Copy
Technische Analyse zu Palladium
Header

Was sich beim anonymen Kauf von Edelmetallen ändert

Wiesbaden, den 24.02.2017


Sehr geehrter Herr Frank,

in unserem heutigen Newsletter finden Sie folgende Themen:
Viele Edelmetallkäufer schwören darauf Barren und Münzen ausschließlich anonym im Rahmen von sogenannten Tafelgeschäften zu erwerben, statt sie bequem von zu Hause aus online zu bestellen. Für den Erwerb von Edelmetallen im Rahmen von Tafelgeschäften wird es innerhalb der nächsten vier Monate erhebliche Verschlechterungen geben, die wir nachfolgend näher erläutern. Wer hingegen online bestellt und per Überweisung bezahlt, muss sich hingegen auf keine Änderungen einstellen. Zum Beitrag

Die Lunar-Silbermünze 2017 mit Privy Mark ist da! Diese prägefrische Sondermünze können Sie ab sofort in unserem Onlineshop erwerben. Kleiner Vorgeschmack auf die neue Anlagemünze gefällig?

In seinem Marktkommentar beschäftigt sich Chef-Analyst Markus Blaschzok diese Woche mit der immer noch andauernden Goldrallye und beantwortet die Frage, warum steigende Zinsen diesmal gut für Gold sind. Im Fokus der dieswöchigen technischen Analyse steht das Edelmetall „Palladium“.

Viel Spaß bei der Lektüre unseres heutigen Newsletters wünscht

Ihr

Tim Schieferstein
Tim Schieferstein
Geschäftsführer

Tim Schieferstein

Achtung – Anonymer Goldkauf wird gesetzlich eingeschränkt


Im Extremfall nur noch maximal vier Monate bleiben Ihnen, wenn Sie anonym Edelmetalle in Höhe der bisherigen Grenze von 15.000 € erwerben möchten:
 
Mitte Dezember wurde von der Europäischen Union die „Vierte Geldwäscherichtlinie“ beschlossen. Bis jetzt konnten in Deutschland Transaktionen bis zu einem Schwellenwert von 15.000 € anonym durchgeführt werden. Über dieser Grenze sind Händler gesetzlich dazu verpflichtet die Identität des Kunden festzustellen. So sollen die Schwarzgeldwäsche sowie die Terrorismusfinanzierung verhindert werden. Aktuell können Sie beispielsweise bei Partnern von GoldSilberShop.de an über 70 Standorten Edelmetalle bis zu einem Wert von 14.999 € anonym erwerben.
 
Die von der EU beschlossene Richtlinie muss bis spätestens 26.06.2017 in nationales deutsches Recht übernommen werden. Wenn Deutschland also fristgerecht die EU-Vorgaben umsetzen will, verbleiben Ihnen also maximal vier Monate, um Tafelgeschäfte im bisherigen Umfang durchzuführen. Hier können Sie den Ihnen nächstgelegenen Partner für Tafelgeschäfte von GoldSilberShop.de finden.

 

Wie wahrscheinlich ist es, dass die Gesetzesänderungen kommen?

.
Dass die EU-Vorgaben in Deutschland in nationales Recht umgesetzt werden, ist sehr sicher. Unsicher ist hingegen wann dies geschehen wird: Zwar soll die EU-Richtlinie bis zum 26.06.17 in nationales Recht umgesetzt werden, denkbar ist aber, dass dies auch früher passiert, da die Bundesregierung sich am Mittwoch auf die Umsetzung des neuen Gesetzes verständigt hat.

In der Tagesschau vom 21.02.2017 wurde gemeldet, dass die Umsetzung bis Juni erfolgen soll. Wer also gedenkt statt online lieber vor Ort anonym gegen Barzahlung Edelmetalle zu kaufen, sollte die Berichterstattung in unserem Newsletter weiter verfolgen und sicherheitshalber sein Kaufvorhaben nicht mehr auf die lange Bank schieben.
 

Was genau ändert sich bei Tafelgeschäften?

