Flüchtlinge in Thailand

Michaela Koller  |  20/04/16
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Aus dringenden humanitären Gründen erteilt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) seit neuestem pakistanischen Flüchtlingen in Thailand zeitlich begrenzte Aufenthaltspapiere. Das berichtet die Agentur World Watch Monitor. Es handelt sich um eine vorübergehende Lösung mit stillschweigender Zustimmung der thailändischen Regierung.

Viele Flüchtlinge lebten zuvor versteckt vor der Polizei, um nicht unter menschenunwürdigen Haftbedingungen wegen illegaler Einwanderung eingesperrt und an ihr Heimatland ausgeliefert zu werden. Sie reisen in der Regel mit Touristenvisa ein und tauchen unter, sobald die Genehmigungen ablaufen. Der Zustrom ist im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent gestiegen und beläuft sich auf rund 11.500 mehrheitlich christliche Pakistanis, für die das Erstarken des Extremismus in ihrem Land zunehmend unerträglich wird.

Thailand hat die Flüchtlingskonvention von 1951 nicht unterzeichnet und kennt auch kein nationales Recht auf Asyl. Laut der pakistanischen Hilfsorganisation Christians‘ True Spirit“ (CTS) dauerten die Antragsverfahren beim UNHCR bislang bis zu drei Jahre. Familien werden CTS zufolge in den Haftzentren voneinander getrennt und selbst kleine Kinder ohne ihre Eltern eingesperrt. CTS ist der Fall eines dreijährigen Kindes bekannt, das jetzt psychisch behindert ist. Derzeit werden zwischen 700 und 800 Christen in den Hafteinrichtungen festgehalten.


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Ecuador: KiN hilft beim Wiederaufbau

Redaktion  |  20/04/16
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Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ wird nach dem Erdbeben in Ecuador beim Wiederaufbau helfen. Die Projektdirektorin von „Kirche in Not“, Regina Lynch, und der für Ecuador zuständige Referent, Marco Mencagalia, versuchen derzeit vom Nachbarland Kolumbien aus, mit Bischöfen und Seelsorgern vor Ort Kontakt aufzunehmen, um eine schnelle und effiziente Hilfe zu gewährleisten.

„Als pastorales Hilfswerk wird ,Kirche in Not‘ neben der materiellen Hilfe für die notleidende Bevölkerung besonders den Wiederaufbau von Kirchen und kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Heimen und Pfarrzentren unterstützen“, sagte die Geschäftsführerin des deutschen Zweigs von „Kirche in Not“, Karin Maria Fenbert. In Ecuador gehören fast drei Viertel der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an. Gerade in den dünn besiedelten ländlichen Regionen ist die Kirche oft einzige Sozial- und Bildungsträgerin. „Darum muss der Wiederaufbau so schnell wie möglich beginnen“, so Fenbert. „Und was man nicht vergessen sollte: Der Glaube gibt den Menschen Kraft – gerade in dieser schweren Zeit.“

Am 17. April wurde Ecuador von einem schweren Erdbeben erschüttert. Bislang wurden mehr als 300 Nachbeben gezählt. Besonders betroffen sind Dörfer und Städte in den Provinzen Manabi und Esmeraldas an der Pazifikküste. Regierungsangaben zufolge ist die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf über 400 gestiegen. Über 300 Menschen werden noch vermisst. Unzählige Gebäude in der Küstenregion sind beschädigt oder zerstört, die gesamte Infrastruktur ist zusammengebrochen.

„Kirche in Not“ unterstützt seit Jahrzehnten die Arbeit der katholischen Kirche in Ecuador – besonders bei der Glaubensunterweisung, der Jugendarbeit und in der Sorge um alte, kranke und behinderte Menschen. Das Hilfswerk unterstützt die Ausbildung von Priesteramtskandidaten und Katecheten und hilft beim Bau von Kirchen und Klöstern.

Um den notleidenden Menschen in Ecuador beistehen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online unter www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Ecuador

(Quelle: Pressemitteilung KiN)


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Nepal: Ein Jahr nach dem Erdbeben

Redaktion  |  20/04/16
Aftermath of the massive April 2015 Nepal earthquake

Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben vom 25. April 2015 in Nepal, auf das am 12. Mai ein zweites Beben folgte, sind nach Angaben der Vereinten Nationen immer noch 2,8 Millionen Menschen (über 10 Prozent der Bevölkerung) auf humanitäre Hilfen angewiesen. Bei dem Erdbeben starben fast 9.000 Menschen und 22.000 wurden verletzt. Insgesamt 500.000 Wohnungen wurden verwüstet und zahlreiche Infrastrukturen beschädigt.

Den Wiederaufbau unterstützen viele einheimische und internationale Hilfswerke, darunter auch die Caritas.

Caritas Nepal stellt, mit Unterstützung von Caritas Internationalis, für die Dauer von drei Jahren insgesamt 36,4 Millionen Euro für die Überlebenden des Bebens zur Verfügung. Im vergangenen Jahr half Caritas über 1,2 Millionen Menschen mit Nothilfen. Unter anderem finanzierte Caritas Reparaturarbeiten in fast 400 Schulen.

