Copy
View this email in your browser

Newsletter 01/17

Was macht uns glücklich?

Am Anfang eines neuen Jahres gibt es Zeit zur Reflexion über das Vergangene, den Status Quo und das vor einem Liegende, persönlich als auch in der Gemeinschaft. Das Ende und der Beginn eines Jahres lassen uns gerne darüber nachdenken, in welchen Lebensbereichen wir Kurskorrekturen umsetzen sollten. Was wir unbedingt verändern oder beibehalten wollen. Aber auch darüber, wofür wir dankbar sind und was uns glücklich macht.
In unserem ersten Newsletter 2017 wollen wir Ihnen Denkanstösse geben, wie der eigene Fokus im Leben gesucht und gefunden, aber auch wie er gestaltet werden kann. Ohne Ziele, kein Fokus, möchte man meinen. Was aber, wenn man seine Ziele nicht kennt? Dazu bedarf es sicher einer gewissen Achtsamkeit auf sich und seine Umgebung. Wir erleichtern Ihnen die Zielfindung, indem wir Ihnen ein paar Tipps zu mehr Achtsamkeit geben. 
Manche Menschen nehmen dafür gerne Unterstützung von erfahrenen Coaches oder MentorInnen an, die bei der "Standortbestimmung", ob privat oder beruflich, begleiten können. "Die Dinge sind nicht dauerhaft", sagt Christiane Kuenzle, die wir um ihre Meinung gebeten haben bei der Frage, was es bedarf, glücklich durchs Leben zu gehen.

Ich wünsche Ihnen ein glückliches neues Jahr und freue mich auf Ihr Interesse und auch auf Anregungen, falls Sie mögen! Bleiben Sie achtsam!
Herzlichst, Ihre

...............................


Achtsamkeit ist gesund.

Achtsamkeit ist eine Art verstärkte Aufmerksamkeit. Achtsamkeit fördert die Gesundheit, sagt Ulrich Ott, ein Meditationsforscher in Deutschland. Und Ott ist sich sicher: Wer regelmässig seine Achtsamkeit trainiert, stärkt nicht nur sein Immunsystem, sondern hat auch mehr vom Leben. Seit es der Neurowissenschaft gelungen ist, zu beweisen, dass Meditation gegen Stress, Angst und Depression hilft, interessieren sich nicht mehr nur spirituelle "Spinner", sondern sogar Manager dafür.

Es ist gut, wenn man regelmässig seine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt richtet. Es wird Abstand zu Vergangenem und Zukünftigem hergestellt. Die Hirnareale, die für Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmung zuständig sind, werden öfter "angesteuert" und verschaltet. Wir nehmen im Idealfall Situationen anders und neu wahr, wenn wir einen Schritt zurück treten und gleichzeitig genauer hinsehen. Das Gehirn, von Ott als "Trainingsorgan" bezeichnet, kann lernen, diesen Abstand zwischen Reiz und Reaktion herzustellen. Es verändere dadurch sogar langfristig seine Architektur.

Hier unsere drei Tipps für den Beginn zu mehr Achtsamkeit im Alltag:
1. Nur eine Sache machen: Egal, ob Emails beantworten, mit der Freundin telefonieren, essen oder einfach vor sich hinträumen.
2. Täglich dankbar sein: Morgens vor dem Aufstehen und abends vor dem Einschlafen überlegen, wofür man dankbar ist. Das muss nichts Grosses sein, obwohl das Ansichtssache ist. Wasser, zum Beispiel, ist für viele Menschen Luxus. 
3. Zeit nehmen und ausruhen: An uns selbst denken wir immer zuletzt, lieber noch schnell die Waschmaschine anwerfen und das Meeting für den nächsten Tag vorbereiten. Einfach mal die Beine hochlegen. Das sollten wir uns hin und wieder gönnen.


...............................


Das Leben spielt da, wo der Fokus liegt.