 

Herabsetzung des Schwellenwerts


Nach der „Vierten Geldwäscherichtlinie“ wird der Schwellenwert für anonyme Geschäftsbeziehungen von 15.000 € auf 10.000 € herabgesetzt. Dabei ist dies nicht nur die Höchstgrenze für eine Transaktion, sondern für die Summe aller Geschäfte über einen längeren Zeitraum von vielen Monaten. Wird man selbst Wochen später noch einmal bei dem gleichen Händler vorstellig, so muss dieser genau dann die Identität der Person feststellen, wenn die Gesamtsumme der Geschäfte 10.000 € überschreitet. Eine automatische Weitergabe der Daten an die Finanzämter erfolgt nicht, doch sind Händler dazu verpflichtet, den Verdacht auf Geldwäsche zu melden.
 
Darüber ergeben sich für Edelmetallhändler, die auch Bartransaktionen über 10.000 € abwickeln, erweiterte Sorgfalts-, Prüfungs- und Dokumentationspflichten.
 
Der anonyme Erwerb von Edelmetallen wird sich in Deutschland in Kürze also gemäß dem aktuellen Referentenentwurfs (siehe auch Kommentierung) deutlich erschweren.

Diesen halten wir für verhältnismäßig so aufwendig, dass wir Ihnen davon abraten, nach Einführung der neuen gesetzlichen Richtlinien, Bartransaktionen von mehr als 10.000 € durchzuführen. Konkret sind dies (auszugsweise):
 
 

Erweiterung der Verpflichtenden um Güterhändler


Ebenfalls wird der Kreis der Verpflichtenden erweitert, die strengere Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung zu erfüllen haben: So zählt jeder als Güterhändler, der ein Geschäft gegen Barzahlung abwickelt, dessen Transaktionswert 10.000 € übersteigt.
 
Beispiele für Einstufung als verpflichteter Güterhändler
Verkauft Händler Goldzahn an Sven Sparfuchs einen Goldbarren über 12.000 € in bar, zählt Händler Goldzahn als Güterhändler, der die nachfolgenden Verpflichtungen einhalten muss. Zudem muss er eine GWG-Prüfung mit Herrn Sparfuchs durchführen.
 
Münzspezialist Heinz Silberkrone verkauft an Frau Inkognito im Januar Silberunzen für 9.900 € in bar. Zwei Wochen später sucht Frau Inkognito Herr Silberkrone wieder auf, um einen Brillanten für 500 € bar zu kaufen. Da beide Geschäfte mit Frau Inkognito (auch nach bisherigem Recht) als zusammenhängende Transaktion zu werten sind und die Transaktion in Summe die reduzierte Grenze von 10.000 € übersteigt, ist Herr Silberkrone als verpflichteter Güterhändler einzustufen. Auch Frau Inkognito muss hinsichtlich GWG-Richtlinien geprüft und legitimiert werden.
 
Barrenverkäufer Platinmann verkauft gegen Barzahlung an Lars Laufkunde einen Platinbarren im Gegenwert von 8.000 € und eine Stunde später an Bert Bullion einen weiteren Barren für 5.000 €. Da es sich um zwei unterschiedliche Kunden handelt und die Schwelle je Transaktion von 10.000 € nicht überschritten wurde, zählt er nicht als verpflichteter Gütehändler. Sofern er den Verdacht hat, dass eines der Geschäfte im Zusammenhang mit Geldwäsche steht, ist er dennoch verpflichtet eine Meldung zu machen und eine GWG-Prüfung durchzuführen. 

Überprüfung im Transparenzregister
Darüber hinaus soll ein Transparenzregister eingeführt werden, das es erleichtert Unternehmensdaten und der für das Unternehmen handelnden Personen zu verifizieren.
 
Das Transparenzregister führt zukünftig – ähnlich dem Handelsregister – Daten über handelnde Personen, jedoch ist der meldepflichtige Personenkreis erweitert.

