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neuroCare Newsletter - Oktober 2017
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In dieser Ausgabe:
 
  • rTMS zur Therapie von Depression und Zwangsstörungen:
    • niederländische Krankenkassen erstatten rTMS-Behandlungskosten bei therapieresistenten Depressionen
    • Zwangsstörungen: Schlaf könnte über Erfolg der rTMS-Therapie entscheiden
    • rTMS-Technologie bei neuroCare
  • exakte und zuverlässige Messung des EEG während transkranieller Wechselstromstimulation (tACS) ein erster Schritt ist getan
  • tDCS und Neuroplastizität: Schlaganfall, Arbeitsgedächtnis
  • Konferenzen, auf denen Sie uns treffen können
  • Weiterbildungskurse der neuroCademy bis Ende 2017

rTMS zur Therapie von Depression und Zwangsstörungen

Niederländische Krankenkassen erstatten rTMS-Behandlungskosten bei therapie­resistenten Depressionen
Krankenkassen in den Niederlanden können seit diesem Sommer die Kosten für die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) zur Behandlung von therapieresistenten Depressionen regulär erstatten. Die rTMS muss dabei mit kognitiver Verhaltenstherapie kombiniert werden. Das niederländische Zorginstituut gab eine entsprechende Empfehlung heraus, nachdem sie die Therapie als sicher und wirksam eingestuft hatte. Die Krankenkassen sind angewiesen, die Empfehlung zu berücksichtigen.

Dieser Entscheidung gehen mehrere Jahre intensiver Forschung voraus, u. a. durch die neuroCare Group. Die Methoden und Ergebnisse unserer Studien haben wir in Zusammen­arbeit mit nationalen und internationalen Universitäten in mehreren wissenschaftlichen Studien publiziert. Laut unserer jüngsten Studie, schlägt die rTMS mit kognitiver Verhaltenstherapie bei 65 % der Patienten an, wobei bei 55 % der Patienten nach 20-30 Sitzungen keine Depression mehr messbar ist. (Diese Studie befindet sich derzeit im Review - Informationen erhalten Sie über neuroCademy@neurocaregroup.com.)
Die rTMS gilt als hoch wirksam und hat kaum Nebenwirkungen. In den USA und in Großbritannien ist sie bereits seit einigen Jahren zur Behandlung bei therapie­resistenten Depressionen zugelassen.
In den neuroCare Therapiezentren wenden wir die rTMS mit Verhaltenstherapie bereits seit über 10 Jahren erfolgreich bei Depressionen und Zwangsstörungen an.
 
Lesen Sie mehr über kombinierte rTMS mit Verhaltenstherapie >
rTMS-Technologie bei neuroCare
rTMS-Geräte für die klinische Anwendung finden Sie nun auch im Produktangebot der neuroCare Group. Aufgrund langjähriger Erfahrung in der Forschung und klinischen Anwendung der rTMS helfen wir Ihnen, die Methode erfolgreich in Ihren klinischen Alltag oder in Ihr Forschungs­vorhaben zu implementieren. Wir beraten Sie zu:
  • der technischen Ausstattung mit rTMS-Gerätetechnik,
  • den Möglichkeiten, Ihre Neuro­modulationslösung durch Systeme und Geräte zum SCP-Neurofeed­back, zur tDCS und weiteren Anwendungen zu erweitern,
  • den speziellen Weiterbildungs­angeboten der neuroCademy.
Zwangsstörungen: Schlaf könnte über Erfolg der rTMS-Therapie entscheiden
Die Schlafstörung CRSD (eine Störungen des zirkadianen Rhythmus mit verlagerten Schlaf-Wach-Zeiten) könnte Vorhersagen darüber zulassen, ob ein Patient mit Zwangsstörungen von einer rTMS-Therapie profitiert. Die CRSD tritt bei dieser Patientengruppe häufiger auf als bei Gesunden und wurde in einer Studie des Brainclinics Research Institutes vor allem bei den Teilnehmern festgestellt, die nicht klinisch signifikant auf die rTMS ansprachen. Die Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass bei Zwangs­störungspatienten eine vorliegende CRSD im Vorfeld behandelt werden sollte, um die Ergebnisse einer nachfolgenden rTMS-­Therapie zu verbessern.

