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Newsletter 03/17


Wie wichtig ist Netzwerken eigentlich?

Liebe LENA-Freundinnen und -Freunde,

das Pflegen guter Kontakte gilt als Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Eine jährliche Betriebsbefragung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufserforschung (IAB), bei der etwa 15.000 Betriebe teilnehmen, zeigt, dass die Suche der Unternehmen nach Mitarbeitern über persönliche Empfehlungen die besten Erfolgsaussichten bietet. Ein Viertel aller offenen Stellen wird so besetzt.
Mentorships sind eine gute Möglichkeit sein berufliches Netzwerk zu erweitern. Wie man ein Netzwerk unter berufstätigen Frauen innerhalb eines Mentorships nutzen kann, darüber berichtet die ehemalige Mentee Julia Lippel. Und das, obwohl das Netzwerken für sie eher anstrengend ist, wie sie selbst sagt. Damit die Kontaktpflege nicht zum aggressiven Selbstmarketing wird, haben wir im Buch "Effizientes Networking" von Barbara Liebermeister nachgesehen und die wichtigsten Tipps für Sie in diesem Newsletter notiert.

Wenn Sie mögen, möchte ich Sie zum Schluss an meinen Eindrücken aus meinem Besuch im Silicon Valley teilhaben lassen. Auch das Networking kam dort voll zum Zuge. 
Viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie "mit uns verbunden".
Ich freue mich auf Ihr Interesse und auf Ihre Anregungen! 
Herzlichst, Ihre

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Julia Lippel ...

... hält wenig von Netzwerken. Es ist ihr zu anstrengend. Beim Mentorship, das sie absolviert hat, wurde ihr jedoch so richtig bewusst, dass das Netzwerken eine gute Möglichkeit ist, sein berufliches Netzwerk zu erweitern. LENA fragte Julia Lippel unter anderem, ob ein erkennbarer Zusammenhang von Vernetzung und Karriere besteht.

Hast Du Dir zu Beginn des Mentorships ein Erwartungsbild erstellt und inwieweit konnte dieses erfüllt werden?
Julia: Als ich zum ersten Mal vom Mentoring hörte, hat mich die Möglichkeit der Begleitung durch eine erfahrene, erfolgreiche Frau begeistert. Ich wollte mich mit Unterstützung der Mentorin beruflich und persönlich weiterentwickeln. Dabei war mir wichtig eine Mentorin zu finden, die mich dabei unterstützt meine Schwachstellen und Potenziale zu erkennen und darauf aufbauend meine Entwicklung fördert, was mir letztlich auch gelungen ist.

Bist Du durch das Mentorship aufmerksamer auf den Zusammenhang von Karriere und Vernetzung geworden?
Mir war der Zusammenhang schon vorher bewusst, aber das Mentoring hat mir erst die Augen für die wahre Bedeutung geöffnet. Ich durfte konkret miterleben, wie bereichernd ein Netzwerk, in diesem Falle mit Frauen verschiedenster Hintergründe, sein kann.

Haben es Dir Tipps Deiner Mentorin erleichtert, Deinen persönlichen Netzwerkaufbau voran zu bringen?
Für mich persönlich ist Netzwerken eher anstrengend. Im Laufe der Zusammenarbeit wurden mir jedoch durch meine Mentorin immer wieder Chancen und Möglichkeiten aufgezeigt. Sie hat mir geholfen meine Komfortzone zu verlassen und dabei interessante Kontakte zu knüpfen; beispielsweise durch Moderation einer Veranstaltung, zu der Sie mich vermittelt hat. Dies war eine wertvolle Erfahrung für mich.

Hatte das Netzwerk Deiner Mentorin Auswirkungen auf Deine Karriere, beziehungsweise konntest Du aus den Kontakten Deiner Mentorin Vorteile ziehen?
Da ich zum Zeitpunkt des Mentorings neu in meiner Funktion war, hatte ich keine Ambitionen, für meine berufliche Entwicklung die Position zu wechseln. Auf diesem Posten, auf dem ich mich noch immer sehr wohl fühle, konnte ich mich jedoch durch Ihre Hilfe weiterentwickeln und dadurch meine Position stärken.