Wenn wir unserem Leben Sinn und Erfüllung geben wollen, ist bestenfalls Glück im Arbeits-UND im Privatleben gegeben. Wir wollten von Christina Kuenzle wissen, was es bedarf, um glücklich durchs Leben zu gehen:
LENA: Frau Kuenzle, was ist wichtiger, Karriere oder Glück in der Liebe?
Kuenzle: Das kann man so nicht sagen. Jeder von uns hat ein anderes Wertesystem. Manche Menschen sind beziehungsorientiert, manche sind eher auf beruflichen Erfolg gepolt. Obwohl es individuell natürlich Unterschiede gibt, sind Frauen generell eher beziehungsorientiert und ziehen aus Beziehungen das grössere Glück. Es gibt jedoch auch Frauen, die im Beruf eine grössere Zufriedenheit und ihr Glück finden. Das Liebesglück empfinde ich als überbewertet, da die Phase der Verliebtheit doch sehr flüchtig und kurzfristig angelegt ist. Wenn Beziehungen dauerhaft und beidseitig harmonisch sind, dann steckt da meist auch sehr viel Beziehungsarbeit dahinter. Genau dieses stetige Bemühen um eine gute Zweisamkeit macht Beziehungen wertvoll, stabil und lohnend. So ähnlich ist es auch mit dem beruflichen Erfolg, auch dieser ist nicht einfach gegeben, sondern wird Schritt um Schritt gebaut und optimiert.
LENA: Haben Karrierefrauen mehr Glück in der Liebe?
Kuenzle: Erfolgreiche Frauen wirken manchmal attraktiver, weil sie durch ihren Erfolg eine zufriedenere, selbstbewusstere Ausstrahlung haben und dadurch charismatischer auftreten. Wenn Frauen arbeiten, dann lernen sie durch ihr berufliches Engagement mehr Menschen kennen und haben damit mehr Gelegenheiten für Beziehungschancen. Dazu kommt auch eine Interessiertheit und Vielseitigkeit durch ihr Engagement, was die persönliche Ausstrahlung lebendiger und vielleicht auch neugieriger macht, was wiederum einen Attraktivitätsgewinn bringt. Eine erfolgreiche Person geht mit einer anderen Ausstrahlung und souveräner durch die Welt als eine, die gerade daran ist, eine Krise zu verarbeiten, was natürlich auch zum Leben gehört. Es ist also wichtig, dass wir Erfolge würdigen und feiern und uns auf das ausrichten, was gut funktioniert in unserem Leben. So erhalten wir die Kraft, die schwierigen Phasen gut und schnell zu meistern.
LENA: Fliesst das Thema "Paarbeziehung" beim Coaching um berufliche Zufriedenheit und Weiterentwicklung ein?
Kuenzle: Ja, die beiden Bereiche sind sehr eng miteinander verknüpft. Obwohl wir auf Karrieremanagement, Führungs- und Veränderungsprozesse spezialisiert sind, kommen unsere Klienten sehr oft auf Beziehungsthemen zu sprechen. Das Private beeinflusst die Karriere und umgekehrt. Mit einem Kunden, der eigentlich ein Outplacement gebucht hatte, arbeiteten wir schwerpunktmässig an seinen Scheidungsthemen, was für ihn jedoch erfolgsentscheidend war, um relativ schnell wieder eine neue Position zu finden, da ihn die privaten Herausforderungen zu dieser Zeit viel mehr belasteten als die beruflichen.
LENA: Wenn Sie eine Empfehlung für berufliches und privates Glück aussprechen müssten, wie würde diese lauten?
Kuenzle: Das Leben spielt da, wo der Fokus liegt. Leben Sie intensiv und achtsam. Begrüssen Sie Veränderungen. Die Dinge sind nicht dauerhaft, sondern bedürfen einer ständigen Gestaltung, Flexibilität und Anpassung. Je mehr wir uns auf das fokussieren, was gut läuft in unserem Leben, was uns freut, wofür wir dankbar sind und worauf wir stolz sind, desto besser empfinden wir unsere Lebensqualität.
LENA: Ich habe das Gefühl, dass, wenn es um Chancengleichheit geht, die meisten Männer sich nicht angesprochen fühlen. Erleben Sie das in Ihren Coachings auch so?
Kuenzle: Ja, das ist schon so. Männer fühlen sich beim Thema Chancengleichheit meistens nicht angesprochen, denn Männer nehmen Gleichberechtigung nicht zwangsläufig als Vorteil wahr, weil sie in ihrem angestammten Revier, der bezahlten Arbeit um im Management zusätzlich Konkurrenz erhalten und gleichzeitig ihre privaten Backoffices und Dauerverfügbarkeit ihrer Partnerinnen verlieren. Wer gibt denn schon freiwillig Vorherrschaft ab! Allerdings gewinnen sie dafür gleichberechtigte Partnerinnen, mit welchen sie auf Augenhöhe über Berufliches und Politisches sprechen können und welche die wirtschaftliche Verantwortung teilen. Zudem erhalten sie durch ihr Engagement im Haus eine sehr viel nähere und direktere Beziehung zu den Kindern und eine höhere Kompetenz in grundlegenden Fähigkeiten wie zum Beispiel kochen. Aber das merken sie erst, wenn sie sich darauf einlassen. Dann allerdings empfinden dies die meisten als eine grosse Bereicherung. Das alte Rollenmodell ist auch heute noch sehr präsent: Frauen arbeiten Teilzeit und generieren einen Zusatzverdienst, Männer sind die Hauptversorger und bringen das Geld nach Hause. Umgekehrt bewältigen Frauen den Grossteil der Hausarbeit und Kindererziehung, Männer unterstützen mehr oder weniger punktuell. Das alte Wollenbild ist wenig förderlich für eine Änderung zu mehr Chancengleicheit und somit zu mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Trotzdem hat sich schon viel gewandelt. Schauen wir uns den Film "Paula" an sind wir schockiert, wie eine talentierte und moderne junge Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts sich gegen Bevormundung, Abwertung und Widerstände durchsetzen musste, um ihre Vision von künstlerischer Selbstverwirklichung und Eigenständigkeit in der Partnerschaft zu realisieren. Gerade weil wir heute das alte Rollenbild noch nicht ganz überwunden haben, fasziniert uns diese bestimmte, ehrgeizige und unabhängige Künstlerin. Auch wenn es uns veraltet vorkommen mag, mit all unseren Fortschrittsbemühungen um Chancengleichheit sind wir eben immer noch weit davon entfernt. 
LENA: Was halten Sie davon, Männern weibliche Mentoren an die Seite zu stellen?
Kuenzle: In unseren Coaching-Angeboten können Männer und Frauen wählen, wen sie als Coach oder Mentor haben wollen. Vorrangig kommt es auf die Chemie zwischen den beiden an. Die sollte stimmen. Ein Klient lehnt schon mal eine weibliche Mentorin ab. Es gibt jedoch auch Männer, die explizit einen weiblichen Coach haben wollen, weil sie die weibliche Art, mit der Wirtschaftswelt umzugehen, besser verstehen möchten, da sie sich zunehmend mit Führungsfrauen auseinandersetzen müssen.
LENA: Haben Sie ein Beispiel, das zeigt, wie sich ein Paar beruflich und als Familie gegenseitig fördert und unterstützt?
Kuenzle: Ja, da gibt es ein junges Paar, das ich über meine Coachingtätigkeit für die Universität St. Gallen kennenlernte. Die junge Frau hat doktoriert und beide sind in führenden Unternehmungsberatungen, in guten Positionen tätig. Dann kam das erste Kind und es war klar, dass beide eine je sechsmonatige Elternauszeit nehmen wollten. Die jeweiligen Arbeitgeber haben das unterstützt und den jungen Eltern ihre Arbeitsplätze nach der Auszeit frei gehalten. Den Vaterschaftsurlaub beim Arbeitgeber zu beantragen war für den jungen Mann kein Problem, doch seinen Vater von seinem Vorhaben zu überzeugen war harte Arbeit. Später, nachdem das zweite Kind auf die Welt kam, wurde ihm der Vaterschaftsurlaub vom Arbeitgeber nicht mehr gewährt. So entschied er sich, eine neue Position zu suchen und nutzte den selbst gewählten "sabbatical", um für seine junge Familie da zu sein. Einen neuen Arbeitgeber konnte er leicht finden. An diesem Paarbeispiel sieht man, dass gemeinsame, abgestimmte Ziele und partnerschaftliche Vereinbarungen über unternehmerische und gesellschaftliche Hürden hinweg stark machen. Wichtig ist es zu wissen, was einem im Leben wichtig ist, welche Werthaltungen gelebt werden wollen und welche Bedürnisse für Beide erfüllt sein müssen, damit Partnerschaft und Beruf auch langfristig Erfüllung bringen und vereinbar sind.