Überprüfung politisch exponierter Personen und deren Familienmitglieder
Personen, die Bartransaktionen für 10.000 € oder mehr durchführen wollen, müssen zudem prüfen (nicht nur erfragen!), ob es sich um eine politisch exponierte Person, dessen Familienmitglied oder eine bekanntermaßen nahestehende Person handelt oder es in den letzten 12 Monaten war.
 
Politisch exponierte Person im Sinne dieses Gesetzes ist jede Person, die ein hochrangiges wichtiges öffentliches Amt auf internationaler, europäischer oder nationaler Ebene ausübt oder ausgeübt hat oder ein öffentliches Amt unterhalb der nationalen Ebene, dessen politische Bedeutung vergleichbar ist, ausübt oder ausgeübt hat. Zu den politisch exponierten Personen gehören insbesondere
 
1. Staatschefs, Regierungschefs, Minister, Mitglieder der Europäischen Kommission,
stellvertretende Minister und Staatssekretäre,
 
2. Parlamentsabgeordnete und Mitglieder vergleichbarer Gesetzgebungsorgane,
 
3. Mitglieder der Führungsgremien politischer Parteien,
 
4. Mitglieder von obersten Gerichtshöfen, Verfassungsgerichtshöfen oder sonstigen
hohen Gerichten, gegen deren Entscheidungen im Regelfall kein Rechtsmittel mehr
eingelegt werden kann,
 
5. Mitglieder der Leitungsorgane von Rechnungshöfen,
 
6. Mitglieder der Leitungsorgane von Zentralbanken,
 
7. Botschafter und deren Vertreter,
 
8. hochrangige Offiziere der Streitkräfte,
 
9. Mitglieder der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane staatseigener Unternehmen,
 
10. Direktoren, stellvertretende Direktoren, Mitglieder des Leitungsorgans oder sonstige
Leiter mit vergleichbarer Funktion in einer internationalen oder europäischen Organisation.
 
Das Bundesministerium der Finanzen kann durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung
des Bundesrates weitere Personengruppen benennen, die als politisch exponierte Personen gelten.
 
Familienmitglied im Sinne dieses Gesetzes ist ein naher Angehöriger einer politisch exponierten Person, insbesondere

1. der Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner,
2. ein Kind und dessen Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner sowie
3. jeder Elternteil.
 
Bekanntermaßen nahestehende Person im Sinne dieses Gesetzes ist jede Person, bei der der Verpflichtete auch ohne Nachforschungen Grund zu der Annahme haben muss, dass eine wirtschaftliche Beziehung zu einer politisch exponierten Person besteht.
 
Durchführung einer Risikoanalyse für Verpflichtende
Als Verpflichteter muss man zu Beginn einer Geschäftsbeziehung und fortlaufend eine Risikoanalyse durchführen in der man bewertet, inwieweit bei dem Geschäftspartner ein erhöhtes Risiko hinsichtlich Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung etc. besteht.
 
Bestellung GWG Beauftragten und Vertreter
Als Verpflichteter muss man einen Geldwäschebeauftragten und einen Vertreter bestellen, der der Geschäftsführung direkt untergeordnet sein muss.
 
Erweiterte Aufzeichnungspflichten
Auch die Aufzeichnungspflichten sollen erweitert werden. So muss man beispielsweise auch sicherstellen, dass die Aufzeichnungen innerhalb von 48 Stunden auf Verlangen zugänglich gemacht werden.
 
Strafhöhe bei Zuwiderhandlung und öffentliche Bekanntgabe
Bei natürlichen Personen wird die Höhe der Geldstrafe auf 200.000 € verdoppelt. Für Unternehmen wurden ebenfalls neue Regelungen aufgestellt.
 
Lesen Sie, im Marktkommentar von Markus Blaschzok, mehr zu den Hintergründen der Bargeldabschaffung. Zum Beitrag

Lunar-Silbermünze 2017 nun mit „Privy Mark“ erhältlich


Die Lunar-Serie-II der australischen Münzprägeanstalt Perth Mint wird in der Ausgabe 2017 – dem Jahr des Hahns – von einem Hahn geziert (wir berichteten).
 