Zur Studie >
 
DuoMag XT 35 / XT 100 von Deymed Diagnostics
MagPro R20 - Basislösung für rTMS von MagVenture
rTMS-Stuhl "Cortex" - von Brainclinics
Sie möchten in Ihrer Einrichtung rTMS anbieten? Buchen Sie einen Kurs zur Anwendung von rTMS bei Depressionen und Zwangsstörungen:

1
9. – 20.10.2017 in Nijmegen, Niederlande  mehr >
29. – 30
.11.2017 in München, Deutschland  mehr >

Weitere Informationen und die Termine für 2018 >

Exakte und zuverlässige Messung des EEG während trankranieller Wechselstrom­stimulation (tACS) – ein erster Schritt zu Closed-Loop-Systemen ist getan

Bei einem Brainbox Symposium unserer Tochterfirma Rogue Resolutions in London konnten von Sophia Wunder et al. erste Ergebnisse der Kombination zwischen der Anwendung einer mehrkanaligen tACS und der gleichzeitigen Aufnahme des EEG gezeigt werden (zum Poster). Somit ist es künftig möglich, eine vom aktuellen Zustand des Gehirns abhängige Stimulation zu ermöglichen. Aus ersten Untersuchungen an den Universitäten Tübingen und Bern weiß man, wie sich determinierte Zustände im Gehirn herbeiführen lassen, die sowohl eine verbesserte Induktion von Neuroplastizität erlauben, als auch ein schnelleres beziehungsweise effektiveres Ansprechen der nicht-invasiven Hirnstimulation ermöglichen.
Die Arbeiten werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative Individualisierte Medizin­ technik "IMONAS" gefördert und entstehen in Kooperation mit der Universität Tübingen (Prof. Gharabaghi). Im Oktober kann man mehr über die Methode und Technologie in München auf der 2nd European Conference on Brain Stimulation in Psychiatry erfahren.

tDCS und Neuroplastizität

Eine nicht-invasive Hirnstimulation erzeugt Neuroplastizität, das heißt, sie trägt als Form der exogenen Neuromodulation dazu bei, strukturelle und funktionelle Änderungen der Stärke synaptischer Verbindungen herbeizuführen.  
 
Auch das Lernen führt zu langanhaltenden Exzitabilitätsveränderungen (Giordano et al., 2017). Unter einer leichten Stimulation des Stirnhirns konnten Tübinger Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Christian Plewnia zeigen, dass sich bei einem speziellen Arbeitsgedächtnistraining die Hirnleistung verbessert (Ruf et al, 2017). Hingegen zeigt eine Kombination aus tDCS und einem Roboter-Training keine Effekte bei Patienten in der subakuten Phase (Leon et al., 2017) oder auch in der chronischen Phase (Simonetti et al., 2017) nach einem Schlaganfall.

Eine kleine Studie befürwortet  und begründet den Gebrauch der tDCS in Verbindung mit einem Brain-Computer-Interface für Patienten im chronischen Stadium des Schlaganfalls und zeigt langanhaltende neuroplastische Effekte (Xin Hong et al., 2017).
Janine Reis fasst in ihrer Arbeit (Reis et al., 2017) den Stand bei der Anwendung der Gleichstromstimulation (tDCS) in der Rehabilitation nach Schlaganfall zusammen. Die tDCS hat einen positiven Effekt auf die Verbesserung der Aktivität des täglichen Lebens aber auch auf die Verbesserung der motorischen Funktion. Jedoch ist es wichtig, genaueres Wissen hinsichtlich des optimalen Zeitintervalls für die Anwendung der Stimulation zu bekommen. Geprüft wird zur Zeit, ob es bereits in der akuten Phase (24 Stunden bis 7 Tage nach dem Schlaganfall) bzw. in der subakuten Phase (1 bis 3 Wochen nach dem Schlaganfall) möglich ist, in der frühzeitigen Rehabilitation bleibende Neuroplastizität herbeizuführen.
 