Christina Kuenzle arbeitet sowohl in der Schweiz als auch international als Executive und Business Coach. Vor der Gründung ihres eigenen Unternehmens, choice ltd. (www.choice-ltd.com), war sie Mitglied der Konzernleitung von Sulzer AG und verantwortlich für die Konzernentwicklung. Frühere Tätigkeiten brachten sie in weltweit anerkannte Firmen der Reise- und Mineralölindustrie, Unternehmensberatungen und Ingenieurunternehmungen, in welchen sie Funktionen/Verantwortungen innehatte, die vom Personal-Management über strategische Unternehmensberatung bis zur Geschäftsleitung reichten. Sie hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit ihrem Partner in der Schweiz.

...............................

Jetzt anmelden! Das gibt es gratis dazu! 

 

Mit Ihrer Anmeldung zum neuen Cross Mentoring-Programm 2017 erhalten Sie kostenlos das Buch "G:sichtet 3 - Geben und Nehmen" von Adrienne Braun und Frank Paul Kistner. (Gatzanis Verlag, Hardcover, ISBN:978-3-932855-69-6, VK: EUR 26,- ; CHF 27,95) 
Das Autorenteam stellt 18 Paare vor. Es sind namhafte Förderer und Geförderte aus dem Kunst- und Kulturbereich, die aus den Erfahrungen ihrer Arbeitsbeziehung berichten. Erkennbar wird, dass Talent und Fleiss zwar Grundvoraussetzungen auf dem erfolgreichen Berufsweg sind, allein sie reichen nicht aus. Entscheidend sind Leidenschaft und Mut, Unbedingtheit und Durchhaltevermögen, die Bereitschaft, immer wieder Grenzen zu überschreiten.
Mehr Informationen zum Buch erhalten Sie hier.


Informieren Sie sich über das Cross Mentoring-Programm 2017 (Termine und Inhalte) und melden Sie sich gleich an, bei:
LENA , Elisabeth Grebe
info@lena4u.com
Tel: +41.79 362 1097


...............................
Copyright ©
LENA, Elisabeth Grebe GmbH 2017
All rights reserved.


www.lena4u.com
info@lena4u.com

Aktuelles von Elisabeth Grebe für Interessierte.
Newsletter hier abmelden
 






This email was sent to <<Email Address>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
LENA · Grundstrasse 80 · Stäfa 8712 · Switzerland

Email Marketing Powered by Mailchimp