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Liebe Freundinnen und Freunde vom Wegesrand!

Auf einmal ist über Nacht der Sommer da! Dank ausgiebiger Regenfälle sprießt nun alles in üppigstem Grün, begleitet von vielen Schnecken, die unserem Gemüse etwas zusetzen. Wer hier einmal etwas Neues probieren möchte und einen Rainfarn in der Nähe findet, könnte es einmal mit einem Tässchen Rainfarn-Tee aufs Gemüsebeet versuchen. Schnecken schätzen das nicht so – man sollte es allerdings mit dieser Boden-Kur nicht übertreiben – auch wir Menschen müssen bei Rainfarn etwas achtgeben. Einen Versuch ist es allemal wert!

Der Mai war sehr arbeitsreich, der Juni wird es für uns alle wohl ebenso sein. Umso mehr sollten wir zwischendurch immer wieder eine kleine Pause machen! Wir werden nicht noch schneller und besser, wenn wir immer mehr arbeiten ... 
Und so wandern wir am 20. Juni auf der Hohen Wand, wo wir auf der Suche nach Johannikräutern und seltenen Giftpflanzen wunderbar abschalten können. Gemeinsam gehen wir der Geschichte und Wirkung einiger besonderer Pflanzen nach. Manche davon werden wir vor Ort verarbeiten und zum Abschluss für eine glückliche zweite Jahreshälfte räuchern.

Der nächste spannende Termin ist schon am kommenden Wochenende: Nächsten Sonntag geht Ronald in einem Workshop auf unsere heimischen Gräser ein, die naturheilkundlich und kulinarisch immer noch unterschätzt werden.
Im Juli geht es weiter mit den Doldenblütlern im Hochsommer und unserem Almkräuter-Wochenende!
Mehr Infos zu Veranstaltungen und neue Rezepte findet Ihr wie immer auf der Website: https://amwegesrand.at/termine.

Diesmal gehen wir in unserem Newsletter kurz auf den Kleinen Wiesenknopf ein, den wir uns heilkundlich und kulinarisch wieder in Erinnerung rufen sollten! Wir haben auch einen köstlichen Sommerdrink daraus gemacht. Probiert ihn aus – er wird auch euren Gästen schmecken!

Wir wünschen euch einen wunderschönen, sonnigen Juni und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Alles Liebe
Christina und Ronald

Ronald Kirnbauer:
DIE WICHTIGSTEN HEIMISCHEN GRÄSER ERKENNEN UND BENENNEN
Gräser erfüllen wertvolle ökologische Funktionen und zählen zu den bedeutendsten Grünland-Pflanzen. In diesem Seminar lernt Ihr die wichtigsten einheimischen Gräser und ihre Einsatzgebiete in Theorie und Praxis mit einer Begehung im Freiland kennen. Dabei wird auch auf die Inhaltsstoffe der Gräser eingegangen und ein natürliches Hausmittel vorgestellt! 
Mitzubringen: wetterfeste Kleidung, Lupe, eventuell Jause und Getränke.
Ort: Gasthof Moser-Stockreither, Wopfing 10, 2754 Waldegg
Termin: Sonntag, 9. Juni 2019, 10–16:00
Kosten: 50 Euro (inkl. Begleitmaterialien)
Anmeldung bitte bei Ronald Kirnbauer:
Tel.: 0664/3899325, eco.biohistory@outlook.com
Ronald Kirnbauer und Christina Bachl-Hofmann:
HEILKRÄUTER UND GIFTPFLANZEN AUF DER HOHEN WAND ZUR ZEIT DER SOMMERSONNENWENDE
Zur Zeit der Sommersonnenwende erwarten uns auf der Hohen Wand besonders viele Heilkräuter in voller Blüte. Man sagt ihnen zu dieser Zeit auch besonders intensive Wirkung und Kräfte nach. Wir treffen an unserem Weg auch auf zahlreiche interessante Giftpflanzen, über die es viel zu erzählen gibt, und um die sich alte Geschichten ranken. Einige der aromatischen „Johannikräuter“ verarbeiten wir im Gasthof Postl. Zum Abschluss unserer Wanderung räuchern wir gemeinsam anlässlich der Sonnenwende!
Treffpunkt: Gasthof Postl, Postlstrasse 77, 2724 Hohe Wand
Termin: Donnerstag, 20. Juni 2019, 14:00–20:30
Kosten: 60 Euro (inkl. Handout, Produkten und Johannibrot-Verkostung)
Ronald Kirnbauer:
DIE PFLANZENFAMILIE DER DOLDENBLÜTLER IM HOCHSOMMER 
Viele Vertreter der Doldenblütler sind heute in der breiten Öffentlichkeit unbekannt! In diesem Seminar lernst du blühende giftige und essbare Vertreter dieser Familie anhand grundlegender Muster voneinander zu unterscheiden. Besonderer Wert wird auf das Erkennen und Bestimmen ausgewählter Vertreter anhand von Bestimmungsschlüsseln und Tabellen gelegt. Abschließend werden wir das neu erworbene Wissen  im Rahmen einer Exkursion vertiefen.
Ort: Volkshaus Mauerbach, Hauptstraße 220, 3001 Mauerbach
Datum: Sonntag, 14. Juli 2019, 10:00-16:00
Kosten: 50 Euro (inkl. Begleitmaterialien, Kaffee, Tee)
Anmeldung bitte bei: Ronald Kirnbauer:
Tel.: 0664/3899325 oder eco.biohistory@outlook.com
Almkräuter-Wochenende auf der Teichalm – 
NOCH ZWEI FREIE PLÄTZE!