1 Unze Silber Lunar Hahn 2017 Privy Mark

 
Zustand neuwertig bzw. prägefrisch
Metall XAGEUR Silber
Einzelverpackung in durchsichtiger Plastikkapsel
Mengenverpackung  
 
je 100 Stück in Original Pappmünzbox der Perth Mint
Feingewicht 1 Feinunze (31,11 g)
Rohgewicht 31,135 Gramm
Herkunftsland Australien
Feinheit 999,0 / 1.000 bzw. 24 Karat
Durchmesser 45,60 mm
Nennwert 1 Australischer Dollar
Jahrgang 2017

Hier direkt zum Produkt
 
Seit 2012 wird neben der gängigen Prägung der Lunar-Silbermünzen der Perth Mint eine Sondermünze der 1-oz-Münzen herausgebracht. Diese zeigt auf der Motivseite der Münze zusätzlich eine aufgeprägte Markierung in Form eines Löwen und unterscheidet sich mit diesem Merkmal von den Standard-Silbermünzen der Lunar-Serie. Beauftragt wurde die Sondermünze mit der Extra-Prägung von der Bayern LB.  

Die Lunar-Silbermünze 2017 ist die mittlerweile sechste mit dem sogenannten „Privy Mark“. Dieses befindet sich in der diesjährigen Prägung am oberen Rand der Anlagemünze.

Übrigens: Wir haben auch weitere Silber-Anlagemünzen mit Privy Mark für Sie in unserem Sortiment:

1 Unze Silber Lunar 2013 Schlange Privy Mark Löwe

 
Zustand neuwertig bzw. prägefrisch
Metall XAGEUR Silber
Einzelverpackung in durchsichtiger Plastikkapsel
Mengenverpackung   
 
je 100 Stück in Original Pappmünzbox der Perth Mint
Feingewicht 1 Feinunze (31,11 g)
Rohgewicht 31,135 Gramm
Herkunftsland Australien
Feinheit 999,0 / 1.000 bzw. 24 Karat
Durchmesser 45,60 mm
Nennwert 1 Australischer Dollar
Jahrgang 2013


Hier direkt zum Produkt
 

1 Unze Silber Lunar Ziege 2015 Privy Mark

 
Zustand neuwertig bzw. prägefrisch
Metall XAGEUR Silber
GoldSilberScore 3
Sicherheit 35%
Verpackung 80%
Hintergrund 3
Hintergründe 65%
Wiederverkauf 75%
Einzelverpackung in durchsichtiger Plastikkapsel
Mengenverpackung   
 
je 100 Stück in Original Pappmünzbox der Perth Mint
Feingewicht 1 Feinunze (31,11 g)
Rohgewicht 31,135 Gramm
Herkunftsland Australien
Feinheit 999,0 / 1.000 bzw. 24 Karat
Durchmesser 45,60 mm
Nennwert 1 Australischer Dollar
Jahrgang 2015

Hier direkt zum Produkt

Einladung zur nächsten Onlinekonferenz mit Chef-Analyst Markus Blaschzok


Am 15.03.2017 findet um 17:30 Uhr das nächste Webinar mit Chef-Analyst Markus Blaschzok statt – Sie können sich dafür hier kostenlos anmelden und exzellente Marktinformationen zu Edelmetallen aus erster Hand erhalten. Gerade im jetzigen Kursumfeld hat er Interessantes für Ihre Anlageentscheidungen zu berichten.
 
Jetzt anmelden >>>
Marktkommentar

Hintergründe der Bargeldabschaffung



Die Begründung, mit der Einschränkung von Bargeschäften die Terrorismusfinanzierung verhindern zu wollen, ist lediglich eine Verkaufsmasche für die Bevölkerung, da keinerlei Einflussnahme hierdurch möglich ist. Dass der Staat Schwarzgeldgeschäfte verhindern und so seine Einnahmen erhöhen will, kommt der Wahrheit hingegen schon näher.
 