Gegenwärtig publizierte Studien zeigen positive Effekte der tDCS bei der Verbesserung der Aktivitäten des täglichen Lebens (Elsner et al., 2017), der Reduzierung des Neglects in der subakuten Phase (Salazar, 2017) bzw. von Sprachstörungen in der chronischen Phase (Meinzer, 2016).
 
Die meisten Veröffentlichungen, wie auch von Lefaucheur (et al., 2017) bewertet, beschäftigen sich mit Stimulation und Rehabilitation in der chronischen Phase (> 3 Wochen nach Infarkt). 
Konferenzen und Messen, auf denen wir demnächst unsere Technologien, und Weiterbildungsangebote vorstellen:

8. – 12. Oktober 2017: World Congress of Psychiatry (WPA) and DGPPN, Berlin, in Zusammenarbeit mit der HASOMED GmbH weiterlesen >

12. – 14. Oktober 2017: 2nd European Conference on Brain Stimulation in Psychiatry, München weiterelesen >

11. – 15. November 2017: SFN 2017, Washington D.C., USA weiterlesen >

16. – 18. November 2017: BKJPP 2017, Kassel weiterlesen >

24. – 26. November 2017: 4th International Symposium "Low Vision and the Brain", Berlin weiterlesen >
neuroCademy Kurse werden von gut ausgebildeten und erfahrenen Wissenschaftlern, Dozenten und Therapeuten geleitet. Teilnehmer können mit verschiedenen Technologien – auch anderer Hersteller – praktisch üben. Es werden ausschließlich evidenzbasierte Theorien und Protokolle vorgestellt.
Lesen Sie hier mehr über die akkreditierten Weiterbildungskurse der neuroCademy >
neuroCademy Weiterbildungen und Workshops bis Ende 2017


3. – 6. Oktober 2017: Neurofeedback in ADHD and insomnia, Nijmegen (Netherlands), in Englisch weiterlesen >

6. – 7. Oktober 2017: Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) in der klinischen Anwendung, Veitshöchheim, in Zusammenarbeit mit der HASOMED GmbH weiterlesen >

7. – 8. Oktober 2017: Neurofeedback mit langsamen kortikalen Potenzialen (SCP-Training) mit Dr. Edith Schneider, Landau/Pfalz weiterlesen >

19. – 20. Oktober 2017: rTMS for depression, OCD and new developments, Nijmegen (Niederlande), in Englisch weiterlesen >

13. Oktober 2017: Praktische Einbindung der Aktigraphie in den therapeutischen Alltag, München weiterlesen >

27. Oktober 2017: Neurofeedback der langsamen kortikalen Potentiale mit PD Dr. Ute Strehl, Zürich (Schweiz) weiterlesen >

27. – 28. Oktober 2017: Transcranial direct current stimulation (tDCS), Nijmegen (Niederlande), in Englisch weiterlesen >

11. – 12. November 2017: SCP-Neurofeedback - application and new developments (mit PD Dr. Ute Strehl), Sydney (Australien), in Englisch weiterlesen >

17. November 2017: SCP-Neurofeedback with THERA PRAX® – 1 day workshop, Sydney (Australien), in Englisch weiterlesen >

21. – 24. November 2017: Neurofeedback in ADHD and insomnia, München, in Englisch weiterlesen >

23. – 24. November 2017: Advanced Neurostimulation Techniques, Ilmenau (Deutschland), in Englisch weiterlesen >

29. – 30. November 2017: rTMS for depression, OCD and new developments, München, in Englisch weiterlesen >

1. Dezember 2017: Transcranial direct current stimulation (tDCS), München, in Englisch
weiterlesen >

Hier gelangen Sie zum gesamten Kurskalender der neuroCademy

 
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