KIN*K mit Avo Kaprealian
Donnerstag 24. August -  20.00 Uhr
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KIN*K mit AVO KAPREALIAN

Am Donnerstag den 24. August um 20.30 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir möchten Sie herzlich einladen

KIN*K Kino Kapriziös präsentiert Houses without Doors von Avo Kaprealian, im Rahmen des Residenzprogramm für Künstler*innen im Exil HIER & JETZT.

HOUSES WITHOUT DOORSMANAZIL BELA ABWAB
Syria/Libanon 2016 – 90 Min. - OV mit Eng. Untertiteln
Produced by Bidayyat 2016

Vom Balkon der elterlichen Wohnung in Aleppos Midan-Viertel dokumentiert Avo Kaprealian den Alltag auf den Straßen und den spürbar nahenden Bürgerkrieg. Ab und zu schimpft sein sonst so schweigsamer Vater, er bringe damit die Familie in Gefahr. Die Mutter hingegen nutzt die Anwesenheit der Kamera, um offen über Erlebtes und ihre Gefühle zu sprechen. In Midan leben vor allem Nachfahren von Überlebenden des Völkermordes an den Armeniern, die sich nach der Flucht aus der Heimat in Aleppo niederließen. Als die Kämpfe bis in Kaprealians Straße vordringen, verlegt er die Kamera in die Wohnung und filmt den Alltag der Familie und ihren Umgang mit Geschützfeuer, Scharfschützen und Stromausfällen. Für die armenischen Syrer, die die Tragödie des Exils tief verinnerlicht haben, gleicht die Aussicht, ihr Zuhause und Leben hinter sich lassen zu müssen, um vor dem sicheren Tod zu fliehen, einem wiederholten Familientrauma. Kaprealian beschwört die Geschichte des Kinos herauf, um die qualvolle Gegenwart seiner Familie wiederzugeben und wandelt ein Archiv des Imaginären in ein Archiv der realen Erfahrung um, in dem unter Anteilnahme am Leid die Risse der Neuen Geschichte geflickt werden.

From the balcony of his family’s apartment in Aleppo’s Midan district, Avo Kaprealian began chronicling daily life on the streets, capturing the sense of foreboding rapidly approaching with the violent conflict engulfing the country. Once in a while, the father breaks his silence to repair and his son for endangering the entire family. In contrast, the mother avails herself to the camera, recounting events and divulging emotion without reserve. Midan’s residents are mainly descendants of survivors of the Armenian genocide, who fled their homes in modern-day Turkey to settle in Aleppo. As the armed conflict hits their street, Kaprealian’s lens turns inward to record the family’s quotidian life and how they cope with shelling, snipers and power cuts. For Armenian-Syrians, whose memory is deeply etched with the tragedy of forced exile, the prospect of leaving their homes and lives behind to escape death echoes like an ancestral trauma being relived.
Kaprealian invokes the history of cinema to incarnate his family’s agonising present and transforms an archive of the imaginary into one of lived experience, stitching together ruptures in modern history and providing condolence for grief.


AVO KAPREALIAN Born in Aleppo, Syria in 1986. He studied in the Dramaturgy and Theatrical Studies Department of the Higher Institute of Dramatic Arts in Damascus. Following his debut film, the experimental JUST TWO STEPS TOO (2012, 4 min.), MANAZIL BELA ABWAB is Kaprealian’s first feature documentary.

KIN*K - Kino Kapriziös -
KIN*K ist Eintritt Frei 

HIER & JETZT Residenzprojekt für Künstler*innen im Exil
ist gefördert von Bezirkskulturfonds Lichtenberg


Wir freuen uns auf Euch!
Mit herzlichen Grüße,
BLO-Ateliers


Adresse | Anfahrt:
Blo-Ateliers, Kaskelstr. 55, 10317 Berlin
S-Bahnhof Nöldnerplatz | oder 10 Gehminuten vom Ostkreuz

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