In Italien wurde in den letzten Jahren die Grenze von Bargeschäften bereits auf 3.000 Euro und in Frankreich und Portugal auf 1000 Euro gesenkt, während diese in Polen und Kroatien immer noch bei 15.000 Euro vergleichsweise hoch liegt.
 
Keine Obergrenzen gibt es in Deutschland, den skandinavischen Staaten, dem Vereinigten Königreich, Österreich, Slowenien, Litauen, Lettland und Zypern. Die völlige Abschaffung des Bargeldes ist das eigentliche Ziel der schrittweisen Reduzierung der Anonymitätsgrenze bei Bargeldgeschäften.
 
Ist das Langfristziel der völligen Abschaffung von Bargeld erst einmal umgesetzt, sind alle Transaktionen der Menschen transparent und besteuerbar, womit sich die Einnahmen für den Staat maximieren lassen. Gleichzeitig lassen sich alle Transaktionen einfach kontrollieren sowie steuern, was dem Staat zusätzliche Macht verleiht. Weiterhin ist es ohne Bargeld nicht mehr möglich dem Bankensystem zu entfliehen und seine Ersparnisse vor einem „Bail In“ zu schützen. Ein deflationärer Crash durch eine Flucht aus dem Kreditgeldsystem wäre somit unmöglich. Das wäre gut für die Banken und den Staat, da diese von der Inflation und der Kaufkraftentwertung der Bankguthaben profitieren.
 
Auf der anderen Seite sind die Bürger ohne Bargeld dem Wohlwollen von Staat und Banken hilflos ausgeliefert. Es wäre unmöglich den Banken das Vertrauen zu entziehen und seine Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Der Missbrauch der Daten und der Missbrauch von Macht in einer bargeldlosen Gesellschaft sind Risiken, die zu hoch wiegen. Weiterhin ist die bargeldlose Gesellschaft viel teurer als die Zahlung mit Bargeld. Auch wenn die Zahlung mit Karte bequemer ist, wiegen die Vorteile die Risiken und Nachteile einer bargeldlosen Gesellschaft nicht auf.    

 

Das Bargeldverbot aus Sicht der „Österreicher“


Aus Sicht der Österreichischen Schule der Nationalökonomie machen all diese politischen Einschränkungen keinen Sinn. Schon das Geldmonopol an sich ist infrage zu stellen, denn es bietet keinen Nutzen, sondern schafft nur Probleme und Kosten für die Gesellschaft. Doch da sich Regierungen durch das staatliche Geldmonopol über ihre Verhältnisse verschulden und die Bevölkerung unbegrenzt über Inflation besteuern können, zwingt der Staat die Menschen dazu nur sein Geld zu verwenden. So war und ist bisher noch das offizielle gesetzliche Zahlungsmittel das Bargeld – bestehend aus staatlichen Banknoten und Münzen. Bankeinlagen waren hingegen noch nie, weder formal noch rechtlich, Zahlungsmittel, sondern schon immer lediglich von Banken ausgestellte Schuldscheine. Wer sein Geld auf ein Konto bei der Bank einzahlt, vergibt der Bank einen Kredit. Daher erhält man in der Regel auch Zinsen und haftet bei einer Pleite der Bank mit seinen Einlagen.
 