Die wunderschöne Landschaft der Teichalm ist der perfekte Rahmen für unser Wochenende, an dem wir uns dem Erkennen, Sammeln und Verarbeiten von Almkräutern und Pilzen widmen.
Unser Almwochenende steht auch für Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit in der Natur. Die gemeinsamen Wanderungen sind auch für weniger erfahrene Wanderer leicht zu bewältigen. Mehr Infos zu Kosten und Programm findet ihr hier: https://t1p.de/o2e5
Ort: Gaston-Lippitt-Hütte auf der Teichalm
Termin: 19.7. – 21.7.2019

 

Kleiner Wiesenknopf mit Gurke:

- 20 Stängel frischer Kleiner Wiesenknopf
- 1 Flasche trockener, leichter Weißwein
- ca. ein Drittel einer Salatgurke, in feine    
  Streifen geschnitten
- ⅛ l Wildkräutersirup (Waldmeister-, Holunder-
  oder Melissensirup)
- kohlensäurehaltiges Mineral- oder Sodawasser
- Eiswürfel
Am Vorabend werden die frischen Stängel vom Kleinen Wiesenknopf samt den Gurkenstreifen in den Wein gelegt und über Nacht verschlossen gekühlt. Am nächsten Tag vor dem Servieren füllt man Sektgläser mit dem aromatisierten Wein und fügt einen Schuss Wildkräutersirup, Mineral- oder Sodawasser und Eiswürfel bei. Der Aperitif wird mit einem schmalen Gurkenstreifen und frischem Wiesenknopf garniert.
Ein überaus erfrischender Sommerdrink!

 

Der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
Alte Heilpflanze und unterschätztes Geschmackserlebnis

Der Kleine Wiesenknopf zählt wohl zu den bekannteren Wildkräutern und gehört zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse (Rosaceae).
Umgangssprachlich wird häufig auch der Name Pimpinelle verwendet. Dadurch kommt es nicht selten zu Verwechslungen mit der Kleinen Bibernelle (Pimpinella saxifraga), einem Vertreter der Doldenblütler (Apiaceae). Diese Pflanzenart ist nämlich auch unter dem Namen Pimpinelle bekannt!
Im Frühling hat der Kleine Wiesenknopf eine kleine, am Boden anliegende Blattrosette mit einfach gefiederten Laubblättern. In diesem Stadium kann er ohne ein geschultes Auge auch mit anderen Wildpflanzen verwechselt werden, wie zum Beispiel mit dem Wilden Pastinak (Pastinaca sativa), der bereits erwähnten Kleinen Bibernelle (Pimpinella saxifraga), der Großen Bibernelle (Pimpinella major) und natürlich seinem großen Bruder, dem Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). 

Der Kleine Wiesenknopf stellt für sein Wachstum und seine Entwicklung keine besonderen Ansprüche. Er ist reich an Vitamin C und wächst sowohl an sonnigen, trockenen Plätzen als auch an etwas schattigeren, feuchten Orten.
Die Blätter der Pflanze sind frisch, getrocknet und gekocht essbar. Frisch schmecken sie allerdings am besten. Aufgrund ihres gurkenartigen Geschmacks passen sie wunderbar in Aufstriche, Kräuterbutter, Suppen, Saucen oder Strudel. Nicht zuletzt ist der Kleine Wiesenknopf einer der Hauptbestandteile der Frankfurter Grünen Sauce. Auch in kühlen Sommerdrinks mit oder ohne Alkohol ist die zarte Pflanze nicht zu verachten. Selbst Sirup kann daraus hergestellt werden.
In vielen Gegenden Mitteleuropas wird der Kleine Wiesenknopf seit langem in der Volksmedizin eingesetzt: Die Laubblätter enthalten vor allem Gerbstoffe, die auf seine Verwendung hinweisen. Auch die Bezeichnung „Sanguisorba“ verrät sein Haupteinsatzgebiet, die Blutstillung – sowohl innerlich als auch äußerlich! Bekannt ist auch der Einsatz bei Sonnenbrand und bei der Wundheilung. Innerlich angewendet wirkt der Kleine Wiesenknopf auch harntreibend und kann bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen eingesetzt werden.
Übrigens: Die anspruchslose Pflanze lässt sich leicht in den Garten holen, wo sie im allgemeinen problemlos gedeiht. Die grünen Blätter sind sogar in milden Wintern frisch verfügbar!

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