Welche konkreten Tipps hast Du für Mentees, die sich noch nicht sicher sind, ob sie ein Cross Mentorship beginnen sollen? 
Jemandem, der sich unsicher ist, würde ich empfehlen; "Just do it!". Nach meiner Erfahrung bietet das Programm nur Vorteile, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man bereit ist, sich einer anderen Person zu öffnen und sich dafür Zeit nehmen kann.
 


Julia Lippel, Foto privat 2017

Julia Lippel (*1983) ist seit März 2016 verantwortlich für den strategischgen Einkauf bei der SUCO Robert Scheuffele GmbH & Co.KG. Zuvor war sie u.a. drei Jahre in China als Purchasing Specialist International Sourcing zur Versorgung der deutschen Standorte sowie strategische Einkäuferin, jeweils bei der Heidelberger Druckmaschinen AG. Sie ist verheiratet, hat ein Kind und lebt mit ihrer Familie in Ludwigsburg.

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7 Tipps für effizientes Networking

von Barbara Liebermeister

Netzwerke müssen gepflegt werden, denn Networking ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Es geht um den konstanten Kontakt zu Ihrem Netzwerk. Netzwerk-Expertin Liebermeister empfiehlt, den Beziehungsaufbau als Lebensstil und Philosophie zu begreifen. Verfolgt man diese Strategie rigoros, erschafft man sich „eine Welt von Verbindungen, die geprägt ist von Win-win-Situationen“.


copyright: Fotolia, Julian Eichinger

1. Nutzen Sie die digitalen Medien zur Information, Präsentation und zum Netzwerkaufbau!
2. Kooperation frühzeitig starten:
Es ist ein Fehler, erst dann ein Netzwerk aufzubauen, wenn Sie ein Problem haben. Denn dann ist es häufig zu spät. Ein strategisches Netzwerk zu schaffen ist zeitaufwendig.
3. Recherche betreiben: Planung ist die halbe Miete.
Eine Kurzrecherche zu den fünf für Sie interessantesten Teilnehmern einer Veranstaltung kann Ihnen helfen, gemeinsame berufliche Interessensgebiete zu erkennen und so einen persönlichen Gesprächseinstieg zu finden.
4. Perfektionieren Sie Ihren Elevator Pitch: Beim Elevator Pitch geht es darum, in maximal zwei Minuten sich und die eigenen Kompetenzen optimal zu verkaufen. Ihr Gegenüber hat kein Interesse an einer langwierigen Selbstbeweihräucherung. Ihr Ziel ist es, Ihren Gesprächspartner davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, mit Ihnen vernetzt zu sein.
5. Wertschätzung zeigen:
Versuchen Sie jedoch nie, Ihren Gesprächspartner zu dominieren und davon zu überzeugen, welch toller Typ Sie sind. Das ist das krasse Gegenteil von wertschätzender Kommunikation.
6. Fragen stellen: Begegnen Sie den Menschen mit Offenheit und Interesse. Nichts macht Sie für Ihren Gesprächspartner interessanter als intelligente Rückfragen. Denn wer Fragen stellt, signalisiert Interesse und Offenheit, zwei Grundlagen wertschätzender Kommunikation. Auf der anderen Seite erfahren Sie Wissenswertes über Ihren Gesprächspartner – auch Dinge, die Ihnen nicht gleich, aber eventuell später nützen können.
7. Geberqualität zeigen: Beim Networking geht es um langfristige Beziehungen. Daher ist es wichtig, dass Geben und Nehmen auf Dauer ausgeglichen sind. Wer nur Informationen und Kontakte absaugt, schießt sich selbst ins Abseits. Wenn Sie jemandem Unterstützung anbieten, verleiht das Ihnen Souveränität.