Das Beste für die Menschen, die Wirtschaft und den Wohlstand der Gesellschaft ist nicht der Weg hin zu mehr Regulierung und Überwachung, sondern hin zu mehr Deregulierung und Freiheit. Die Österreichische Schule fordert die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols und stattdessen freien Wettbewerb der Währungen. Dies würde natürlich das Ende des Euro bedeuten, da dieser eine Schwachwährung ist. Hätten die Menschen wieder die Freiheit selbst das bevorzugte Geld zu wählen, so würden sie ihre Ersparnisse in die Form von Geld stecken, die nicht an Kaufkraft verliert oder sogar noch an Kaufkraft gewinnt. Wer würde noch Baumwollgeld wie den Euro halten wollen, das Jahr um Jahr an Wert verliert, wenn man es auch anders haben kann? Der freie Markt würde wie eh und je in der Geschichte vermutlich Gold und Silber als ideales Geld hervorbringen. Natürlich gäbe es auch dann die Möglichkeit bargeldlos zu zahlen, wenn man denn will. Der entscheidende Unterschied wäre dann nur, dass dies erstens freiwillig erfolgt und zweitens, dass Online-Transaktionen durch Geld gedeckt wären. Für die Menschen hat eine Abschaffung des staatlichen Geldmonopols also nur Vorteile – einzig die Regierungen können davon nicht mehr profitieren und die Menschen nicht mehr hinterrücks über Inflation enteignen und auch die Geschäftsbanken hätten nicht mehr die Möglichkeit die Geldmenge beliebig zu vermehren.

Die Goldrallye nimmt kein Ende


Der Goldpreis stieg in dieser Woche wieder um 20$ auf nun 1.254$ an. Dabei zeigt sich Gold in diesem Jahr bisher extrem stark und die Lage am Terminmarkt hat sich im Vergleich zum Jahresbeginn kaum verschlechtert. Großartige Rücksetzer sind daher nicht zu erwarten und man sollte an seinen abgesicherten Long-Positionen im Moment einfach festhalten und warten, welche Kurssprünge hier möglicherweise noch kommen mögen. Besonders der Goldpreis in Euro bleibt gut unterstützt, da die Europäische Zentralbank weiterhin monatlich 60 Mrd. Euro neues Baumwollgeld druckt und somit die europäische Gemeinschaftswährung immer weiter abwertet. Der Goldpreis könnte daher bereits in naher Zukunft neue Mehrjahreshochs auf Eurobasis erreichen.
Zum Vergrößern hier klicken

Der Goldpreis zeigt in diesem Jahr bisher extreme relative Stärke und verspricht damit weitere Anstiege in diesem Jahr.
 
Die Stärke des Goldes wird auch dadurch demonstriert, dass die Investoren eigentlich risikofreudig den Dow Jones in dieser Woche mit 20.800 Punkten auf ein neues nominales Allzeithoch hievten und Gold nicht schwächelt. Sollte der Aktienmarkt zur Korrektur ansetzen und die Anleger wieder das Risiko scheuen, könnte die Rallye am Goldmarkt noch einmal zusätzlichen Schub erhalten. Auch der deutsche Aktienindex DAX ist mit 12.000 Punkten nur noch 400 Punkte von einem neuen Hoch entfernt, wobei die Performance im Vergleich zum amerikanischen Pendant und insbesondere zum extrem schwachen Euro eigentlich schlecht ist. Hintergrund der relativen Schwäche am deutschen Aktienmarkt sind die strukturellen Probleme der EU und der Eurozone sowie die ständige Gefahr des Zerfalls bei einem Austritt Frankreichs aus der Union.
Zum Vergrößern hier klicken

Der DAX zeigt sich relativ schwach im Vergleich zu den amerikanischen Aktienindizes.

US-Notenbank Fed droht mit Zinsanhebung


Der amerikanische Aktienmarkt war diese Woche stark, obwohl das Protokoll der US-Notenbank Fed am Mittwochabend Hinweise auf eine baldige Zinsanhebung lieferte. In der zuletzt auf 2,5% gestiegenen Teuerungsrate in den USA sah die Notenbank nur ein moderates Risiko. Man sah vielmehr eine wieder fallende Inflationsrate wegen des Risikos eines noch stärkeren Dollars. Wir stimmen dieser Einschätzung zu, da der Dollar im Verhältnis zum Euro, Yen oder Pfund nach unserer Analyse weiter Stärke zeigen dürfte und die Parität zum Euro schon sehr nahe ist. Weiterhin sehen wir den Ölpreis nach unserer Analyse bald wieder auf Talfahrt, nachdem der Terminmarkt seit einigen Wochen extreme relative Schwäche zeigt. Auch die Rohöllagerbestände sind bis zum Rand gefüllt, während die Rohölproduktion auf Rekordhochs verharrt und die US-Schieferölproduktion zuletzt wieder zunahm. Im Bereich von 55$ bis 60$ scheint für längere Zeit der Deckel auf dem Rohölpreis zu sein und damit kann die Teuerung noch einige Zeit zumindest statistisch in Schach gehalten werden. Den starken Anstieg des US-Aktienmarktes sieht die Fed als Folge des Versprechens zu deutlichen Steuersenkungen um 20% für Unternehmen durch die neue US-Regierung. Man glaubt, die Erwartung steigender Gewinne der Unternehmen dürfte jedoch enttäuscht werden, weshalb man den Anstieg des Aktienmarktes mit Skepsis sieht.
 