Der Geschäftsführer von Caritas Nepal, Pfarrer Silas Bogati, betont: „Wir haben rasch auf die Katastrophe reagiert. Nun müssen wir unseren Brüdern und Schwestern in Nepal beim Wiederaufbau helfen. Dabei bauen wir erdbebensichere Wohnungen, unterstützen Kinder beim Schulbesuch, versorgen Menschen mit Wasser und Saatgut, damit sie zu einem würdigen Leben zurückfinden.“

Zum Jahrestag des Bebens wird Caritas in Kathmandu vom 25. bis 28. April bei einer Konferenz im Beisein des Präsidenten von Caritas Internationalis, Kardinal Luis Antonio Tagle, über Herausforderungen und Zukunftsstrategien beraten. (PA)

(Quelle: Fides, 20.04.2016)


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Augsburg: Das „Basical“ geht in die dritte Runde

Redaktion  |  20/04/16
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Das christliche Orientierungsjahr „Basical“ im Bistum Augsburg geht ab September in seine dritte Runde. Während die elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Jahrgangs in ihrer Wohngemeinschaft in der Augsburger Innenstadt bald auf die Zielgerade einbiegen, läuft derzeit die Bewerbungsphase für den nächsten Jahrgang. Noch bis zum 31. Mai können sich Interessierte für das nächste Basical-Jahr beim Bischöflichen Jugendamt bewerben. Es dauert vom 1. Oktober bis 4. Juli 2017.

Für Diözesanjugendseelsorger und Initiator des Basical-Projekts, Dr. Florian Markter, ist die Zielgruppe klar: „Angesprochen sind junge Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die gerade die Schule beendet haben oder nach einer abgeschlossenen Ausbildung noch nicht genau wissen, wie der persönliche Lebensweg weiter gehen kann.“ In dieser Situation biete das Jahr im Basical ausreichend Zeit und Möglichkeiten, durchzuatmen und sich ein eigenes Bild von sich, von Gott und von der Welt um einen herum zu machen, so der Diözesanjugendseelsorger.

Die WG-Bewohner möchten in diesem Jahr sich selbst und dem Plan Gottes für ihr Leben auf die Spur kommen. Theoretisch und praktisch, in gemeinsamen und eigenen Projekten sowie bei Praktika und im sozialen Engagement. Im Alltag, aber auch bei besonderen Ereignissen sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herausfinden, wer sie selbst sind, wer Gott für sie ist und was es heute bedeutet, Christ zu sein.

Zwei Höhepunkte in den vergangenen beiden Jahren waren die Reise auf den Spuren Jesu ins Heilige Land sowie der Einsatz in der Missionarischen Woche, in der die jungen Leute ganz konkret von ihrem Glauben Zeugnis geben. Beides ist für das kommende Basical-Jahr wieder geplant. Zudem bietet das reguläre Wochenprogramm eine Mischung aus Unterricht, Gebet, Aktionen, Ausflügen, freier Zeit, Sport und Musik.

Wer sich ein genaueres Bild von dieser WG der besonderen Art machen möchte, ist herzlich eingeladen, mit den Verantwortlichen einen Termin zu vereinbaren, um in der Alten Gasse 15 in Augsburg vorbeizuschauen und die Atmosphäre des Hauses kennenzulernen.

Schriftliche Bewerbung (inklusive Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse) an:

Bischöfliches Jugendamt
Kappelberg 1
86150 Augsburg

Die Bewerbung ist auch online möglich unter hallo@basical.de.

Alle Infos rund um das Basical gibt es auf www.basical.de.

„Für mich ist das Basical eine wunderbare Zeit der Gemeinschaft mit Gott und mit den anderen, in der ich mich selbst richtig gut kennenlernen darf. Es wird definitiv eins der besten Jahre meines Lebens bleiben!“ (Veronika, Basical 2015/16)

(Quelle: Webseite des Bistums Augsburg, 20.04.2016)


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Hildegund von Schönau (um 1170-1188)

Britta Dörre  |  20/04/16
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Hildegund zeichnet sich durch eine sehr abenteuerliches Leben aus. Ihre Erziehung erhielt sie zunächst im Kloster in Neuss, dann entschloss sich ihr Vater, das Mädchen auf eine Reise in das Heilige Land mitzunehmen. Da eine solche Reise für Hildegund Gefahren barg, wurde sie als Junge verkleidet und ihr der Name Joseph gegeben.

Hildegunds Vater verstarb 1183 auf der Reise, und das Mädchen musste den Weg zurück in die Heimat allein bestreiten, da sie von ihrem Diener im Stich gelassen worden war. Der Rückweg gelang, und Hildegund wurde beauftragt, eine gefährliche Nachricht an den Papst zu überbringen.

Nachdem sie auch dieses Abenteuer unversehrt überstanden hatte, berichtet die Legende, habe sie sich den Studien gewidmet und sei in das Zisterzienserkloster Schönau in der Nähe von Heidelberg eingetreten. Dort starb sie noch als Novizin am 20. April 1188. Ihr wahres Geschlecht wurde erst nach ihrem Tod entdeckt.


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Das Licht, das in die Welt gekommen ist

Redaktion  |  20/04/16
PASSEPARTOUT Tagesevangelium - Yellow

In jener Zeit rief Jesus aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat,
und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.
Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.
Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag.
Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll.
Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

(Quelle: Evangelium Tag für Tag© Evangelizo.org 2001-2016)


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