Alle Tipps sind aus dem Buch "Effizientes Networking" von Barbara Liebermeister; www.buecher.de

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Networking at it's best

Bericht aus dem Silicon Valley von Elisabeth Grebe



Foto: privat

"Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Drum nahm ich meinen Stock und Hut, und tät das Reisen wählen." Diese von Matthias Claudius gewählten Worte für Urians Reise um die Welt, sind auch meine Überlegungen gewesen, als ich mich auf die Reise ins Silicon Valley begab.
Dieses Silicon Valley umfasst die südliche Hälfte der Bucht von San Francisco und erstreckt sich von San Mateo nach San José. Hier scheint immer die Sonne, das Klima ist perfekt für den Anbau von Obst. Und hier wurde vor vielen Jahrzehnten mit der Entwicklung von Halbleitern aus Silicium der Grundstein für das Computerzeitalter gelegt.
Die jüngere Generation arbeitet in San Francisco, wo in den letzten Jahren ein Ableger des Silicon Valley entstanden ist. Dazu gehören auch die Aushängeschilder der sogenannten Sharing Economy: Uber hat mit seinem Fahrdienst die Taxi- und Logistikbranche im Visier, der Zimmervermittler airbnb macht Hoteliers und Wohnungsvermietern das Leben schwer. Dass diese wenigen Quadratkilometer in Kalifornien über Jahrzehnte eine unternehmerische Erfolgsgeschichte nach der anderen hervorbringt, ist kein Zufall.
Für dieses Erfolgsrezept gibt es zwei Motoren: Einmal sind es die Serienunternehmer, die eine Firma nach der anderen gründen, und zum Zweiten sind es Risikokapitalgeber, die eine Firma nach der anderen finanzieren. Diese beiden Motoren laufen nahezu synchron. Erstens, weil hier jeder mit jedem offen über seine Ideen spricht, zweitens, weil erfolgreiche Unternehmen selbst zu Kapitalgebern werden. Und drittens, weil Erfolg eine starke Magnetwirkung hat. 
Das Silicon Valley zieht kluge Köpfe aus der ganzen Welt an. Es ist aber nicht nur der Erfolg, der hier im Valley produziert wird. Es ist etwas, was man in Europa weniger findet. Hier darf ein Unternehmer auch Misserfolg haben. Scheitern gehört nämlich genauso zur Entwicklung eines Unternehmens wie der Erfolg.
Auf Empfehlung des Silicon Valley Convention Centers habe ich an der zweitägigen Global Conference Startup GRIND in Redwood City mit 5.000 anderen Menschen teilgenommen. An vier Veranstaltungsorten hatte ich eine Auswahl von über 100 Referenten aus StartUps, Gründern und Marketingexperten, denen ich zuhören konnte. Neben viel Inspirationen und Einblicke in die Digitale Transformation waren es auch immer wieder die Begegnungen mit spannenden Menschen und den Gesprächen, die mich beeindruckt haben. Networking at it's best.
Neben der StartUp Konferenz gab es viele offene Events und Networks, wo Menschen ihre Ideen vorstellen und mit den Teilnehmern diskutieren. Frauen-Networking können offen gebucht und besucht werden. Dank dem world-wide-web ging alles flott über mein Smartphone (inkl. Bezahlung). Und in Kalifornien versteht es sich von selbst, dass ich mich ausschließlich mit Uber bewegt habe und über airbnb bei einem Stanford Professor (den ich nie gesehen habe) gewohnt habe. Alles mit einem Klick zu buchen.
Mentoring ist im Übrigen ein weit verbreitetes Instrument, welches nicht nur an Schulen, Universitäten, in Serviceclubs (Rotary, Lions etc.) zu finden ist, sondern auch in vielen Networkinggroups. Im Sinne einer sharing economy kommt es dem offenen und freundlichen Typus der Amerikaner entgegen. Und ich habe Unternehmen kennengelernt, die Mentoring als Business Case nutzen. Optimistische Perspektiven.
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In eigener Sache


Das neue Buch "Cross Mentoring - Ein erfolgreiches Instrument organisationsübergreifender Personalentwicklung" von den Herausgebern Michael E. Domsch, Désirée H. Ladwig und Florian C. Weber und unter Mitwirkung von Elisabeth Grebe als Co-Autorin ist im Springer Gabler Verlager schienen:


Hier geht's zu mehr Informationen und zur Bestellung

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Interesse?

Informieren Sie sich über das LENA Cross Mentoring-Programm bei:
Elisabeth Grebe
info@lena4u.com
Tel: +41.79 362 1097


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