Der neue US-Präsident Trump hat in dieser Woche angekündigt die massiven Steuersenkungen bis zum Sommer umsetzen zu wollen, was ein ambitioniertes Ziel sein dürfte. Die geplante Senkung der Unternehmenssteuern von aktuell 35% auf 15% wäre aus Sicht der Österreichischen Schule der Nationalökonomie nur zu begrüßen. Die gleichzeitige Anhebung von Einfuhrsteuern sind hingegen Maßnahmen, die dem Wohlstand der amerikanischen Bevölkerung schaden und zu einem Handelskrieg führen dürften. Sollte die rasche Umsetzung der Steuersenkungspläne gelingen, so dürften zwar viele Investitionen zurück in die USA fließen, doch die Reindustrialisierung des Landes und die Neuschaffung von ganzen Wertschöpfungsketten ist ein Prozess, der zwei Jahrzehnte andauern wird. Das Wirtschaftswachstum könnte also frühestens 2018 erste positive Auswirkungen dieser neuen wirtschaftsfreundlichen Politik spüren, was noch sehr weit in der Zukunft liegt. Verzögerungen bei der Umsetzung der Reformpläne könnten hingegen die Bullen am Aktienmarkt schnell enttäuschen und zumindest zeitweise für deutliche Rückschläge sorgen. Mittelfristig bleiben die Aktienmärkte aufgrund der globalen Geldmengenausweitung jedoch gut unterstützt und die Inflation dürfte größere Einbrüche verhindern.
Zum Vergrößern hier klicken

Die Bullen treiben den US-Aktienmarkt auf neue Allzeithochs!

Steigende Zinsen sind diesmal gut für Gold


Die Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinsanhebung um 0,25% im März liegt nach den Fed Funds Futures immer noch bei 78%. Sollte die US-Notenbank jedoch nicht liefern, so wäre die nächste Notenbanksitzung im Mai, an der es zu einer Leitzinserhöhung kommen könnte.   
Zum Vergrößern hier klicken

Die Zinsen in den USA müssen aufgrund der Inflation weiter ansteigen.
 
Viele fürchten, dass der Goldpreis dann wieder einbrechen könnte. Eine Binsenweisheit besagt nämlich, dass steigende Markt- und Leitzinsen schlecht für den Goldpreis seien, da Gold keine Rendite abwirft. Anlagen, die eine regelmäßige Rendite abwerfen, würden dann attraktiver werden zum Gold, da man für dieses sogar Lagerhaltungskosten zahlen müsse. Diese Aussage ist nur teilweise richtig. Worauf es wirklich ankommt ist, dass die realen Zinsen negativ bleiben. Und genau das sehen wir weiterhin. Die ausgewiesene Inflationsrate ist mit 2,5% weit von der inoffiziellen Teuerung bei 10,4% – nach der Berechnungsmethode von 1980 – entfernt. Steigen die Marktzinsen bzw. die Leitzinsen aufgrund von Inflation, so wie in den siebziger Jahren, dann ist dies natürlich sehr bullisch für die Edelmetalle und sogar ein bestätigender Faktor. Nur wenn die Preise stabil sind und die Zinsen aufgrund einer starken Wirtschaftsentwicklung und starker Nachfrage nach Krediten anziehen, würde eine Anlage in den sicheren Hafen Gold unattraktiv für Investoren werden.
 
In dem aktuell zunehmend stagflationären Umfeld ist es jedoch diametral gegensätzlich. Die Volkswirtschaften geraten real immer tiefer in wirtschaftliche Probleme und stehen vor einem Crash, wenn die monatlichen Injektionen neuen Papiergeldes stoppen würden. Gleichzeitig herrscht ein stark inflationäres Umfeld, das es in dem aktuell globalen Ausmaß bisher noch nicht gegeben hat. Wenn die Zinsen steigen, dann nur aufgrund der Inflation, die im Hintergrund längst massiv in die Teuerung einfließt. Die offiziellen statistischen Warenkörbe verschleiern dies noch, doch sind steigende Zinsen aktuell ein Grund Gold zu kaufen – jedoch in keinem Fall es zu verkaufen.
 
Daher lautet unser Rat weiterhin Gold und Silber in Preisrücksetzern zu kaufen und sich auf die kommende Hochinflationsphase vorzubereiten. Die Bundesbank hat vermutlich nur sehr wenig Gold und auf staatliche Unterstützung darf man daher nicht bauen. Jeder muss für sich selbst eigenverantwortlich einen Goldschatz anlegen, um sich vor den kommenden Gefahren für die Altersvorsorge und die Ersparnisse zu schützen.

Technische Analyse zu Palladium


Die wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Platin zeigten zur Vorwoche deutliche Stärke. Der CoT-Index steht bei 48 Punkten und es scheint, als hätten sich bereits etwas zu viele Bullen für steigende Preise positioniert. Noch gibt es keine deutliche Extremposition und es wäre noch etwas Luft nach oben vorhanden, wenn sich der Goldpreis weiterhin so stark halten kann. Die Gefahr schneller und starker Rücksetzer hat jedoch deutlich zugenommen, weshalb man immer einen Stop-Loss im Markt platzieren sollte.
 
Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)
Zum Vergrößern hier klicken

Der Terminmarkt zeigt erste Anzeichen von Erschöpfung.

Palladium in US-Dollar


Die letzten Gewinne aus dem Short-Trade hatten wir bei 660$ je Feinunze mitgenommen. Seither warten wir auf neue Chancen im Trading. Der Kampf um den Widerstand bei 760$ je Feinunze läuft mittlerweile seit vier Monaten. Die weitere Entwicklung hängt jetzt von dem Goldpreis ab – kann dieser stark bleiben, so dürfte auch der Palladiumpreis weiter haussieren. Die nächsten Widerstände liegen bei 810$ sowie 870$. Wichtig ist, dass der Aufwärtstrend, der aktuell bei 700$ verläuft, intakt bleibt. Mittel- bis langfristig hat Palladium wie auch Gold beste Chancen auf starke Anstiege und dient zusätzlich als Absicherung gegen Inflation.
Zum Vergrößern hier klicken

Palladium kämpft mit dem Widerstandsbereich bei 760$.

Palladium in Euro


In Euro ist der Palladiumpreis aufgrund des schwachen Euros noch besser unterstützt. Da die EZB weiterhin so viel Geld druckt und den Euro weiter abwerten wird, ist es unwahrscheinlicher, dass die Unterstützung bei 600€ je Feinunze noch einmal deutlich unterschritten wird. Wir rieten im letzten Jahr immer bei 450€ zu antizyklischen Käufen von Palladium. Mit dem Anstieg über den Widerstandsbereich bei 620€ je Feinunze gab es ein weiteres Kaufsignal. Auf Sicht der nächsten Jahre sind wir für Palladium sehr optimistisch und sehen weiterhin deutliche Anstiege. Palladium sollte man in jedes gut diversifizierte Edelmetalldepot zu 5% bis 10% beimischen.
Zum Vergrößern hier klicken

Bei 450€ hatten wir Palladium zum Kauf empfohlen.
Copyright © 2017 SOLIT Management GmbH, alle Rechte vorbehalten.